In dieser Folge treffe ich mit Janis, Jannis und – zumindest im Geiste – Emma Püls drei Brau-Azubis, die gerade mit viel Leidenschaft ihren Weg in die Bierwelt gehen. Zwischen Kulmbacher Brauerei, Braumanufaktur Hertl und Kaiserdom erzählen sie, wie unterschiedlich ihre Wege zum Bier waren und wie sie sich in der Brauerschule als Team gefunden haben, um gemeinsam etwas Besonderes zu brauen. Herausgekommen ist ein fassgereiftes Imperial Stout mit Amburana- und Eichenholz, das nicht nur auffällt, sondern beim Schulprojekt sogar den dritten Platz geholt hat. Wir sprechen über große Industrie und kleines Handwerk, über Bierleidenschaft, Berufung und darüber, warum gerade junge Leute der Braukultur so gut tun. Eine schöne, ehrliche und sehr motivierende Folge über den Brauernachwuchs von heute – und vielleicht die Brauereien von morgen.
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BierTalk – Gespräche über und beim Bier.
Markus: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Biertalk. Heute freue ich mich sehr, weil es natürlich wie immer etwas Besonderes ist – aber diesmal auch etwas ganz Neues: Ich habe zwar zwei physische Gäste hier, aber eigentlich sogar drei. Darüber reden wir gleich noch ein bisschen. Das sind alles Leute, die gerade ihren Aufbruch in die Brauwelt machen, und ein kleines bisschen durfte ich dabei sogar schon Teil des Weges sein. Also: Ich freue mich sehr. Die beiden Janisse sind heute hier bei mir im Büro. Sagt doch vielleicht einfach mal ganz kurz etwas zu euch selbst.
Janis: Hi, ich bin der Janis mit einem N und Azubi im dritten Lehrjahr zum Brauer und Mälzer bei der Kulmbacher Brauerei. Für die Brauerlehre bin ich nach Oberfranken gezogen. Ich komme ursprünglich aus Dinslaken im Ruhrgebiet. Bier zu verkosten und mich mit Braukultur auseinanderzusetzen, war schon immer eine Leidenschaft von mir. So habe ich schließlich auch zum Brauerberuf gefunden. Jetzt habe ich die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen – und das macht auf jeden Fall sehr viel Freude.
Markus: Cool, schön zu hören.
Jannis: Ich bin der Jannis mit zwei N. Ich komme ursprünglich aus Oberbayern, bin vor ein paar Jahren zum Studieren hierher gezogen, habe dann meinen Biersommelier gemacht und darüber den Weg in den Brauerberuf gefunden. Jetzt bin ich bei der Braumanufaktur Hertl angestellt und ebenfalls im dritten Lehrjahr.
Markus: Größer könnte der Spagat ja eigentlich nicht sein. Auf der einen Seite die Kulmbacher Brauerei – mehr oder weniger der größte Laden, den wir hier in Franken haben – und auf der anderen Seite David mit der „kleinsten und geilsten“ Brauerei. Darüber reden wir gleich noch ein bisschen. Und dann haben wir ja quasi auch noch Emma mit dabei – euer drittes Teammitglied sozusagen. Wer möchte denn kurz etwas zu Emma sagen?
Jannis: Emma ist eine Klassenkameradin von uns, die bei Kaiserdom hier in Bamberg arbeitet, heute aber leider Dienst hat. Deshalb kann sie nicht physisch bei uns sein – aber psychisch und im Geiste ist sie auf jeden Fall dabei.
Janis: Genau.
Markus: Und wenn wir sagen, ihr seid zu dritt: Was bringt euch als Gruppe eigentlich zusammen? Warum seid ihr eine Gruppe?
Jannis: Wir saßen gleich von der ersten Stunde an nebeneinander – sehr zum Ärger unserer Lehrerin. Dann haben wir gesagt: Okay, wir haben keine Lust, irgendein normales Bier zu brauen, sondern eher etwas Ausgefalleneres. So haben wir uns zusammengefunden. Wir hatten immer eine ähnliche Richtung im Kopf, und so hat das eigentlich von Anfang an gut funktioniert.
Janis: Vielleicht noch kurz als Hintergrund: Im dritten Lehrjahr brauen wir als Schulprojekt unser eigenes Bier. Das komplette Rezept denken wir uns selbst aus und setzen es auf der Schulanlage um. Das ist quasi das Bierwerk – nur als Einordnung für das Projekt.
Markus: Es sind also immer kleinere Gruppen, die sich zusammenfinden, um gemeinsam ein Bier zu machen. Und heißt das dann wirklich: vom Rezept bis zur endgültigen Umsetzung? Oder gibt es dabei bestimmte Vorgaben?
Jannis: Ich glaube, es muss sich nach den Stilistiken des European Beer Star einordnen lassen, was im Grunde sehr viel erlaubt. Und es muss natürlich realistisch umsetzbar sein. Ein Barley Wine, den wir fünf Monate lagern müssten, wäre zum Beispiel schwierig, wenn wir insgesamt nur drei Monate Zeit haben.
Markus: Das stimmt. Aber ansonsten ganz obergärig, untergärig, was auch immer.
Jannis: Ich glaube, mit Brett wären sie nicht so glücklich gewesen.
Markus: Aber das ist ja schon mal schön zu hören, denn viele Brauer haben mir früher erzählt, dass sie auf der Brauerschule mehr oder weniger nur gelernt haben, eine Art Pils herzustellen. Von so etwas wie Brettanomyces oder anderen Mikroorganismen hätten sie dagegen wenig gehört – höchstens im Zusammenhang mit Fehlaromen. Das hat sich also ein bisschen geändert, oder?
Jannis: Ein bisschen, ja. Wir haben die Bierstile zwar grob durchgenommen, aber so richtig mal ein Brettbier gebraut haben wir eigentlich nicht, oder?
Janis: Ne, haben wir nicht.
Jannis: Kann sein, dass wir mal etwas probiert haben?
Janis: Also im schulischen Rahmen, weiß ich jetzt gar nicht. Privat schon mal.
Jannis: Ich glaube, ich hatte privat mal ein Lambic zum Probieren dabei.
Janis: Das kann sein. Und wir hatten einmal doch so ein Fass probiert, aber ich glaube, das war nicht sauer on purpose. Ich glaube, das ist einfach gekippt gewesen. Also das war, glaube ich, auch alt.
Markus: Okay, so etwas kommt ja auch vor. Dann an dieser Stelle noch einmal der Aufruf, falls Lehrende zuhören: Es wäre natürlich toll, wenn man den Horizont da von Anfang an ein bisschen erweitern würde. Apropos Horizont erweitern – wir reden hier über Bier und haben noch keins im Glas. Ihr habt euren Sud mitgebracht, darauf bin ich schon sehr gespannt; darüber reden wir auch gleich. Aber um den Spannungsbogen hochzuhalten, dachte ich mir, wir probieren vorher vielleicht noch zwei andere Biere. Ich hatte vor Kurzem einen Freund aus Litauen hier zu Gast, und der hat eine ganze Ladung Biere mitgebracht, die alle interessant heißen und aussehen, aber nicht besonders viel darüber verraten, was sie eigentlich sind. Also: Mit welchem wollen wir anfangen? Habt ihr euch schon eins ausgesucht?
