BierTalk 58 – Interview mit Markus Grüßer von der Gesellschaftsbrauerei Viechtach

Markus Grüßer wagte den Schritt aus dem Rheinland über Berlin und die halbe Republik bis nach Niederbayern, wo er sich mit dem Erwerb der Gesellschaftsbrauerei Viechtach einen lange gehegten Traum erfüllte: Die eigene Brauerei! Mit einem engagierten Team aus einem Jungbraumeister, einem tschechischen Biersieder und einer Brauerin aus der Gegend hauchte er dem totgeglaubten Unternehmen neues Leben ein. Die vier überarbeiteten die Bierrezepturen und erfanden auch einen neuen Klassiker – den „Pfahlbock“, der in ganz Deutschland seinesgleichen sucht. Im BierTalk erzählt Markus Grüßer auch die spannende Geschichte vom Brandenburger Bierkrieg, als er mit der Klosterbrauerei Neuzelle so lange Widerstand leistete, bis das Bundesverfassungsgericht schließlich das Reinheitsgebot ergänzte und mit dem „Besonderen Bier“ einen Weg schuf, mit dem auch historische Biere mit der traditionellen Rezeptur hergestellt und als Biere verkauft werden können, selbst wenn dabei Zutaten wie Kräuter, Gewürze oder einfach nur Zucker verwendet werden, die eigentlich nach dem Gesetz verboten sind…

Link für Apple/iTunes: https://podcasts.apple.com/de/podcast/biertalk/id1505720750

Link für Spotify: https://open.spotify.com/show/7FWgPXstFr1zR9Fm2G0UJS

 

Markus: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts BierTalk. Heute machen wir eine ganz spannende Reise quer durch Deutschland, vom Ruhrgebiet nach Berlin zur Hauptstadt und schließlich dann nach Niederbayern, nach Viechtach, und begrüßen dort den Markus Grüßer. Mit dabei wie immer ich, der Markus, und …

Holger: … der Holger.

Markus: Ganz genau! Lieber Namensvetter, an dieser Stelle erstmal Hallo. Und vielleicht stellst du dich unseren Hörern mal ganz kurz vor, damit sie sich ein bisschen ein Bild machen können, mit wem wir es heute zu tun haben.

Markus Grüßer: Guten Morgen, ihr beiden. Guten Morgen, Holger! Guten Morgen, Markus! Ich bin 56 Jahre, habe drei Kinder und beschäftige mich mein gesamtes Berufsleben schon mit Getränken und speziell mit Bier. Ich bin im Rheinland in der Nähe von Köln groß geworden. Dort hatten meine Eltern einen kleinen Getränke-Fachgroßhandel. Es gibt schöne Bilder von mir als Sechsjähriger, wo ich mit einer Lederschürze zwischen Fässern und Kisten sitze. Das scheint sich in der DNA gefestigt zu haben. Ich habe zwar dann in Berlin BWL studiert, aber schon während dem Studium einen Außendienst gemacht für die Carlsberg Brauerei. Danach war ich fast fünf Jahre in der Klosterbrauerei in Neuzelle. Ich habe da eine sehr spannende Phase nach der Wende erlebt und durfte dort meinen Beitrag dazu leisten, wie das ist, wenn man eine Brauerei fit macht für die Marktwirtschaft. Sehr spannend! Wer Lust hat, da mal reinzuschauen in diese Zeit, kann ja mal gerne das Thema „Brandenburger Bierkrieg“ googeln. Danach nach einem kurzen Abstecher in Berlin habe ich die Seiten gewechselt und war 13 Jahre in leitender Funktion auch als Geschäftsführer von einem der größten bayerischen Getränkehändler unterwegs. Das war dann mein erster intensiver Kontakt in Richtung Bayern. Ich habe dort vom Key Account über den Einzelhandel alles Mögliche gemacht. Das war eine sehr, sehr spannende Zeit. Dann habe ich mich 2010 selbstständig gemacht. Die Liebe zu kleinen mittelständischen Brauereien und vor allen Dingen die Liebe zu gutem Bier war so groß, dass ich gesagt habe, ich muss was tun und ich möchte gerne was tun. Und habe dann für verschiedene Brauereien gearbeitet, Unternehmen saniert, beraten, eher weniger als klassischer Unternehmensberater, sondern eher so als Praxisbegleiter. Wir haben Dinge umgesetzt, neue Projekte gemacht, unangenehme Dinge wie nötige Preiserhöhungen umgesetzt, neue Produkte eingeführt, Marken strategisch aufgestellt, Vertrieb organisiert, Logistik organisiert. Und meine Erfahrungen aus allen möglichen Bereichen von der BWL über den Getränke-Fachgroßhandel, Logistik bis hin zu den Erfahrungen aus den Brauereien haben mir dort geholfen. Und irgendwann kam dann die Idee, wo ich gesagt habe: Was du für andere sehr erfolgreich machst, kann man auch vielleicht eigentlich für sich selber machen. Und ich habe dann für mich überlegt: Wie müsste eine Brauerei aussehen, die man dann kauft, übernimmt? Und da waren für mich zwei, drei Punkte extrem wichtig. Das Erste ist: Sie sollte in Bayern liegen, weil ich glaube, und meine Erfahrung aus den letzten 30 Jahren haben gezeigt, dass die Bayern mit ihren Brauereien anders umgehen. Und Markus, das wirst du mir bestätigen, ich glaube, fast 90 % der kleinen und mittelständischen Brauereien haben wir in Bayern. Diese Kultur, die gibt es so außerhalb von Bayern leider nicht. Deswegen habe ich gesagt, die Brauerei sollte in Bayern liegen. Dann ist über die Jahre eine Affinität bei mir gewachsen zu einer offenen Gärung. In Neuzelle, meine erste Brauerei, für die ich gearbeitet habe, und verschiedene andere Stationen auch, habe ich immer wieder eine offene Gärung kennengelernt. Ich finde, man schmeckt das, wenn Bier in dieser Form gärt und heranreift. Das war das zweite Kriterium. Und wenn ich ehrlich bin, es sollte eine schöne Region sein, wo man sich wohlfühlt. Weil für mich war klar, ich muss dort hinziehen, das wird mein Leben prägen, mein Leben bestimmen, das wird mein Lebensmittelpunkt werden. Insofern muss man sich auch persönlich wohlfühlen. Es wird sicherlich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Von daher war die Lage für mich auch nicht ganz unwichtig. Und so hat mich dann irgendwann 2016 ein Kollege aus Frankfurt angerufen und gesagt: Du, ich habe gehört, im Bayerischen Wald, in Viechtach, wird aus Altersgründen eine Brauerei verkauft. Und dann bin ich hierhergefahren, habe mir das angeguckt und habe mich sofort sehr wohlgefühlt. Der Bayerische Wald ist ja auch eine der großen Urlaubsdestinationen. Es ist wunderschön hier. Die Brauerei gibt es seit 1553. Wir haben eine offene Gärung. Das Bier hat wirklich toll geschmeckt, auf Anhieb. Ich habe das dann auch verkostet mit vielen Geschäftspartnern, mit Kunden, mit Freunden, und alle waren total begeistert. Und so war für mich klar, das versuchen wir jetzt. Dann hat das aber tatsächlich noch gut zwei Jahre gedauert, die Verhandlungen haben sich zäh gezogen. Das war dann auch so der erste Ausdruck: „Na, dem Preis verkaufen wir das nicht.“ (bayerisch ausgesprochen). Da wir aber am Ende des Tages, und das war auch den Menschen vor Ort, auch der Stadt, dem Bürgermeister sehr wichtig, da wir die einzigen waren, die ein Konzept vorgelegt haben, das den Braustandort erhält und nicht eine Stilllegung, eine Markenverschiebung, einen Lohnbrau vorsieht, und die Beharrlichkeit, mit der wir dabei waren, hat zum Schluss dann überzeugt. Und so haben wir Ende 2018 den Zuschlag bekommen und haben die Brauerei übernommen. Jetzt sitze ich hier und freue mich auf eine spannende Unterhaltung mit euch.

Markus: Da freuen wir uns auf jeden Fall natürlich auch. Eines hat man ja schon gemerkt, mit der Sprache hast du vielleicht noch ein bisschen Schwierigkeiten. Mal schauen, ob du so in vier, fünf Jahren dann auch das perfekte Niederbayerisch sprichst. Mir geht’s ja immer so, wenn ich in der Ecke bi, dass ich die Leute gar nicht verstehe. Wie kamst du denn da so durch?

Markus Grüßer: Durch die 13 Jahre bei Getränke (unv. #00:05:30.0#), einem der größten bayerischen Getränkehändler, hatte ich natürlich schon sehr, sehr viele Kontakte nach Bayern. Ich bin früher mit meinen Eltern schon mit sechs Monaten das erste Mal immer nach Berchtesgaden in Oberbayern in Urlaub gefahren. Von daher hatte ich immer eine sehr enge Bindung und Beziehung nach Bayern. Ob ich in fünf Jahren dann auch Bayerisch spreche, weiß ich nicht so genau. Aber es macht überhaupt kein Problem, die Sprache zu verstehen. Und von daher, ich finde, sie klingt sehr schön, es hat eine sehr schöne Tonalität und man fühlt sich wohl damit. Also von daher ist das überhaupt keine Hürde für mich.

Markus: Du hast ja auch prominente Vorbilder, wenn man zum Beispiel Eric Toft anschaut, der hat es ja vom Amerikaner zum perfekten Oberbayern geschafft, auch in der Sprache. Also da bin ich ganz zuversichtlich. Und du hast uns eine ganz tolle Palette an Bieren geschickt. Das klingt für mich jetzt grundsätzlich mal wie so eine Heimatsymphonie. Also da steht drauf: Vollbier Hell, Urhell, Zwickl, Dunkel, Weißbier, Zwergal und dann auch noch ein gloaner Pfahlbock. Also spannende Geschichte. Wir werden natürlich jetzt nicht alle im BierTalk verkosten können, aber wir würden uns natürlich gerne ein bisschen einen Eindruck verschaffen. Mit welchem Bier würdest du denn anfangen wollen?

Markus Grüßer: Naja, man sagt ja immer, von hell nach dunkel, von leicht nach stark. Und insofern würde ich gerne mit unserem Klassiker, der gut über 80 % unseres Absatzes ausmacht, den man zu jeder Gelegenheit trinken kann, nämlich unser traditionelles Vollbier Hell. Damit würde ich anfangen.

Markus: Na wunderbar! Da holen wir doch unseren zweiten Neubayern in der Runde mal mit ins Boot. Holger, was sagst du, freust du dich aufs Vollbier und wie bayerisch bist du eigentlich schon?

Holger: Na endlich ein Bier. Also fängt ja gut an, wenn du nicht von Anfang an wieder so lange irgendwelche Fragen stellst, sondern direkt zum Bier kommst. Pass mal auf jetzt hier! Zack! Hast schon gehört? Jetzt mache ich das auf und schütte es mir direkt ein. Prost, Markus! Schön, dass du da bist.

Markus Grüßer: Prost! Lasst es euch schmecken.

Holger: Wunderbar! So ein schönes Helles morgens, das mag ich. Deine Frage war ja, wie bayerisch fühle ich mich schon? Ich lebe ja auch im Exil in München und bin Wahl-Bayer und auch absolut überzeugt, ich bin so gerne hier in der Region, in dieser Stadt, aber auch in Oberbayern und bin auch viel in Niederbayern. Ich war am Montag noch in der Nähe von Pilsting, also zwischen Pilsting und Landau an der Isar. Das sind dann ja zu dir noch so rund 60 Kilometer, würde ich sagen. Wenn ich das nächste Mal da bin und die Zeit es erlaubt, glaube ich, komme ich mal vorbei. Also das müssen wir mal unbedingt vereinbaren. Weil im Prinzip ist es schön auch biografisch so ganz parallel. Du bist aus dem Rheinland, ich bin aus dem Ruhrgebiet, uns hat es beide freiwillig nach Bayern verschlagen und wir fühlen uns scheinbar gleich wohl. Nein, also ich bin gerne hier, Markus. Also richtig gerne hier. Aber ich bin auch gerne in Oberfranken. Nicht, dass du jetzt meinst, dass ich da noch irgendwie Unterschiede mache. Aber Bayern als Bundesland mit all seinen Facetten, und da gehört natürlich Oberfranken dazu, ist mir ausgesprochen lieb. Aber ich habe auch eine Frage an den Markus, und zwar: Ihr nennt euch oder du nennst dich, das weiß ich nicht so genau, Gesellschaftsbrauerei. Und dann hast du gesagt, dann haben wir den Zuschlag bekommen. Und wer ist denn wir und warum dann keine Genossenschaftsbrauerei?

Markus Grüßer: Wir ist ein guter Bekannter von mir aus Passau. Wir sind zu zweit an dem Thema beteiligt. Ich habe die Mehrheit, er hat mit einem Drittel eine Beteiligung. Und es ist immer gut, wenn man bestimmte Aufgaben auch mal auf mehrere Schultern verteilen kann. Das ist das eine. Und das zweite zum Namen: Das haben wir uns bei der Übernahme überlegt, ob wir das ändern wollen. Aber zum einen gibt’s diesen Namen schon sehr, sehr, sehr lange. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob schon seit 1553, aber eben sehr lange. Der rührt daher, wir sind auch eine der wenigen Brauereien, die eben keinen eigenen Ausschank haben. Wir haben einen schönen eigenen Getränkemarkt bei uns. Und das hat was damit zu tun, dass die Brauerei mal gegründet worden ist von ortsansässigen Gastronomen, die gesagt haben, wir wollen uns keinen eigenen Wettbewerb machen, aber wir wollen unser eigenes Bier gemeinsam brauen. Und so haben sich die Gastronomen und die Menschen vor Ort, die Bier ausschenken und Bier verkaufen, zusammengetan und haben alle als Gesellschafter diese Gesellschaftsbrauerei gegründet. Ich finde den Namen insofern ganz spannend, weil für mich ist eine regionale Brauerei auch immer Teil des gesellschaftlichen Lebens, ob das die Vereine vor Ort sind, ob das die Gastronomen sind, ob das bei uns in dem Fall die Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Tourismuszentrale, da gibt’s ganz viele gemeinsame Projekte. Also so eine Brauerei hat nicht nur die Aufgabe, großartiges Bier zu machen, sondern ist auch immer Teil des gesellschaftlichen Lebens. Und mit dieser Interpretation und mit dieser Geschichte habe ich gesagt, auch das ist Teil dieser Brauerei, und deswegen haben wir den Namen so gelassen.