Jannis: Ich glaube, der stärkste Kontrast wäre das Fruited Sour Beer – gerade im Vergleich zu unserem.
Markus: Na dann mach in der Hoffnung, dass es nicht schäumt. Tut es nicht.
Janis: Einmal hier perfekt
Markus: und einmal hier,
Janis: Einmal
Markus: hier und einmal hier. Ich schaue mal, was man auf der Flasche herausfinden kann. Also „Fruit Sour“ steht drauf, und ansonsten lese ich da etwas wie „Aronijų“ – das hat vermutlich mit Aronia zu tun. Viel weiter komme ich mit meinem Litauisch aber ehrlich gesagt nicht. Ich schaue mal, ob irgendetwas auf Englisch draufsteht. Nein. Wir haben sieben Prozent Alkohol und noch zweieinhalb Monate Haltbarkeit – immerhin. Na dann probieren wir das mal. Prost, Männer! Wenn ihr an der Brauerschule Biere verkostet: Geht das nach einem bestimmten Duktus? Wie bringt man euch das bei? Oder geht es eher einfach ums Probieren?
Janis: Ich glaube, es kommt immer sehr darauf an, was man verkostet und wann.
Markus: Also während des Unterrichts, sage ich jetzt mal – dass man danach verkostet, ist mir auch klar.
Janis: Also wir verkosten manche Biere schon in einem professionelleren Rahmen, also wirklich in Verkostungsgläsern. Dann macht man sich länger Gedanken, riecht intensiver daran und schaut sich das Bier genauer an. Natürlich wird in der Brauerklasse auch mal einfach so verkostet – eher als Mittel zum Zweck. Am spannendsten ist es aber immer, wenn man die eigenen Sachen probiert oder das, was die anderen Lehrjahre gemacht haben. Dann geht es wirklich darum: Wie ist das Bier geworden? Was kann ich verbessern? Was gefällt mir daran? Was haben wir gut hinbekommen? Da setzt man sich viel intensiver damit auseinander. Wenn jemand etwas aus seiner Brauerei mitgebracht hat, das man vielleicht schon kennt, wird das natürlich auch verkostet – aber das ist noch einmal etwas anderes als das eigene Produkt.
Markus: Und da hat man wahrscheinlich auch eine klare Erwartungshaltung, wo man weiß, das jetzt zum Beispiel das Kulmbacher Pilz oder so, dann habe ich ja schon irgendwie eine klare Idee.
Janis: Im letzten oder vorletzten Block haben wir tatsächlich alkoholfreie Biere verkostet. Dabei haben wir uns angeschaut, welche Unterschiede es etwa zwischen gestoppter Gärung und thermischer Entalkoholisierung gibt. Wir hatten zum Beispiel auch das alkoholfreie Rauchbier von Klosterbräu dabei. Außerdem waren alkoholfreie Weizen und Kellerbiere vertreten, damit wir eine möglichst breite Palette verschiedener alkoholfreier Biere vergleichen konnten – sowohl zwischen den Stilen als auch in der Art der Entalkoholisierung.
Markus: Wir kommen gleich noch auf unser Bier zu sprechen, aber das finde ich jetzt gerade ganz interessant. Mir persönlich gefällt das alkoholfreie Rauchbier von Klosterbräu wirklich ziemlich gut, trinke ich auch selber ganz gern und fand ich auch ganz spannend, wie man sich dieser Challenge so ein bisschen gestellt hat, nachdem es ja Rauchbier in Bamberg schon zweimal sehr gut gibt und auch Schlenkerler ja schon zumindest im niedrigalkoholischen Bereich was macht und sich da zu positionieren, fand ich toll. Wie kam es bei euch so an?
Jannis: Ich war an dem Tag krank, so
Markus: kann man sich auch aus der Affäre ziehen.
Jannis: Okay, aber prinzipiell: Ich glaube, mit welcher Gärung haben sie das gemacht?
Markus: Das müsste entalkoholisiert sein, weil es ja ist, soweit ich weiß.
Janis: Ja, das ist glaube ich.
Jannis: Ja, ich glaube, wenn man offen für alkoholfreie Biere ist und Rauchbier mag, kann das tatsächlich eine super Alternative sein. Ich bin sowieso Fan von alkoholfreien Bieren. Ich trinke zum Beispiel unglaublich gern die Biere von Kehrwieder und probiere mich da fleißig durch, sobald ich etwas Neues bekomme. Auch das alkoholfreie Kriek von Lindemans ist, glaube ich, hervorragend geworden. Und ich denke: Wenn auch eher traditionelle, konservative Brauereien in diese Richtung gehen, kann das eigentlich nur ein Gewinn sein.
Markus: Wie hat es dir geschmeckt?
Janis: Ich finde es eigentlich auch ganz gut. Ich bin sowieso Rauchbier-Fan – vor allem, seit ich in Oberfranken wohne. Mein erstes Rauchbier fand ich allerdings furchtbar. Aber nach zwei oder drei, wenn man sich ein bisschen durchprobiert hat und nicht nur Märzen vom Schlenkerla kennt, habe ich mich dem Stil sehr geöffnet. Deshalb finde ich es auch cool, dass es da eine alkoholfreie Alternative gibt. Die ist wirklich nicht schlecht. Grundsätzlich habe ich mich generell stärker in Richtung alkoholfreies Bier geöffnet und probiere da mehr. Einfach auch, weil ich für mich privat eine kleine Palette an Bieren haben möchte, auf die ich zurückgreifen kann, wenn ich mal keinen Alkohol trinken will. Das Rauchbier ist zu Hause zwar noch nicht eingezogen, aber ich trinke zum Beispiel ziemlich gern das Guinness 0,0, und ich finde auch die alkoholfreien von Maisel & Friends toll.
Markus: Das finde ich total spannend. Ich war damals in Dublin, als Guinness das alkoholfreie zum ersten Mal präsentiert hat. Es war schon krass: Wir haben das alkoholfreie und das normale Guinness direkt nebeneinandergestellt, und es war wirklich schwer, den Unterschied auf Anhieb herauszuschmecken. Erstaunlich, wie sie das hinbekommen haben. Aber vielleicht noch kurz für unsere Hörerinnen und Hörer: Wir haben bisher nur den Namen des Biers genannt, und der sagt ja noch nicht so viel. Möchte einer von euch sich der Sache mal ein bisschen nähern – oder soll ich das machen?
Jannis: Probier du es – das Pale Ale ist ein bisschen schwieriger.
Markus: Wie schaut es denn überhaupt aus? Wir können ja mal so anfangen. Mir schmeckt,
Janis: also ich finde es gut, dass das nicht so super sauer ist. Also es ist sehr abgerundet, sehr weich. Also es hat dennoch trotzdem diese markante saure Note, aber es ist jetzt nicht so sauer, dass es einem das Gesicht verzieht. Das ist so ein bisschen in die
Markus: Richtung Kirsche auf jeden Fall. Man sieht es ja auch schon. Also es hat schon so ein richtig schönes, man könnte ja fast sagen Kirschrot. Also das schaut fast schon künstlich aus, wobei ich das nicht vorwurfsvoll meine, sondern einfach ein richtig schönes Rot und man sieht es auch am Schaum, der ist auch leicht rot.