Markus: Was sagst du denn zu diesem wunderschönen Bierchen?

Holger: Ein richtig schönes, klassisches Hell. Und man hat ja hier eine goldgelbe Farbe im Glas, also die ist wirklich so schön wie sie schöner nicht sein könnte. Und dann gibt’s so einen weißen feinporigen Schaum, und in der Nase hat man eben diese blumigen Noten, die eben zu so einem schönen Hellen auch dazugehören. Naja, und dann sind die klassischen Malze eingesetzt, das kann man auch rausriechen. Und wenn man dann trinkt, ist das ein sehr schön ausbalanciertes Bier. Das ist richtig schön. Also jetzt könnte man ja so ein schönes Weißwurst-Frühstück machen jetzt so um diese Zeit und dazu sich eben einfach dieses Vollbier Hell gönnen. Das würde perfekt passen. Und dann kann man schon wieder noch besser in den Tag starten. Das würde ich dazu sagen. Und was mir eben auch sehr gut gefällt, da gebe ich dem Markus auch recht, dass ich auch glaube, dass man eine offene Gärung schmecken kann. Und das steht ja sogar hier auch auf der Flasche. Dann kommt ja sofort wieder der Biersommelier in mir hoch, weil ja wahrscheinlich nicht jeder dann damit was anfangen kann. Nicht jeder weiß, was eine offene Gärung ist, nicht jeder weiß, warum das so gut ist. Und dann ist doch unser schöner Beruf dazu da, eben das Bindeglied zu sein zwischen dem Kunden, dem Biertrinker und eben den Braumeister und der Brauerei. Und da würde ich jetzt dann schon wieder richtig loslegen. Du hast ja gesagt, du hast die offene Gärung schon vorgefunden, die war also schon da. Und da bist du auch komplett von überzeugt. Das sind ja alles Qualitätsmerkmale, die man auch herausstellen muss, um in diesem wahnsinnigen Wettbewerb, der existiert, auch bestehen zu können. Und Bier ist local. Das ist ja das, was ihr vormacht. Also so verstehe ich das alles. Und dann auch noch der Tannenbaum oder die Fichte oder so. Ich weiß gar nicht, ob es eine Tanne oder eine Fichte ist. Aber das ist dann auch noch mal so ein Logo ohne viel Schnörkel, Vollbier Hell original, da weißt du, woran du bist. Und jeder im Bayerischen Wald sagt: Mensch, das ist mein Bier. Perfekt!

Markus Grüßer: Genau!

Markus: Ganz kurz, wenn du es schon ansprichst, irgendwie müssen wir es ja kurz aufklären. Also offene Gärung heißt, wir haben eben offene Gärbottiche, die nicht ein geschlossenes System darstellen. Das bedeutet eben auch, dass während der Gärung das Bier oder die Würze oder das Jungbier mit der Luft in Austausch treten kann und damit eben Stoffe auch ausdampfen können, die es sonst vielleicht ein bisschen schwerer haben und insgesamt sich dadurch eben die Aromatik des Bieres durchaus anders darstellt. Ich muss sagen, ich kann mich auch gut erinnern, ich war zum ersten Mal, glaube ich, vor ungefähr zehn Jahren vor Ort. Und was ich ja so toll fand, war, wie die Brauerei sich präsentiert. Also das ist ja ein sehr stattliches Gebäude. Und vor diesem Gebäude ist wie auf so einer Terrasse so eine Art Vorbau, und da stehen diese riesengroßen Kupferkessel in einer Art Wintergarten und man kann sie von allen Seiten anschauen. Es ist total schön, wenn die Sonne scheint, strahlt das über den ganzen Ort und das wird so richtig präsentiert. Und das finde ich ganz toll. Das ist eine der für mich schönsten Brauerei-Präsentationen, die ich kenne. Und ich kann mir vorstellen, als du da zum ersten Mal vorbeigefahren bist, hat dich das auch geflasht, oder?

Markus Grüßer: Ja, definitiv! Das ist toll. Im Winter, wenn wir früh einsieden und ich fahre auf den Hof um sechs und es ist noch dunkel und drin sind die Lichter an, die Scheiben sind von innen beschlagen, das hat was Mystisches. Und Bier ist ja auch was ganz Faszinierendes mit viel Emotionen. Da gebe ich dir zu 100 % recht, Markus: Es ist faszinierend. Schräg gegenüber ist unser Getränkemarkt, und vor dem Getränkemarkt haben wir eine grüne Parkbank. Weil Grün ja neben Gelb unsere Farbe ist, haben wir eine grüne Parkbank stehen, eine große. Und ich muss gestehen, im Sommer sitze ich oft draußen mit meiner Telefonliste, mit meinen Ohrstöpseln im Ohr und mit Blick auf das Sudhaus und führe meine Telefonate. Es ist ein ganz tolles Gefühl. Und wenn wir einsieden und wenn es dann auch noch riecht und dampft, also das ist immer wieder ein Erlebnis. Und von daher, ich kann nur unterschreiben, was du sagst.

Markus: Apropos Erlebnis: Ich glaube, wir brauchen wieder ein Bier. Mit welchem wollen wir denn weitermachen?

Markus Grüßer: Was ich als nächstes vielleicht nehmen würde, aber ich habe eben mitbekommen, Markus, dass du an der Stelle so ein bisschen benachteiligt wirst, ich würde halt ganz gern unser Zwickl nehmen wollen.

Markus: Ach du, ist okay. Ist vielleicht auch ganz gut. Also zum Hintergrund für die Hörer: In meinem Paket waren ein paar mehr Flaschen Dunkel drin und dafür kein Zwick’l. Aber das macht nichts, insofern könnt ihr ja mal gemeinsam ein bisschen verkosten. Ich kann ja ein Kopfkino mitlaufen lassen. Und Zwick’l klingt ja für mich zumindest so ein bisschen nach Kellerbier, da bin ich sowieso zu Hause und kann dann, glaube ich, ein bisschen mitfühlen. Aber dann überlasse ich das mal an euch beiden. Holger, übernimm doch mal die Nummer mit dem Zwickl.

Holger: Das mache ich doch gern. Ja, Markus, dann sind wir jetzt unter uns. Das ist mir dann auch ganz recht mal. Da machen wir doch mal ein schönes Zwickl auf. Ich mach‘s mal auf.

Markus Grüßer: Du kannst ja gleich eine Beurteilung machen, ich kann ja vielleicht ein bisschen was zur Herkunft. Also auf dieser besagten Parkbank haben der Braumeister und ich gesessen vor ungefähr einem Jahr und haben gesagt: Wir möchten gerne ein Zwickl machen. Und unser Vollbier Hell ist ein P11er mit 4,8 % Alkohol. Was viele vielleicht so nicht wissen: Durch dieses Unfiltrierte, also mit Hefe wird – wie vielleicht viele, das kenne ich aus Verkostungen, denken – das Bier nicht kräftiger, sondern das wird etwas abgemildert. Und dann haben wir überlegt, was machen wir, und haben uns ganz bewusst für ein P12er entschieden, also etwas kräftiger eingebrautes Bier mit einer etwas dunkleren Farbe. Und das hat am Ende des Tages wirklich funktioniert. Aus unserer Sicht ein tolles Bier. Die Kunden haben es aus dem Stand angenommen und wir haben im Moment tatsächlich zweistellige Zuwachsraten vor Ort. Es erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Und offensichtlich war die Entscheidung, mehr Stammwürze zu nehmen bei dem Zwickl Bier, die richtige Entscheidung. Und wie schmeckt es dir denn, Holger?