Jannis: Also das passt gut zusammen Richtung rosa fast sehr feinporig auf jeden Fall und
Markus: für sieben Prozent auch guten Schaum, muss man auch sagen. Und dann, wie du schon sagst, sehr kirschig, sehr fruchtig und die sieben Prozent
Jannis: schmeckt man echt nicht raus. Also das ist ein gemeines Bier.
Janis: Ich finde es auch sauerfrischend. Also das könnte man sich im Sommer
Markus: Also ein guter Start, auch wenn wir uns damit außerhalb des Reinheitsgebots bewegen. Aber gut – dazu kommen wir vielleicht später noch. Wenn wir schon über Bier sprechen: Der Jannis mit dem einen N ist aus Dinslaken hierhergekommen, um Bier brauen zu lernen. War das schon immer dein Wunsch, oder hat sich das eher nach und nach herauskristallisiert? Wie bist du dazu gekommen?
Janis: Es hat sich eher ein bisschen rauskristallisiert. Ich habe Abitur gemacht 2021 und dann war ich so ein bisschen erstmal auf dem Okay, ich habe jetzt Abitur, ich muss jetzt an die Uni gehen und studieren. Dann war ich erstmal an der Uni Duisburg Essen und habe mich in Erziehungswissenschaft versucht. Also es war auch fairerweise noch während Corona. Also da kam auch nicht so wirklich Studentenleben auf und dann war das ganze Uniding eh schon so ein bisschen. Ich war mir dann recht schnell sicher, dass ich das auf jeden Fall nicht zu Ende machen werde. Die Leidenschaft für Bier, die war da schon da. Das kam so nicht in der Oberstufe, während ich Abitur habe gemacht habe. Wir haben eine kleine Brauerei bei uns in der Nähe in Spellen, Brauprojekt 770, die sind mal, glaube ich 2012 aus einem Motorradclub entstanden. Das sind halt auch Hobbybrauer gewesen. Ich glaube, der eine hat es gelernt gehabt, aber der Rest von denen. Ich habe immer deren Biere probiert. Es war auch so ein bisschen Craft Bier und die haben auch immer saisonal gebraut und dann mit regionalen Zutaten, zum Beispiel auch recht viele Fruchtbiere. Die hatten dann mal Erdbeerbiere, Rhaba Biere, aber auch so Lakritzbiere und sowas. Das fand ich immer ziemlich interessant. Je mehr ich quasi probiert habe, umso mehr hat mich interessiert, wie man die ganzen Biere eigentlich herstellt und im gleichen Zuge dann auch so wie das kulturell verankert ist. Jetzt als Beispiel immer zum Beispiel, wenn man Zoiglbier nimmt, das ja aus der Oberpfalz, als ich mein erstes Zoiglbier quasi in der Hand hatte, da habe ich mich auch einfach nur Was ist Zoiglbier? Wo trinkt man das irgendwie? Was ist der Hintergrund davon? Genau, dass ich jetzt Brauer werden wollen würde, dass das hatte ich noch nicht so in Erwägung gezogen Und dann war ich mit einem Kumpel noch ein halbes Jahr unterwegs und habe Work Travel gemacht und dann habe ich mich in der Zeit dann einfach beworben, weil ich gedacht o studieren ist erstmal nicht und eine Ausbildung ist ja auch nicht verkehrt. Und dann versuche ich halt einfach das, wofür ich eh so ein bisschen eine Leidenschaft habe und schaue mal, ob es mir taugt. Und witzigerweise, den Kollegen habe ich dann immer mit in die Brauereien geschleppt und wir haben die ganzen Biere durchprobiert und dann hat er mir auch zum Geburtstag quasi meine erste Brauer Brauereiführung geschenkt und der lernt jetzt auch Brauer.
Markus: Cool, der Virus weitergegeben.
Jannis: Spannend.
Markus: Und dann die Kulmbacher Brauerei. Wie war dein erster Eindruck so, als du da zum ersten Mal aufgeschlagen bist? Ja, naja, schon groß.
Jannis: Also
Markus: nur für die, die das nicht so kennen, das ist in Kulmbach und es sind mehrere Gebäude, aber da, wo die Hauptverwaltung sitzt, ist ein Riesenturm sozusagen und ich war da mehrmals schon, weil die haben regelmäßig auch Veranstaltungen und die musste ich früher auch ab und zu mal als Fotograf begleiten. Und mein härtester Moment war immer, wenn ich ganz hoch musste, um dann von Dach oben runter zu fotografieren und ich bin nicht wirklich spindelfrei Und das sind glaube ich 15 Stockwerke oder so. Das war immer, bin ich auf die Füße gegangen und dann so vorgerobbt und dann mit der Kamera über die Brüstung und dann meine Bilder gemacht, so wie das ganz oben auf dem Turm. Das war schon super krass. Da konnte man mit dem Auto Aufzug hochfahren, oben ist noch so ein Schulungsraum und von da kommt man dann eben ganz hoch. Also da habe ich schon Respekt vor dem ganzen Laden. Aber insgesamt, also einfach ist eine Brauerei, die, Keine Ahnung, insgesamt 2 Millionen Hektar macht oder so, Also schon eine Hausnummer und machen aber eine ganz große Palette. Also vom, sage ich mal, vom klassischen Pilz bis zum Eco 28, da ist viel drin und auch viel zu lernen wahrscheinlich. Aber trotzdem glaube ich, wenn man da so hinkommt und vielleicht Brauberg 770 im Hintergrund hat. Und dann ist der Braukessel so groß wie die ganze Wirtschaft, die man vorher hatte. Das ist schon spannend, oder?
Janis: Ja, das ist eine ganz andere Dimension, als ich mir das im Bewerbungsprozess vorgestellt hatte. Ich habe mich quer durch Deutschland beworben, weil ich für die Lehre unbedingt umziehen wollte. Und ich muss sagen: Zum Glück ist es Oberfranken geworden, weil Bier hier kulturell einfach noch einmal ganz anders verankert ist. Das finde ich sehr cool. Ich hatte mich während des Bewerbungsprozesses auch bei kleineren Brauereien beworben – vom Familienbetrieb bis zur Würzburger Hofbräu. Dort haben sie in dem Jahr zwar keine Brauer ausgebildet, aber Kulmbach gehört ja zur Gruppe, und so bin ich dort gelandet. Eigentlich hatte ich diese romantische Vorstellung, in irgendeinen Ein-Mann-Betrieb zu gehen, dort Brauer zu lernen und cooles Craft-Bier zu brauen. Am Ende ist alles ganz anders gekommen – aber nicht schlechter. Im Gegenteil: Ich bekomme Einblicke, zum Beispiel auch ins Labor, die man in einem Familienbetrieb nicht unbedingt hat. Die Ausbildung ist sehr umfangreich,
Markus: es
Janis: macht super viel Spaß und es war auf jeden fall die 100 prozent richtige entscheidung erstmal hier hinzuziehen und Brauer zu lernen. Genau.
Markus: Und die sind ja auch sehr kreativ.
Jannis: Wie bitte?
Markus: Die sind dort ja auch sehr kreativ – also neben dem Mainstream, den sie machen. Es gab zum Beispiel das Blutorange-Radler alkoholfrei, das sie letztes Jahr herausgebracht haben, und ich glaube noch ein anderes alkoholfreies Produkt. Damals durfte ich dazu sogar die Pressekonferenz moderieren. Das war spannend: Wir haben Food Pairings dazu gesucht, also passende Kombinationen. Ich habe dabei bewusst auch ein paar etwas herausfordernde Sachen gewählt – und das hat man dann auch gemerkt, selbst für den Vorstand war das nicht ganz ohne. Aber interessant war es auf jeden Fall, und es hat den Horizont erweitert. Ihr habt ja auch diese Museumsbrauerei dort – seid ihr da eigentlich ab und zu im Brauereimuseum beim gläsernen Sudwerk?
Janis: Ja, also da sind wir auch im Rahmen unserer Lehre halt eher seltener. Also ist bei mir jetzt auch schon eine Weile her, aber wir haben zwei Monate Prüfung. Wir sind ja quasi im Sommer dann durch mit der Lehre und wir brauchen bei uns einen Gesellensud, also ich und mein Azubi Kollege aus dem dritten und den brauen wir auch dann im Brauereimuseum quasi.
Markus: Das ist schon sehr cool. Also kann man auch allen nur empfehlen, mal da vorbeizuschauen, weil es eben eines der wenigen Gläsernen Sudhäuser ist. Das heißt, man sieht also wirklich, was da passiert und natürlich auch von der Dimension so, dass man viele verschiedene Sachen probieren kann. Wisst ihr schon, was das für ein Sud wird?
Janis: Mein Gesellensud wird ein Altbier. Das ist hier ein Bierstil, den nur wenige Leute wirklich kennen. Im Supermarkt habe ich bisher auch kaum Altbier gefunden – außer dem von Kundmüller. Ich persönlich trinke Altbier aber super gern, und deshalb dachte ich mir, ich bringe meine heimische Braukultur den Leuten in Franken einfach ein wenig näher.
Markus: Und ich glaube, das liegt sich auch gar nicht so fern. Ein klassisches Altbier kommt dem Franken ziemlich entgegen – wenn es nicht zu bitter ist, sage ich mal. Da gibt es ja eine große Bandbreite. Ich kenne hier auch nur wenige: das Alt von Kundmüller, dann das aus Oswald, wenn man es so ausspricht, und Drei Kronen in Memmelsdorf hatte auch mal eines, das sehr gut war. Leider gibt es das nicht mehr. Darauf freue ich mich auf jeden Fall – wird bestimmt ziemlich cool. Dann schauen wir mal zu Jannis mit zwei N. Aber bevor du erzählst: Du warst schon sehr fleißig mit dem Bier, also könnten wir auch noch ein anderes aufmachen. Was möchtest du denn gern probieren?
Jannis: Dann wäre ein Pale Ale, glaube ich, noch einmal etwas ganz anderes. Das war tatsächlich der erste Craft-Beer-Stil, den ich bewusst getrunken habe – damals von Sierra Nevada. Deshalb bin ich sehr gespannt.
Markus: Also Sierra Nevada ist es eindeutig nicht. Die Brauerei heißt hier Labietis, und das Bier heißt „Trīs indiāņi“ – also „Three Indians“, wenn man das frei übersetzt. Es ist ein American Pale Ale. Laut Dose ein stolzes Pale Ale mit klarer Bittere, Pinien- und Zitrusaromen von Cascade- und Centennial-Hopfen, dazu einer erdigen Bittere von Columbus-Hopfen und einem „neoklassischen Bitterness-Profil“ – was auch immer das heißen mag. Außerdem ist von Pale-Ale-Malz die Rede, das am Gaumen einen Grapefruit-Aftertaste erzeugen soll. Klingt auf jeden Fall spannend. Schauen wir mal. Da steht auch noch ein zweiter Name drauf, Pagan Brūzis – vielleicht ist das die Brauerei oder die englische Übersetzung.
Janis: So,
Markus: Dankeschön schön. Ist sogar noch was in der Dose drin. Alkoholmässig sind wir jetzt bei 5 Prozent, also etwas geschmeidiger und ansonsten Bitternes 30 Bitter Unit steht da, das wäre ja eher wenig. Gucken wir mal. Na dann. Tja, wie gefallen dir die drei Indianer?
Jannis: Also erstmal die Farbe ist ja einfach geil, das ist ja schon fast Gold.
Markus: Ja, das ist schön.
Janis: Ja.
Jannis: In der Nase natürlich diese typische Hopfenbombe, wie man sie von einem American Pale Ale erwartet – aber etwas grasiger und auch zitrusartiger. Und geschmacklich ist es super ausgewogen: nicht zu viel Hopfen, nicht zu viel Bittere. Das könnte auf jeden Fall eines der besseren Pale Ales sein, die ich bisher getrunken habe.
Markus: jetzt getrunken habe auf jeden Fall gerade eine lange intensive, Bittere und spannend. Also sehr interessant. Sieht man mal ein neues Bierland für mich jedenfalls. Also relativ neu. Viel hatte ich noch nicht aus Litauen, aber auf jeden Fall toll und schön, was es da nicht so alles gibt. Ja und wie kommst du jetzt dann zum Bier?
Jannis: Bei mir war der Weg etwas länger. Ich bin auch schon ein bisschen älter als der andere Jannis – ich bin jetzt 31. 2012 habe ich meinen Abschluss gemacht und erst einmal Krankenpflege gelernt. Nebenbei habe ich mich schon auf eine Musikschule vorbereitet, bin dann aus der Hallertau Richtung Nürnberg gezogen und habe dort eine Ausbildung im Bereich Musication Jazz/Pop gemacht. Den Abschluss habe ich während Corona gemacht – das war natürlich karrieretechnisch schwierig. Während der Corona-Zeit, als Bier ein bisschen teurer wurde, habe ich angefangen, mein eigenes Bier in zwei Töpfen und mit einer Windel als Filter zu brauen. Über einen Nebenjob in der Bierothek Nürnberg bei Steffen bin ich dann tiefer in die Craft-Bier-Welt eingestiegen. Eines der ersten krasseren Craft-Biere war für mich Duchesse de Bourgogne – das hat mich dann auch auf meine Sauerbier-Schiene gebracht. So habe ich gemerkt: Hey, Bier macht richtig Spaß. Und weil die Bierothek Nürnberg mit der Braumanufaktur Hertl gut befreundet ist, hat sich darüber schließlich auch mein Weg dorthin ergeben – und jetzt sitze ich hier.
Markus: Cool. Und aus der Hallertau Heiß, bist du mit deiner Kindheit, Jugend mit dem Thema Hopfen in Berührung gekommen?
Jannis: Tatsächlich schon in der Schule ziemlich viel. Neben mir saßen Hopfenbauern, dann war man auf Ausflügen regelmäßig in einem Hopfenmuseum. Dem Thema Hopfen kann man dort eigentlich kaum entkommen, weil irgendwo immer jemand eine Hopfenrebe herumhängen hat. Während der Ernte riecht man das, glaube ich, in der kompletten Gegend. Meine Brauerei des Vertrauens aus der Region ist Kloster Scheyern, und dort gab es zur Hopfenzupfer-Saison immer das Hopfenzupferbier. Das ist meiner Meinung nach bis heute eines der besten Biere, die ich je getrunken habe.
Markus: Also das kann ich nur bestätigen. Ich bin normalerweise einmal im Jahr zur Ernte eben auch da und wenn man da eben früh das Fenster aufmacht, dann kommt schon ein ganzer Schwall von Hopfen hinein ins Zimmer und das bleibt bis zum Abend eigentlich. Das ist schon wirklich Hammer, wie intensiv das da in der ganzen Gegend ist.