Holger: Mir schmeckt es total hervorragend. Und ein Zwick’l ist ja Kellerbier und hat so eine kleine leichte Rotfärbung, also so rotgelb. Und dann eben mit den 5,2 % ist es einfach so, dass Alkohol auch ein Geschmacksträger ist, und sofort, wenn man dann von unter 5 % eben kommt und dann 5,2 % erlebt, macht das einen vollmundigen Eindruck. Und ihr habt einfach mit einem schönen hellen Malz, einem Pilsener Malz, wahrscheinlich gearbeitet, aber auch ein Münchner Malz dazu genommen, Carahell und vielleicht sogar auch noch ein dunkles Malz. Also das ist so eine richtig schöne Malz-Mischung, die einem dann begegnet. Die Hopfengabe ist dann auch ganz traditionell aus Perle, Tradition und Spalter Select. Wenn man jetzt diese ganzen Zutatennamen sich vor Augen führt, dann ist, glaube ich, schon von alleine klar, dass das so ein richtig schönes Kellerbierchen ist. Und ich muss das sagen, also mir tut der Markus richtig leid, weil ich weiß einfach, dass der Markus ein großer, großer Kellerbier-Fan ist – das ist ja ganz logisch als Oberfranke. Und jetzt dieses wirklich exzellente Zwickl nicht mit zu verkosten, ist sehr hart für ihn. Markus, lebst du noch?

Markus: Ja, noch! Es ist ein bisschen Höchststrafe, muss ich auch sagen. Aber ich hoffe mal auf deine Kollegialität, dass wir demnächst da einen Austausch machen und dann werde ich mir natürlich noch ein Fläschchen davon gönnen.

Holger: (unv. #00:16:48.9#)

Markus Grüßer: Markus, ich verspreche dir, du kriegst nochmal eine Nachlieferung speziell für dich mit Zwick’l.

Markus: Oh, ein Carepaket! Wie schön!

Holger: Ich glaube auch, dass die Leute das wirklich sehr gut annehmen, weil Kellerbier ist im Trend. Hell ist auch im Trend, aber Kellerbier ist auch im Trend. Und das Thema Weißbier und Pils geht zurück in den Zahlen. Eigentlich sind dann drei Trends da, das ist einmal das Alkoholfreie, was immer mehr auch nachgefragt wird, und eben die Kellerbiere und die hellen Biere. Da habt ihr, glaube ich, das genau richtig gemacht, habt so ein neues altes Bier, also Zwickl ist ja auch irgendwie dann auch ein traditionsreicher Bierstil, aber habt ihr gutes Produktmanagement betrieben, würde man ja sagen im Unternehmensberater-Jargon. Und dann noch auf der grünen Bank ohne Tagessatz: Super!

Markus Grüßer: Das ist immer eine relativ einfache Entscheidung sowas, weil wir sind ja wirklich 1553, alte traditionelle Brauerei. Wir sind sehr, sehr stolz auf das Handwerk, offene Gärung, lange, klassische, kalte Lagerung. Und insofern haben wir gesagt: Welchen Namen geben wir dem Produkt. Und der Brauer, für den ist ja ein Kellerbier, Markus, das wirst du sicherlich bestätigen, ein Zwickl-Bier, weil ja der Verkostungshahn im Lagerkeller an den Tanks eben der Zwickl-Hahn ist. Und deswegen haben wir gesagt: Wir nehmen natürlich den traditionellen Namen und schreiben den auch drauf. Und so ist das entstanden. Da braucht man, glaube ich, keine großen Berater dafür.

Markus: Eine interessante Sache finde ich ja noch, du hast ja schon gesagt, P12, 12 % Stammwürze, ein bisschen stärker. Das hat natürlich auch was damit zu tun, dass ihr ja relativ nah an der böhmisch-tschechischen Grenze seid. Das heißt, die tschechische Bierkultur lebt ja generell mit etwas weniger Stammwürze. Und soweit ich das verstanden habe, habt ihr sogar einen Braumeister von dort. Wie funktioniert das denn? Und wie habt ihr zueinander gefunden? Und was ist denn für ihn sein Lieblingsbier?

Markus Grüßer: Wir haben in der Tat ein sehr, sehr spannendes Brau-Team, bin ich jeden Tag stolz drauf und das macht große, große Freude. Das ist der (unv. #00:18:37.7#), ist seit 30 Jahren auch in Deutschland, kommt aus Tschechien, aus Saaz, das ist unser Biersieder. Der ist fürs Sudhaus zuständig. Der lebt Bier, der lebt diese Bierkultur. Das macht große Freude, auch auf seine Erfahrung zurückzugreifen. Und er findet das toll, was wir machen. Und unser Braumeister ist ein relativ junger Kerl, kommt gebürtig aus Regensburg, hat in kleinen mittelständischen Brauereien sein Handwerk gelernt, hat dann natürlich in Weihenstephan seinen Braumeister gemacht, wie das so ist. Und ist eine schöne Mischung aus eben studiertem Braumeister und aus Praxiserfahrung in kleinen und mittelständischen Brauereien. Der ist sehr innovativ. Das ist eine tolle Mischung aus jemand, der auch mal eine Pumpe auseinandernehmen kann, was man in so einer kleinen und handwerklichen Brauerei wie wir es sind gut gebrauchen kann. Aber auch jemand ist, der gerne tüftelt, der sich mit den Prozessen der Bierherstellung auskennt. Und vor allen Dingen, es ist ein tolles Team, auch in Zusammenarbeit mit Herrn (unv. #00:19:31.0#), mit unserem tschechischen Biersieder. Da gibt’s jetzt keine Animositäten, keinen Wettbewerb, sondern der Braumeister hört auch mal auf die 30-jährige Erfahrung von Herrn (unv. #00:19:40.0#). Und Herr (unv. #00:19:40.5#) lässt sich auch von dem jungen studierten Braumeister mal was sagen. Und ergänzt wird das Ganze – vielleicht ein kleiner Seitenhieb an unsere Kollegen – da bin ich extrem glücklich drüber, wir haben seit einem Jahr eine Brauerin aus der Region, aus dem Bayerischen Wald, die einen exzellenten Abschluss gemacht hat und sich nach ihrer Ausbildung beworben hat bei ganz, ganz vielen Kollegen und fünf, sechs Absagen bekommen hat. Wir haben sie mit Kusshand genommen, das ist eine so große Freude, ein Mädel zu erleben, die genauso Bier lebt wie die anderen. Die ergänzt dieses Team perfekt. Sie kann genauso auf dem Stapler sitzen, in der Filtration ist sie zu Hause, im Lagerkeller. Sie ist mit einem Engagement dabei und hat Ahnung und Leidenschaft und ist froh und glücklich, in einer solchen Brauerei handwerklich Bier zu brauen. Und die ergänzt unser Brau-Team perfekt. Und das macht mich jeden Tag stolz und ich bin glücklich, weil ich weiß, dass die drei super zusammenarbeiten und dass hinten nur was Tolles dabei rauskommen kann.