Jannis: Das sind es auch kilometerweit. Ja, also bei uns in der Schule, das war das nächste Hopfenfeld, waren so zwei, drei Kilometer. Das hast du immer noch leicht gerochen.
Markus: Kloster Scheyern finde ich auch spannend. Ich war dort einmal in meiner Eigenschaft als Fotograf und durfte sogar dort übernachten. Besonders die Bibliothek hat mich fasziniert – wunderschön und sehr eindrucksvoll. Das Kloster hat ja ohnehin eine Wahnsinnsgeschichte, mit seinem eigenen Kreuz und natürlich auch mit der Brauerei. Das, was man normalerweise im Supermarkt bekommt, wird, soweit ich weiß, von Tucher unter der Marke Kloster Scheyern vermarktet. Vor Ort gibt es aber eben auch die eigentliche Brauerei, die ihr eigenes Bier macht. Das habe ich damals natürlich alles durchprobiert, und das war wirklich sehr lecker. Vor allem der Doppelbock hat mich begeistert. Das haben sie toll gemacht – und es waren auch richtig gute Typen dort. Du warst also auch immer wieder dort und hast die Leute kennengelernt?
Jannis: Eher über mehrere Ecken. Wenn man dort unten Verwandtschaft hat, kennt wieder jemand den Braumeister. Für den Sommelierkurs habe ich inzwischen auch einen der Braumeister von Augustiner kennengelernt, und über BarthHaas kennt man ebenfalls immer wieder Leute. Einige der hiesigen Hopfenbauern kennt man zum Teil über die Schule. Aber wenn ich in die Heimat fahre, geht es erst einmal an Kloster Scheyern vorbei – und dann nimmt man sich eben zwei oder drei Kästen mit.
Markus: Das kann ich absolut nachvollziehen. Ich meine, Oberbayern ist ja an sich auch unglaublich reich, was Bierkultur angeht. Und wenn du Augustina schon erwähnst, wart ihr schon mal dort irgendwie in der Brauerei selber selber noch nicht.
Jannis: Da kommt man glaube ich mittlerweile auch nicht mehr so leicht rein.
Markus: Ist schwierig auf jeden Fall. Also ich habe durch Glück mal vor zwei Jahren eine Führung bekommen oder der Baumeister hat mich reingelassen, wie auch immer. Ich durfte aber kein Foto machen. Das fand ich echt krass. Aber okay, kann ich auch wieder verstehen. Aber ich fand es wirklich toll. Also die Brauanlage, klar, das ist jetzt Brauanlage, wie man sie kennt, aber die Mälzerei ist halt Wahnsinn. Also was die da unter Tage betreiben, diese Tennen Mälzerei, in welcher Professionalität, mit welchen Aufwand was dann am Ende natürlich auch im Bier durchaus zu schmecken ist, finde ich großartig. Also insofern hätte es ja auch viele Gründe gegeben, dass du sagst, du gehst eher in die Heimat zum Thema Bier, aber warst dann Nürnberger und hast beschlossen, bleibst da.
Jannis: Genau, ja. Einerseits natürlich deshalb – und andererseits bin ich jetzt mitten in dieser Frage: Franken gegen Oberbayern in der Bierkultur, wer ist da größer? Da halte ich mich lieber ein bisschen zurück.
Markus: Ja, ist auch schwierig, macht auch keinen
Jannis: Aber in der Craft-Beer-Welt hat man hier in Franken auf jeden Fall mehr Anschluss. In Oberbayern trinkt man doch eher sein Weizen. Dann gibt es vielleicht noch Schneider Weisse mit ausgefalleneren Bierstilen wie der Hopfenweisse oder eben Crew Republic, die auch mal ein Pale Ale oder so brauen. Aber ansonsten findet man dort eher weniger – vielleicht gibt es Zugroastes aus Wolnzach noch, wenn es sie noch gibt.
Markus: es noch gibt, da weiß ich gar nicht mehr, ob die das noch machen. Aber grundsätzlich, ja, es gibt halt noch die Munich Brew Mafia und solche Leute, die auch coole Sachen machen oder mein Namensvetter, der Markus Hoppe von Hoppebräu. Das ist natürlich auch großartig, aber ich meine letzten Endes, es nimmt sich nicht viel. Ich glaube, es ist von der Bierkultur so vom Grundansatz der Menschen ein bisschen anders, weil man halt in Urbayern, sage ich mal, eher Helles und Weizen trinkt und hier in Franken vielleicht eher Kellerbier. Da ist man vielleicht ein bisschen auf einer anderen Schiene, auch was das Thema Hopfenintensität angeht vielleicht so ein bisschen, aber unterm Strich sind wir relativ nah beieinander, glaube ich. Und das ist ja auch schön so gleich der Unterschiede sind ja auch, Okay, weil ich es gerade sehe, du hast das T Shirt Fränkisches Bierfest an, das heißt, da warst du schon des Öfteren,
Jannis: nachdem ich da nur ein Fussreichweile weg wohne und da auch jetzt die letzten drei Jahre gearbeitet hab. Doch probiere mich da auch mal schön durch.
Markus: Kann man gleich noch mal Werbung machen. Findet natürlich dieses Jahr auch wieder statt.
Jannis: Ich glaube Juli ist dieses Jahr Juli, glaube ich auch.
Markus: Wird also super spannend wieder und dieses Jahr Gastbrauerei auf jeden Fall auch aus Belgien. Wir arbeiten gerade dran, wird auf jeden Fall auch eine coole Nummer, also kann man sich schon mal notieren. Fronleichnam ist glaube ich der Feiertag oder Christi einen Feiertag. Doch, ich glaube es ist Fronleichnam. Na egal. Also ich werde es in den Shownotes reinschreiben, dann könnt ihr euch da gerne gucken. Warst du auch schon mal da?
Janis: Ne, in Nürnberg noch nicht, aber ich guck mal dieses Jahr, dass ich auf jeden Fall mal vorbeikomme.
Markus: Hausaufgabe sozusagen.
Janis: Genau, wird erledigt.
Markus: Wunderbar. Wie muss ich mir denn überhaupt so eine Brauerschule vorstellen? Also ist das so wie wenn ich in die normale Schule gehe und ab und zu schaue ich mal in der Brauerei vorbei oder ist es da in der Schule so, dass man auch da mit dem Thema Bier viel zu tun hat oder wie schaut es so aus?
Jannis: Also wir haben auf jeden Fall eine Zapfanlage im Klassenzimmer – an dieser Stelle einen
Markus: kurzen,
Jannis: Aber im Grunde ist es klassischer Unterricht. Wir haben drei große Bereiche: einmal den Fachunterricht – da lernen wir zum Beispiel, wie der Mälzungsprozess funktioniert, welche Gärstadien es gibt und natürlich auch alles an Mathe, Physik, Chemie und Biologie, was man dafür braucht. Dann haben wir noch PuG, also Politik und Gesellschaft, sowie Fachpraxisunterricht und die üblichen allgemeinbildenden Fächer wie Deutsch und Religion.
Markus: Ja, aber sowas wie Sport hat man nicht, ne?
Jannis: Theoretisch schon, aber die Lehrer haben keine Zeit dafür – beziehungsweise gibt es, glaube ich, einfach nicht genug Lehrkräfte.
Janis: Ja, und ich wüsste auch gar nicht, wo – wir haben ja keine Sporthalle oder so. Also ich glaube, das war
Jannis: früher wohl einmal so vorgesehen – zumindest hat unser Lehrer gesagt, dass es eigentlich Sportunterricht geben müsste. Aber gut. Und dann haben wir natürlich noch die Schulbrauerei. Dort gibt es eine kleine Mälzungsanlage, eine Flaschenspülmaschine, einen Abfüller und ein kleines, relativ modernes Sudhaus. Damit kann man eigentlich alles machen, was man zum Brauerlernen braucht.
Janis: Eine Mischanlage haben wir auch – wir haben an einem Praxistag sogar mal Limo hergestellt. Außerdem gibt es bei uns eine Etima, also eine Etikettiermaschine. Damit kann man theoretisch den ganzen Weg durchspielen: vom Mälzen – was wir, glaube ich, nur einmal gemacht haben – bis zur fertig etikettierten Flasche. Also nicht so, dass wir ständig unser eigenes Malz herstellen würden, aber in der Theorie kann man diesen kompletten Prozess bei Bedarf einmal durchgehen.
Markus: Also finde ich richtig spannend. Also weil es ist ja auch so, die ganze Branche jammert ja eigentlich. Also nicht nur, weil es gerade wirtschaftlich schwierig ist, sondern weil sie auch immer sagen, wir kriegen immer weniger Azubis und Nachwuchs und so weiter. Und die Brauerschule in Kulmbach ist der einzige Leuchtturm im ganzen Land, die mir zumindest immer erzählen, also könnt ihr gleich richtig stellen, wenn es ein ist, aber mir erzählen die immer, dass sie stabil oder eher sogar Zuwachs haben in ihrem Nachwuchs, würde ich jetzt auch verstehen. Also weil eine ideale Schule so mit einem Zapfhahn und einer Brauerei im Schulhaus den Unterricht reduziert auf die wirklich wesentlichen Dinge hat schon was irgendwie. Also fühlt man das auch in der Schule so, dass es eine positive Grundstimmung hat und so.
Jannis: Ich weiß gerade gar nicht genau, wie viele wir noch in der Klasse sind. Angefangen haben wir, glaube ich, mit über dreißig.
Janis: Ich glaube, ganz so viele waren es nicht. Zwei Leute sind abgesprungen, zwei haben verkürzt, und ich glaube, wir sind jetzt noch 25 oder vielleicht 28 Leute – also schon ziemlich groß. Ich habe zwei Freunde in Berlin, die dort Brauer lernen, und die sind, wenn ich mich nicht irre, nur zu neunt oder zu zwölft. Im Vergleich dazu ist das in Kulmbach schon eine andere Dimension.
Markus: Also noch ein Aufruf an dieser Stelle für alle da draußen, die noch mit ihrer Ausbildung überlegen, Kulmbach wäre auf jeden Fall eine Idee oder wer umschulen möchte oder wie auch immer, gibt es da viele Möglichkeiten.
Jannis: Soweit ich weiß, gibt es deutschlandweit tatsächlich nur acht Brauerschulen. Kulmbach und Weihenstephan sind wohl die bekanntesten. In Karlstadt gibt es, glaube ich, auch noch eine – und dann wird es schon dünn.
Markus: Ulm glaube ich noch, Dortmund und Bremen.
Jannis: Also das heißt, man muss auch gucken, wo man lernt, weil der Schulweg kann dann etwas länger sein und ich kann
Janis: laufen, das ist gut.
Markus: Noch zu der MUS bist du da trotzdem noch ein bisschen zugange Oder hast du das ganz aufgehört?
Jannis: Ne, bin ich schon noch zu Gange. Zwar nur noch hobbymäßig, jetzt nicht mehr das Ziel irgendwie professionell was zu machen, aber für mich selber auf jeden Fall. Und sobald ich dann nach der Ausbildung mal ein bisschen mehr Zeit habe, kann man dann auch wieder in die Richtung auf jeden Fall gehen.
Markus: Und Hand aufs Herz, der David ist ja wirklich guter Freund von mir, aber mich würde trotzdem interessieren, wie ist das denn da so? Also für mich ist er ja eine perfekte Mischung aus absolutes Chaos und trotzdem sehr große Professionalität. Und das fand ich immer ein total großes Spannungsfeld, weil er dieses Chaos tatsächlich kontrolliert und am Ende was Gutes dabei rauskommt jedes Mal. Und er es auch immer schafft, wirklich wirtschaftlichen Erfolg zu generieren. Das ist aller Ehrenwert.
Jannis: Wir versuchen auch, sein Chaos ein bisschen zu kontrollieren. Bei uns ist das Ganze zweigeteilt: Es geht nicht nur ums Brauen, sondern auch sehr viel um Logistik. In einem kleinen handwerklichen Betrieb arbeitet man eben nicht nur in der Brauerei. Wir holen Malz, liefern Bier aus, schauen, dass genug Etiketten da sind – wir kümmern uns also um alles drum und dran. Einmal pro Woche bekommen wir vom Chef das Rezept. Da steht dann drauf, welches Malz wir brauchen, das holen wir hoch und bereiten alles vor. Wir arbeiten noch mit Kühlschiff und legen das Wasser vor, weil wir keine richtige Warmwasserleitung haben. Das heißt, wir müssen das Wasser schon am Tag vorher aufheizen. Und dann schauen wir – aktuell vor allem wir Azubis -, dass beim Brauen auch wirklich gescheites Bier herauskommt. Ab und zu sagen wir dem Chef auch Bescheid, wenn er mal wieder nicht ganz richtig gebraut hat. Umgekehrt genauso: Ich habe auch schon Anschiss bekommen, weil ich die Schaufel nicht sauber gemacht habe.
Markus: Also wir reden da übrigens von der Brauerei in Schneid, die alte Friedl Brauerei. Und das ist schon auch super spannend mit dem Kühlschiff und den ganzen Anlagen dort. Also finde ich auch toll, wie ihr die alle miteinander wieder zum Leben erweckt habt. Also gelebt hat sie vorher auch, aber da war schon noch mal ein richtiger Renovierungsprozess dazwischen jetzt sind super spannend, wir
Jannis: sind viel am Putzen. Also gerade das Kühlschiff war ja komplett vergilbt oder doch vergilbt, sagt man glaube ich. Und dann haben wir, um das wieder in Betrieb zu nehmen, drei Tage jeden Tag nur poliert mit einer Poliermaschine nichts anderes gemacht.
Markus: Reines Kupfer. Wahnsinn.
Jannis: Genau, aber dafür werden auch mal irgendwelche Brauer, Azubis von anderen Power Reihen oder Brauereiführung, wenn man gerade aussteckt, das ist halt ein Hingucker. Das sieht man jetzt nicht so oft. Und es ist auch gut für die Haut, weil das Dampfbad nimmt man dann auch mal gleich mit. Genau, auf jeden Fall. Macht schon Spaß da zu arbeiten.
Markus: Das hat noch diese Anklänge an die alte Zeit des Brauns, wo man entweder da war, wo es heiß ist und feucht oder eben kalt ist und feucht. Das heißt für den Körper ja auch ständig andere Klimabedingungen, denen man sich anpassen muss.
Jannis: Also im Winter legen wir uns mal auf die Pfanne drauf, um uns mal ein bisschen aufzuwärmen.