Holger: Das hast du wirklich ganz toll gesagt. Und ich stelle mir auch vor, dass vielleicht in deinem Umfeld die Leute auch den BierTalk hören. Und ich glaube, das ist ganz toll auch für die Mitarbeiter, wie du über dieses ganze Projekt, über deine Firma sprichst, über die Mitarbeiter. Und das finde ich sehr schön, Markus. Also will ich einfach mal sagen. Das ist auch nicht selbstverständlich, dass man so viel Wertschätzung seinen Mitarbeitern gegenüber bringt. Und das schmeckt man dann letzten Endes. Da bin ich fest von überzeugt. Absolut! Wie war das denn damals? Wollte die Brauerei keiner haben oder wieso hat die dann (unv. #00:21:07.1#) gekriegt? Oder hast du einfach am meisten bezahlt?

Markus: Da muss ich jetzt mal ganz kurz einhaken. Ihr könnt doch nicht weiterreden und ihr habt ein schönes Bier im Glas und ich habe keins. Also wir müssen vorher …

Holger: Du hast vollkommen Recht, entschuldige bitte!

Markus: … noch ein Bier aufmachen. Und zu dem, was der Markus gerade gesagt hat, fällt mir auch schlicht und einfach die Frage ein: Warum reden wir eigentlich mit ihm? Also wir könnten ja mit der jungen Brauerin sprechen? Wäre ja auch spannend. Aber gut.

Holger: Das ist wieder so ein typischer Markus. Der ist ja ein großer Frauenfreund, und ich natürlich auch, aber er im Besonderen und so. Also das ist auch vielleicht eine gute Idee. Das könnten wir machen.

Markus Grüßer: Ich kann ja mal fragen, ob sie kurz dazukommt, wenn ihr wollt?

Holger: Ein eigener BierTalk wäre fast noch besser.

Markus: Das wäre fast noch besser.

Markus Grüßer: Ja, dann los! Ja, sehr gerne!

Markus: Vorher brauchen wir jetzt noch ein Bier. Markus, wie machen wir weiter?

Holger: Jawoll!

Markus: Holger, wie du das eben gesagt hast, wir entwickeln uns jetzt gegen den Absatztrend, aber für den Geschmack. Mein Lieblingsspruch, manchmal können meine Mitarbeiter das schon nicht mehr hören: Unser Weißbier ist zum Niederknien. Ich könnte mich im Moment reinlegen, auch wenn es sicherlich etwas rückläufig ist. Wir machen ein Original Weißbier, bernsteinfarben, so wie man das in Bayern kennt. Auch nur dieses eine, natürlich kein Kristall, aber auch kein Helles, kein Dunkles, sondern nur dieses bernsteinfarbene mit sehr fruchtigen Aromen. Hier haben wir ein bisschen was verändert. Die dunkle Farbe haben wir tatsächlich jetzt, wie das sich gehört für so eine Brauerei, durch die entsprechenden Malz, durch Röstmalze, das wurde vor der Übernahme leider Gottes mit Farbebier gemacht. Das haben wir ein bisschen geändert. Wir brauen heute dieses Original Viechtacher Weissbier ein. Und bei uns ist dieser Abwärtstrend zumindest etwas gebremst. Im letzten Sommer sind wir sogar wieder leicht gestiegen, weil viele mitgekriegt haben, dass da was ganz Besonderes entsteht. Ich finde das extrem fruchtig und ich könnte mich ehrlich gesagt im Moment in unser Weißbier reinlegen. Lasst es euch schmecken!

Markus: Ja, du kannst es ja tun. Tue dir keinen Zwang an. Du brauchst nur eine Badewanne und ein paar Flaschen. Und dann kannst du das …

Markus Grüßer: Und dann geht‘s los!

Markus: … parallel ja machen. Also machen wir das mal auf. Ach, wie schön! Da sieht man auch schon, wie schön der Schaum sich entwickelt und wie fest der steht. Und untendrunter, wie du schon gesagt hast, eine richtig schöne Bernsteinfarbe. Ich glaube, das ist auch sowas, die meisten assoziieren ja Weißbier immer eher mit einem Hellen oder dann eben ein dunkles Weißbier, wo man dann sagt, ich habe dann eben sehr viele Röstaromen. Und vergessen, dass das Weißbier natürlich genau die gleiche Geschichte hat wie unser untergäriges Bier auch. Das heißt, früher war das immer eher so bernsteinfarben und eine schöne ausgewogene Mischung. Insofern ist das ja auch wirklich back to the roots und wunderbar, wie der Schaum auch oben so einen ganz festen schönen Teppich bildet, der auch richtig einlädt, da jetzt mal reinzuriechen. Ah ja! Und dann hat man so frische, ein bisschen zitrusige Aromen, dann kommt aber auch so ein bisschen was Fruchtiges rüber. Jetzt probieren wir das mal. Hm! Ein sehr weiches Mundgefühl, sehr cremig. Und auch die Malzaromatik kommt rüber, Getreide. Dann kommt wieder die Hefe, und man hat wieder so ein bisschen Fruchtigkeit. Und hintenraus hat man auch eine schöne Hopfennote. Das finde ich für ein Weißbier sogar ganz schön selbstbewusst. Und ist aber auch gut, weil es dann dem so ein bisschen diese Fülle nimmt, die ja oft sehr sattmacht bei einem Weizen. Und hier räumt es dann im Mund wieder so ein bisschen auf und man ist dann wieder frisch für den nächsten Schluck. Und nachdem der Holger ja vorhin schon von Weißwurst-Frühstück gesprochen hat, da könnte man das zweite Paar ja dann mit diesem Bierchen probieren.

Holger: Da bin ich auch der Meinung. Auf jeden Fall!

Markus: Wie ist das denn überhaupt so in Niederbayern? Gibt’s denn da große Bierfeste, Bierveranstaltungen? Seid ihr da irgendwie präsent? In der Zeit, in der du jetzt schon da warst, gab‘s sowas, plant ihr solche Dinge oder seid ihr woanders in Deutschland unterwegs?

Markus Grüßer: Vor Ort sind wir sehr stark im Festgeschäft. Es gibt viele große Feste bei uns, angefangen vom Volksfest in Viechtach, bis hin zum Bürgerfest. Das hat sich seit vielen, vielen Jahren hier etabliert. Das geht über drei Tage. Da kommen dann auch tatsächlich viele Leute aus der Region hin bis Deggendorf bis Straubing. Da haben wir hier wirklich über 100.000 Besucher an drei Tagen. Es gibt ein ganz traditionelles Fest, das Heimatfest in Kollnburg. In Sankt Engelmar gibt’s viele Feiern, Prackenbach. Also im Umfeld hier gibt’s ganz, ganz viele Feste. Die Tradition der Feuerwehrfeste ist hier wirklich sehr etabliert. Und natürlich in unserem näheren Umfeld sind wir, nicht auf allen, aber auf sehr, sehr vielen Festen präsent. Und es macht uns auch natürlich große Freude, weil da kann man Tradition leben. Und unser Logistikleiter, der kommt aus dem Nachbarort, der hat im Nebenberuf Pferdefuhrwerke und Pferde. Der ist unter anderem auch beim Einzug auf der Wiesn in München dabei. Der hat natürlich auch ein Fuhrwerk für uns, mit dem wir auch unterwegs sind. Da wird dann wirklich klassisch bayrische Tradition gelebt. Und der Preuß hat sich natürlich auch entsprechend ausgestattet mit Lederhosen und Tracht, das macht dann auch Spaß.

Markus: Also direkt aus der Weißbier-Badewanne in die Lederhose. Wunderbar! Dem Holger vorhin habe ich ja seine Frage abgewürgt. Also insofern, das müssen wir natürlich noch beantworten, wie das so war, als du da angekommen bist. Bist du da eher der Erlöser gewesen oder eher der Prophet? Oder wie war das?

Markus Grüßer: Den Zuschlag haben wir tatsächlich deswegen bekommen, weil wir als Einzige dann zum Schluss ein Konzept vorgelegt haben zum Erhalt des Standortes. Leider Gottes war es so, dass der alte Eigentümer, der Richtung, Ende 80 ging, die letzten zehn Jahre nicht mehr viel gemacht hat. Also wir hatten einen erheblichen Sanierungsstau. Einen Großteil davon haben wir in 2019 schon aufgelöst. Aber vor dem Hintergrund gab es viele, die wollten die Markenrechte haben. Wir haben eine extrem starke Fangemeinde und das Bier hat einen sehr, sehr guten Ruf hier vor Ort. Und der ein oder andere Brauer wollte davon partizipieren, indem er die Marke übernimmt. Wir haben ein sehr tolles Grundstück. Wir haben also Innenstadtlage, es sind nur 300 Meter bis zum Stadtplatz mit 6000 Quadratmeter. Markus, du hast es eben gesagt, sehr repräsentativ. Also die Assets letztendlich sind relativ wertvoll. Und da waren natürlich viele, die darauf aus waren. Und wir haben halt den Zuschlag gekriegt, weil wir gesagt haben: Nein, für uns sind nicht die Assets im Vordergrund, sondern die Tradition, das Unternehmen und der Brau-Standort. Insofern natürlich erstmal ein Stück weit Erleichterung. Aber natürlich bin ich auch skeptisch beäugt worden die ersten anderthalb, vielleicht auch zwei Jahre, wo man geguckt hat: Was macht er denn jetzt? Also es gab Wochen, da waren wir zwei, drei Mal in der Zeitung. Also wirklich jeder Schritt ist beäugt worden, jede Aktivität, jede Veränderung ist analysiert worden. Insofern war das keine einfache Zeit. Ich finde es aber gut, wenn man so in der Beobachtung steht, dann ist das auch die eigene Motivation, für mich und die Mitarbeiter, immer das Beste zu geben. Wir haben ja gerade Weißbier getrunken. Die Umstellung war nicht so ganz einfach. Wenn du jetzt plötzlich die Rezeptur von so einem Bier komplett veränderst, indem du Farbebier rausnimmst und sagst, wir möchten die gleiche Farbe und einen ähnlichen Geschmack wieder erzeugen, aber mit natürlichen Rohstoffen, mit Röstmalz, und hast jetzt keine Computeranlage, sondern machst das handwerklich, dann musst du dich da rantasten. Das heißt, wir hatten so zwei, drei Sude von unserem Weißbier, die jetzt weder unserem Anspruch noch dem Anspruch unserer Kunden gerecht waren in 2019. Das war kein einfacher Sommer mit unserem Weißbier und mit unseren Kunden. Wir haben dort aber sehr große Transparenz gezeigt. Wir haben den Leuten gesagt und gezeigt, was wir machen. Wir haben die Brauerei geöffnet. Das war vorher auch nicht. Wir haben also zu Besichtigungen eingeladen. Wir haben zu Veranstaltungen eingeladen. Wir haben die Leute in die Brauerei geholt. Wir waren sehr transparent. Und das hat uns am Ende des Tages geholfen. Das Weißbier, ich denke mal, es schmeckt euch auch, ist ein tolles Ergebnis geworden. Und inzwischen sehen die Leute, was wir tun. Die sehen unser Engagement, unsere Bemühungen und haben, glaube ich, insofern auch den Preuß akzeptiert und finden es gut, dass er sich so für ihre Kultur, ihre Brauerei einsetzt. Und insofern glaube ich, bin ich aufgenommen.

Markus: Na, das hört sich doch wunderbar an. Und ich muss sagen, ich habe schon wieder Durst bekommen. Also ich glaube, wir müssen noch ein Bier verkosten. Wohin magst du uns denn jetzt entführen? Ich gebe dir mal die Wahl zwischen Dunkel und Bock.

Markus Grüßer: Dann würde ich mich, auch wenn der Dunkel eines der Lieblingsbiere unseres Braumeisters ist, als gebürtiger Regensburger ist er da so ein bisschen im Wettbewerb mit dem Dunkel-Qualitätsführer von der Bischofshof. Aber ich würde mich trotzdem gerne für den Bock entscheiden. Weil wir haben jetzt drei sehr traditionelle Biere gehabt, ein Vollbier Hell, der Zwickl und das Weissbier. Und wir haben mit dem Bock so ein bisschen versucht, auch unsere innovative Seite zu zeigen. Ihr werdet es gleich, glaube ich, schmecken, es ist jetzt kein klassischer Bock, nicht so mastig, schwer, süßlich, wo man dann nach dem zweiten oder vielleicht dritten Bock, wenn man so viel trinkt, schon so einen leichten Pelz auf der Zunge kriegt. Sondern wir haben gesagt, wir probieren mal was anderes aus. Wir haben Spezialmalzen verwendet, zum Beispiel Red X. Er hat eine schöne rötliche Farbe. Und wir haben ihn kalt gehopft. Mit zwei verschiedenen feinsten Aromahopfen ist er kalt gehopft. Wir empfehlen auch immer, ihn aus einem Sommelier-Glas oder aus einem Weinglas zu trinken. Weil er hat ein sehr fruchtiges, ein sehr frisches Aroma und schmeckt im Gegensatz zu den klassischen Blockbieren aufgrund dieser Kalthopfung sehr frisch und verhältnismäßig leicht. Insofern lasst euch überraschen und lasst es euch schmecken.

Markus: Also „Frühling im Woid“ steht drauf. Holger, ich glaube, das ist was für dich.

Holger: Unbedingt! Also Bockbiere, und wir sind ja jetzt auch richtig in der Bockbierzeit, Flüssiges bricht das Fasten ja nicht. Ja, herrlich! Ganz herrlich! Sehr schön! Das mag ich.