Markus: Das Problem hast du nicht, oder?
Janis: Kommt drauf an, wo man ist. Ich sag mal, im Winter im Lagerkeller ist es schon gut, da hast du halt auch keine Pfanne, auf die du dich drauflegen kannst. Im Winter ist es meistens so, wenn ich in der Völlerei bei uns arbeite, dann wärmst du dir die Hände mal in so Pumpen oder so Motoren oder sowas auf, kannst die Hände ein bisschen dran halten.
Markus: Gibt es auch irgendwas, wo du sagst, das findest du ganz besonders cool bei euch oder hat dich am meisten beeindruckt in eurem Anlagesystem irgendwie?
Janis: Ich finde die schiere Dimension einfach schon ziemlich beeindruckend, in der wir brauen. Ich meine, das ist natürlich ein Unterschied zum Handwerk, ganz klar. Aber ich finde ja, einen Einblick in die Industrie zu kriegen, das, wie gesagt, das hätte ich vorher nicht gedacht. Und das finde ich einfach jedes Mal aufs Neue manchmal. Also ich will jetzt nicht sagen erschlagen so das klingt so negativ konnotiert, aber es ist doch, also man, ja, wenn man sich mal vor Augen führt, was für Mengen an Bier man da so am Tag produziert, das ist einfach irre, finde ich. Also ich finde es generell cool auch, dass man da einen Einblick im Museum kriegt. Da haben wir auch sowas wie zum Beispiel dann offene Gärung. Auch das mag ich sehr gerne, wenn man da in den Gärkeller reingeht und dann wirklich nochmal alles riecht und jeden Tag quasi auch sieht, wie sein Bier sich quasi verändert irgendwie, Wenn es Tag 1, sag ich mal, eine weiße Wolkendecke ist und dann zwei, drei Tage später noch mal anders aus riecht anders, ja, aber so an sich finde ich es einfach beeindruckend quasi in was für einer Dimension wir da wirklich ein sehr gutes Getränk produzieren, weil die Biere, die wir machen, die schmecken mir auch, ehrlicherweise. Also es gibt ja auch viele Biere, die einem vielleicht nicht so bekommen, die einem nicht so schmecken, aber ich muss sagen, dafür, dass dann vor allem in Franken halt auch viel Wert noch auf Handwerk und so gelegt wird.
Markus: Apropos Bier bekommen, wie groß ist denn dein Haustrunk und was suchst du dir da aus dafür?
Janis: Wir haben 78 Liter pro Monat plus einen Zukauf von weiteren 78 Litern. Das heißt, wir bekommen dann quasi für 3,60 Euro pro Kasten noch einmal 78 Liter oben
Jannis: drauf, falls es nicht reicht.
Janis: mal so, mal so, also den Zug kauf meistens nicht. Ich gucke dann meistens, dass ich meinen Eltern, wenn sie mal zu Besuch sind, denen das Auto vollhauen, die sollen das alles dann nach oben nach NRW fahren, ein bisschen verteilen, weil ich wohne mit drei anderen in einer WG, aber die trinken alle kein Bier. Also das ist dann meistens nur für mich oder wenn wir jetzt Berufsschule haben und die ganzen Leute sind in Kulmbach so dass man da mal einlädt oder wenn mal Freunde rumkommen. Aber ich trinke jetzt privat keine 68
Markus: Liter Bier im Monat. Soll Zeiten gegeben haben, da haben das Leute an zwei Tagen geschafft. Also insofern, ich hab schon immer ein
Janis: bisschen was da auf jeden Fall und das wechselt dann auch meistens. Also jetzt aktuell weiß ich, dass ich auf jeden Fall unser Eco Pilz bei mir zu Hause stehen habe, eine Kiste und unser Zwickel und das Blut Orangen Radler. Ich bin kein Radler Trinker per se, aber Blutorangenradler, das sagt mir total zu. Also generell Zitronenradler ist jetzt nicht so meins, aber das finde ich schon genial. Blutorangenradler, cool im Generellen, nicht nur von
Jannis: Bei uns ist das ein bisschen anders. Wir bekommen quasi 40 Euro pro Monat – dafür werden wir aber auch jeden Tag von Mutti bekocht, was ebenfalls nicht zu verachten ist. Und wir dürfen in der Bierothek unseren Haustrunk einlösen. Das heißt, ich hole mir dort dann mal etwas Besonderes oder auch mal einen Kasten für die Eltern oder den Schwiegervater. Für mich selbst nehme ich dann eher mal ein Kriek oder ein gutes Pale Ale mit – also praktisch ein 40-
Markus: Euro-Gutschein für die Bierothek sozusagen. Ist ja auch cool. Und von Mutti bekocht zu werden, ist natürlich auch nicht verkehrt. Dafür finde ich deine Figur übrigens ziemlich gut.
Jannis: Ich bekomme wieder geschimpft, wenn ich es laut sage, aber ich habe in der Ausbildung 20 Kilo zugenommen.
Markus: Ja, ist David mittlerweile auch passiert, aber das ist, also die Mutti ist halt einfach, die ist einfach die perfekte Mutti.
Jannis: Also was typisch fränkische Hausfrau. Wahnsinn. Das heißt, es ist viel und es macht satt und dann ist doch noch ein bisschen mehr, irgendwann nimmt es Übermaß. Aber man braucht noch die Kraft, wenn man mal wieder die 50 Kilo Säcke schleppen muss.
Markus: Also auch das kann man jedem nur empfehlen, wenn er mal die Gelegenheit hat, dann fahrt mal bei Hertel vorbei und ihr werdet euch wundern, man fährt da vielleicht früh, kommt man vielleicht um 11 Uhr an oder so, dann hat man so ein paar Gespräche, plötzlich sitzt man am Mittagstisch mit allen zusammen und dann bleibt man auch sitzen und dann ist plötzlich nachmittags, dann kommt der Kuchen und ja, da ist der nahtlose Übergang, dann kommen die Reste vom Mittag und naja, so ist der Tag dann rum.
Jannis: Das war mein Vorstellungsgespräch.
Markus: Okay, sehr spannend. Das ist vielleicht auch noch ganz interessant. Also gut, dein Vorstellungsgespräch kann ich mir vorstellen, aber wie war deins? Sehr professionell.
Janis: Das lief tatsächlich online. Ich war da eher ein Ausnahmefall im Bewerbungsprozess, weil ich gerade mit einem sehr guten Freund in Australien auf Work and Travel war. Wegen der Zeitverschiebung saß ich dann um 23 Uhr im Flur meines Hostels und hatte mein Gespräch mit meinem damaligen Ausbilder und einer Dame aus der Personalabteilung. Danach gab es noch ein zweites FaceTime-Gespräch mit jemandem aus dem Betriebsrat. Dadurch, dass alles online lief, blieb mir zum Beispiel der Einstellungstest erspart. Von meinem Kollegen weiß ich aber, dass das normalerweise klassischer abläuft und die Bewerber dann auch einen kleinen Test machen müssen. Trotzdem war das Ganze in einem sehr professionellen Rahmen. Es war wohl auch deshalb angenehm, weil mein damaliger Ausbilder selbst ein paar Jahre zuvor Work and Travel gemacht hatte – da war sofort eine gemeinsame Ebene da. Insgesamt hatte ich bei der Kulmbacher direkt ein sehr gutes Gefühl. Bei anderen Brauereien haben sie mir online irgendwelche Matheaufgaben gestellt, und die Atmosphäre war einfach anders. Der Bewerbungsprozess bei Kulmbach war dagegen locker, fast schon eine kleine Wohlfühlatmosphäre. Klar, bekocht wurde ich online nicht – aber ich hatte direkt das Gefühl: Wenn ich in diese Brauerei gehe, werde ich dort gut aufgenommen.