Markus: Und tatsächlich, es ist ein ganz anderer Geruch, als man ihn jetzt erwarten würde. Wenn man sich das Ganze anschaut, dann sieht man natürlich diese wunderbare Farbe, die von dem Red X auch kommt. Das ist ja ein tolles Malz, mit dem man wirklich richtig schöne Rottöne ins Bier hineinbekommen kann. Und hier ist das wirklich ganz perfekt ausgeführt, also die Farbe ist fantastisch. Dann hat man oben drüber auch so einen schöngetönten Schaum, der auch wieder sehr, sehr gut und lange sitzt. Und wenn man jetzt aber reinriecht, dann auf einmal kommen einem wirklich diese Hopfennoten entgegen. Das heißt, da sind wir bei tropischen Früchten, da sind wir bei der Ananas, bei der Mango, ein bisschen Litschi, also sehr, sehr interessanter Cocktail. Durchkommt dann noch so ein bisschen Honigaroma, ein bisschen was vom Getreide und auch eine relativ frische Note. Jetzt probiere ich das mal. Fein! Dann kommen noch so ein bisschen rote Beeren, auch schön. Und dann kommt so der Mandarina Bavaria durch, der so ein bisschen eben, wie der Name schon sagt, Mandarine, Orange, Zitrusnoten hat. Und wie du schon gesagt hast, es ist jetzt auch nicht der klassische mastige Bock, wo man dann sehr viel Körper hat, sondern das ist relativ schlank, trinkt sich dann auch gut weg. Hat eine schöne Bittere und ist wirklich ein ganz spannendes Getränk. Also finde ich, habt ihr toll hinbekommen, und ist in der Tat mal ganz was Anderes. Wie kommt das bei den Leuten an? Trifft das die Erwartungen oder gibt’s da auch so ein bisschen Widerstreit?

Markus Grüßer: Wir machen ihn jetzt das dritte Jahr. Wir haben also gleich in 19 angefangen. Und nach der Übernahme Ende 18, da war so ein bisschen die Skepsis da: Was machen die denn jetzt, ein neues Getränk? Dann ist das die 0,33er Euro-Flasche. Wir bieten den Bock in einer Holzkiste an mit 12 Flaschen. Und was machen die denn da jetzt? Dann hat das Produkt auch seinen Preis: Die Kiste kostet 20 Euro. Wir haben aber gleich einen Bockbier-Anstich gemacht in der Brauerei, insofern war die erste Schwelle gebrochen. Und wenn ich jetzt springe in dieses Jahr, die Leute konnten es kaum erwarten, wir haben schon 14 Tage vor der Einführung, das ist ein saisonales Produkt, wird ein Sud eingebraut und wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Also schon drei Wochen vor dem Verkauf waren die ersten Anfragen da im Netz, im Markt, überall: Wann kommt denn der Pfahlbock wieder? Die Freude ist groß und wir haben also letzte Woche Samstag den Verkauf gestartet. Das ging zu wie das Brezeln-Backen bei uns. Also von daher. Es gibt den ein oder anderen, der sagt: Ihr macht tolle Biere, ich bin eher der klassische Bockbiertrinker. Für den ist das nichts. Aber neun von zehn Leuten sind begeistert von diesem etwas anderen Bock, von dieser Frische und der Leichtigkeit. Und von daher glaube ich, haben wir alles richtig gemacht.

Holger: Markus, sag doch mal was zum Namen, also Gloana Pfahlbock und Frühling im Wald.

Markus Grüßer: Frühling im Wald ist relativ einfach, weil es natürlich der Frühlingsbock ist. Kommt Ende Februar dann raus. Und da wir, Viechtach, mitten im Bayerischen Wald liegen, ist natürlich Frühling im Wald klar, selbsterklärend. Wir haben hier einen Wanderweg, wir liegen direkt an der B 85, und wenn wir in Viechtach die B 85 in Richtung Schwandorf fahren, kommt direkt 100 Meter hinter Ortsausgang ein Tourismus-Parkplatz und da ist ein Wanderweg, und der führt am großen und am kleinen Pfahl vorbei. Das ist also ein Gebirge, das sich hier langzieht durch diese Region. Und wie gesagt, zwei Erhöhungen, eine etwas größere, eine etwas kleinere, sind direkt in Viechtach. Und da das die kleine Flasche ist, die kleine 0,33er Flasche, haben wir natürlich gesagt, das ist nicht der große Pfahl, sondern der gloane Pfahlbock. Und insofern, so ist der Name entstanden.

Holger: Und dann ist er auch noch kaltgehopft. Das gibt ihm ja diese Frische.

Markus Grüßer: Genau! So ist das.

Holger: Sehr schön!

Markus: Holger, eigentlich müsstest du an dem Pfahl schon entlanggewandert sein, weil du bist schon mal von Vilshofen nach Pilsen gelaufen, und das ist ja ziemlich in der Nähe von Viechtach.

Holger: Ja, absolut! Also kurz zur Erklärung. Das ist wirklich eine ganz unglaubliche Geschichte, die muss ich noch zum Besten geben. Es war so, ein Pilsner Urquell hatte so ein Wettbewerb ausgelobt, dass eben Bierbegeisterte einen Joseph-Groll-Weg laufen können. Es gibt ja den Jakobsweg und es ging jetzt darum, den Josephs-Weg ins Leben zu rufen. Und die Geschichte, die ging so, und das ist jetzt wirklich die Wahrheit. Da war Stau auf der A3 und ich musste abfahren. Also es war eine echte Vollsperrung. Und war dann irgendwie südlich von Würzburg, sind wir dann so über die Dörfer gefahren, und da ging dann auch nichts mehr. Und dann gucke ich halt so, ich weiß gar nicht mehr, auf Facebook oder im Internet irgendwie, also gucke so auf meinem Handy und scrolle das so durch und sehe also diese Ausschreibung. Und da war dann so ein Plakat am Straßenrand, da, wo ich gerade stand. Und da war so eine junge Frau abgebildet, die hat so ganz lecker Mineralwasser getrunken. Aber wenn man sich dann so davorgestellt hatte, dann sah das so aus, als würde die einen so richtig anlächeln. Und dann bin ich also wirklich in diesem Stau ausgestiegen, habe mein Foto gemacht, bin wieder eingestiegen und habe mit dem Foto die Bewerbung abgeschickt. Und dann wurde ich ausgewählt und habe dann mit einem jungen Studenten aus Weihenstephan, der Braumeister lernt, wir beide sind dann 180 Kilometer von Vilshofen nach Pilsen gelaufen und sind dann auch bei dir durch die Region gelaufen. Und wir haben dann immer Handwerksbetriebe aufgesucht, also zum Beispiel auch Glasbläser da in der Region um Zwiesel, und dann eben natürlich auch auf tschechischer Seite, und haben denen dann immer so ein Blech-Emaille-Schild dann an die Hauswand geschraubt und haben da Fotos gemacht. Wurde dann alles begleitet von einer Marketingagentur, Conceptbakery hieß die. Und das war eine unglaubliche Reise für mich. Also das war echt super. Und jetzt hat mich einer gestern erst noch angeschrieben in einem Zusammenhang auch mit einem BierTalk, mit dem Randolf Jorberg. Und das war eben der Leiter dieser Marketingagentur und hat dann gesagt: Mensch, Holgi, weißt du das noch? Und ich habe dann gesagt: Mensch, ich kann mich noch sehr gut erinnern und das Tollste war eben unser gemeinsames Doppelzimmer.

Markus: Jetzt sind wir fast wieder in der Badewanne angelangt. Unglaublich! Eine Frage hätte ich noch zum Abschluss. Du hast vorhin in der Einleitung schon gesagt, es gab den Brandenburger Bierkrieg, wo du auch eine entscheidende Rolle gespielt hast. Und das würde mich noch interessieren. Vielleicht kannst du das nochmal kurz zusammenfassen: Worum ging‘s denn da? Und hast du diesen Krieg gewonnen?

Markus Grüßer: Ich habe den nicht zu Ende geführt. Aber direkt nach der Wende, es gibt eine Brauerei im Spreewald, nämlich die Klosterbrauerei Neuzelle, ganz auch traditionell, offene Gärung, Thema hatten wir ja schon, das werdet ihr wissen. Die Schwarzbiere in den neuen Bundesländern waren, weil das eine Tradition ist, die auch aus Osteuropa gekommen ist oder kommt, alle mit Zuckerzusatz. Wer zum Beispiel mal in Prag war und das U Fleků besucht hat – ich meine, ihr beide werdet es sicherlich kennen – dort wird das bis heute auch so gemacht, da wird Schwarzbier ausgeschenkt mit ein wenig Zuckerzusatz. Und alle Brauereien in den neuen Bundesländern haben vor der Wende Schwarzbier mit Zucker gemacht. Auch ein Köstritzer ist vor der Wende mit Zucker gemacht worden. Das ist halt das, womit die Leute großgeworden sind. Und dann nach der Wende, eben Köstritzer von Bitburger, viele Brauereien sind gekauft worden und haben gesagt, wir müssen Reinheitsgebot machen. Und die Brauerei ist relativ spät dann verkauft worden. Und dann hatten wir schon 1991, und der, der die Brauerei gekauft hat, dem sie bis heute gehört, kommt aus Rosenheim, ein Bayer. Der wollte dann natürlich helle Biere machen. Und der damalige Geschäftsführer und ich, wir haben dann gesagt: Mensch, das ist sicherlich nicht Reinheitsgebot, aber die Menschen sind halt 40 Jahre mit dem Geschmack Schwarzbier mit Zucker großgeworden. Warum machen wir das nicht einfach weiter? Und dann hat es ein bisschen Überredung gekostet bei dem Eigentümer, der war zu dem Zeitpunkt nicht so involviert in die Brauerei, hat sich um vieles andere gekümmert. Und dann haben wir das gemacht und wir waren eine Zeit lang die einzigen, die das gemacht haben. Und plötzlich ist da richtig was losgegangen. Also, als wir da angefangen haben, haben wir so 12.000, 13.000 Hektoliter gemacht, und als ich dann weg bin, fast fünf Jahre später im letzten Jahr haben wir über 60.000 Hektoliter (unv. #00:37:28.4# verteilt?) mit diversen Preiserhöhungen. Und das hat was damit zu tun, dass die Menschen gemerkt haben: Da gibt es noch einen, der braut das. Aber jetzt das Thema zum Bierkrieg. Es ist natürlich dann irgendwann das Ordnungsamt gekommen und dann ging das so langsam los. Es stand natürlich Schwarzbier drauf und das durfte es nicht, weil nicht reinheitsgebotskonform. Dann haben wir uns dagegen zur Wehr gesetzt und so weiter. Und als ich dann weg bin, hat der Eigentümer, dem das auch jetzt noch gehört, der Helmut Fritsche, das fortgesetzt, und zwar so lange, bis er dann in Leipzig beim Bundesverfassungsgericht ein Urteil bekommen hat, das heute für viele ausschlaggebend ist in der Branche, wonach, wenn du eine historische und traditionelle Rezeptur hast, ein sogenanntes besonderes Bier, nachweisbar, dass es schon immer so ist oder was auch immer, dann darfst du heute, auch wenn es nicht Reinheitsgebot ist, auch Bier nennen nach diesem Urteil vom Bundesverfassungsgericht, das eben dann wegen der Klosterbrauerei Neuzelle damals ausgesprochen worden ist. Und da hat dann der Helmut Fritsche auch ein Buch dazu geschrieben unter dem Namen „Brandenburger Bierkrieg“. Der Spreewald liegt natürlich in Brandenburg, deswegen Brandenburger Bierkrieg. Und man kann das auch googeln, man kann das nachlesen. Ich finde das toll, dass der Herr Fritsche das dann auch fortgesetzt hat, auch sich dafür eingesetzt hat und das bis eben zum Verfassungsgericht durchgefochten hat. Und das hat heute für viele Brauer eben Auswirkungen, weil, wenn man eine solche historische Rezeptur hat oder ein solches besonderes Bier hat und das wieder machen möchte oder schon immer gemacht hat, darf man das eben aufgrund dieses Urteils heute in Deutschland Bier nennen, auch wenn es nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut ist. Und das fand ich eine spannende Zeit und dass ich da einige Jahre Teil dieser Geschichte sein konnte, finde ich bis heute sehr spannend. Also von daher.

Markus: Wunderbar! Finden wir auch sehr spannend und danken dir auf jeden Fall für die tollen Biere, für deine Zeit, für die spannenden Geschichten und freuen uns natürlich schon auf die Fortsetzung dann mit deiner Mitarbeiterin. Wobei du natürlich da auch sehr gerne nochmal mit dabei sein darfst. Dann können wir ja die anderen Biere in Angriff nehmen, die wir heute nicht geschafft haben. Holger, magst du noch ein Schlusswort formulieren?

Holger: Naja, also für mich spannende Geschichte. Und da kann man mal wieder sehen, wie man sich da vertun kann. Normalerweise denkt man, so ein Diplom-Kaufmann, der zählt halt nur die Erbsen und ist ansonsten ziemlich emotionslos. Aber wenn er dann aus dem Rheinland kommt, dann bringt er natürlich die Emotionen mit und kann dann auch so einen tollen Brauerei-Standort, der schon im 16. Jahrhundert begründet wurde, eben wiederbeleben und zum Erfolg führen. Und ich wünsche dir, Markus, weiterhin da alles Gute und auch eurem ganzen Team alles Gute, und dass eben auch Corona euch nicht irgendwie zu sehr belastet, sondern dass das alles in einem guten Fahrwasser bleibt und weitergeht. Und ich freue mich schon darauf, dich zu besuchen. Danke schön für deine Zeit und es war eine tolle Sache. Danke!

Markus Grüßer: Ich habe auch zu danken, Holger und Markus. Es war sehr, sehr spannend, sehr schön. Euch und euerm Podcast alles Gute! Und ich freue mich, wenn ihr uns alle beide mal hier besucht in Viechtach.

Markus: Das machen wir. Wunderbar! Danke schön!

 

BierTalk – der Podcast rund ums Bier.

Alle Folgen unter www.biertalk.de

Mehr lesen

Jahreshauptversammlung des Vereins Bierland Oberfranken

Oberfränkische Bierkönigin Sabrina Lang / Kooperation mit VGN Nürnberg Sie war am 18. November das Highlight, und der im Originalzustand der 50er Jahre befindliche Saal der Becher-Bräu in Bayreuth bot…

„Wir lieben Schäuferla!“

Das fränkische Nationalgericht begeistert die Italiener Mailand/Bayreuth/Pegnitz/Hallerndorf. Die Mailänder Kunsthandwerksmesse ist mit drei Millionen Besuchern innerhalb von zehn Tagen die größte derartige Messe der Welt. Bereits zum elften Mal dabei:…