Markus: soll,
Janis: dass man da auf jeden Fall, glaube ich, recht gut aufgenommen wird, so auch als jemand, der dann quasi 500 Kilometer woanders wohnt, dass sich da ein Umzug auch lohnen würde und in dem
Markus: Fall irgendwie Kilometer weit weg. Das finde ich auch eine ganz interessante Geschichte. Cool. So, jetzt nähern wir uns langsam dem Moment. Also es gibt ja jetzt diese wunderbare Flasche, die hier steht. Vielleicht ganz kurz vorher noch erzählt, wie kam es überhaupt dazu? Also ihr habt dann zu dritt gesagt, okay, wir machen jetzt irgendwie unser Bier oder so oder wie lief das?
Janis: Also die erste Idee war, einen Grutbier-ähnlichen Sud zu brauen – so historisch wie möglich, also ohne Hopfen und stattdessen mit Tannenzapfen nachgebittert. Darüber habe ich eine Zeit lang auch mit dem Bierschoff gesprochen, weil er sich mit solchen Themen viel beschäftigt. Dann kam aber der Lehrer und meinte: Nee, wir müssen Hopfen benutzen. Danach waren wir auf der drinktec, sind zusammen herumgelaufen, und irgendwann ist der Groschen gefallen: Lass doch etwas fassgelagertes machen. Dann war schnell die Frage: Was passt da? Fassgelagert – Imperial Stout, das ist ja so ein Klassiker. Dann also: Welches Holz nehmen wir? Wir sind weiter über die Messe gelaufen, haben an einem Stand ein fassgereiftes IPA probiert und sind dann auch dir über den Weg gelaufen – mit deinem Amburana-Holz und so. Da war für uns klar: Genau das machen wir. Und so sind wir letztlich beim Imperial Stout gelandet.
Janis: Ja, also wir hatten, glaube ich,
Jannis: genau,
Janis: Ganz am Anfang hatten wir, glaube ich, nur den gemeinsamen Nenner, dass wir etwas Dunkles oder wenigstens etwas ein bisschen Abgespacetes machen wollten. Ein Grut- oder Kräuterbier war auch mal im Gespräch, also etwas in diese Richtung, das nicht jeder schon kennt oder schon einmal probiert hat. Ich persönlich hatte so etwas vorher jedenfalls noch nie getrunken, deshalb war es schwierig zu sagen, welches konkrete Endprodukt wir daraus machen wollen. Dann kam eben noch die Sache mit dem Hopfen dazu. Und ich glaube, wir hatten in der Vorüberlegung auch noch zwei oder drei andere Ideen – war da nicht sogar mal ein Sauerbier dabei?
Jannis: Ja, also auf jeden Fall etwas in Richtung Imperial Stout – also nicht Kellerbier oder Helles wie viele andere, sondern etwas Ausgefalleneres, bei dem sich auch die Juroren ein bisschen anstrengen müssen. Und darauf sind wir dann letztlich gelandet. Inhaltlich haben wir uns dann stärker auf die Historie konzentriert: Wie ist das Imperial Stout entstanden? Ein englischer Bierstil, der in Fässern nach Russland verschifft wurde – daher das „Imperial“. Also lag die Fassreifung nahe. Zuerst wollten wir das Bier Black Beauty oder Black Pearl nennen, so ein bisschen in Piratenrichtung. Aber der Name war schon von einer Shisha-Bar belegt. Also haben wir ewig weiterüberlegt und noch zig andere Namen gesammelt.
Janis: Black Queen’s Revenge und ähnliche Sachen.
Jannis: Letztlich sind wir dann bei der Pequod gelandet, dem Schiff von Captain Ahab aus Moby Dick. Um mögliche Probleme zu vermeiden, haben wir es dann leicht verändert Pequat genannt. Deshalb ist auf dem Etikett auch ein kleiner Pottwal mit einem Tintenfisch zu sehen.
Markus: Also das ist natürlich literarisch gesehen auf jeden Fall verglichen mit dem Piraten der Karibik schon die höhere Stufe. Also Weltliteratur sozusagen, die wir hier haben, gibt es auch grandiose Verfilmungen dazu. Es geht letztendlich um den weißen Wal, den der Kapitän verfolgt und den Endkampf sozusagen macht und am Ende sind irgendwie alle tot, aber passt er dann irgendwie auch zum Bier Und genau. Und dann habt ihr hier noch
Jannis: eine unterfüllte Flasche zum Verkosten dabei und nochmal eine Flasche für den ganz kleinen Lagerkeller, weil das ist natürlich ein Bier, was sich zum Lagern lohnt.
Markus: Also was ihr da jetzt hört, ist eine Münze, die an der Flasche dran befestigt ist und oben haben wir einen wunderbaren Wachskopf oben drauf, also das Ganze eingetaucht und ja, das Etikett, wie du gerade schon gesehen hast, da ist der Wal, der in dem Fall mit einem Tintenfisch kämpft, glaube ich so richtig sehe und Natürlich ein bisschen Piraten Symbolik und Imperial Stout und Holzchips und alles wunderbar. 8,5 Prozent. Harry, da haben wir jetzt was zu tun. Sehr schön. Wie war die Rezeptfindung an und für sich? Also wartet ihr schnell da und da oder habt ihr noch nachgebessert oder wie lief das so?
Jannis: Ich glaube, das fertige Rezept stand erst am Brautag endgültig fest, weil wir immer noch überlegt haben: Verändern wir die Malzrezeptur noch? Nehmen wir noch Röstgerste dazu? Können wir die Malzstruktur noch etwas ausgefallener gestalten? Im Grunde waren wir uns aber relativ schnell einig, dass wir die Rezeptur möglichst simpel halten wollen, damit der Fokus klar auf dem Holzaroma liegt. Soweit wir wissen, waren wir auch die Ersten in der Schulgeschichte, die ein fassgereiftes Bier gebraut haben. Darauf wollten wir uns deshalb bewusst konzentrieren.
Markus: und die Flasche ist ja auch eine sehr besondere Flasche, also sehr schön. Wie kamt ihr da drauf?
Janis: Genau. Uns war von Anfang an klar, dass die Flasche schon zeigen soll: Das ist ein Genussbier, nichts, was man einfach nur wegtrinkt. Deshalb dachten wir zuerst an eine Art Sekt- oder Champagnerflasche. Dann haben wir im Internet ziemlich lange nach verschiedenen Flaschenformen und Farben gesucht. Man sieht es nicht sofort, aber die Flasche ist grün-braun, also antikgrün. Auf die Form hatten wir uns relativ schnell geeinigt, aber dann haben wir erst einmal keine passenden Kronkorken gefunden, weil dafür ja breitere Kronkorken nötig sind. Wir hatten die Flaschen sogar schon bestellt und mussten das wieder stornieren, weil wir online einfach nichts Passendes gefunden haben. Also haben wir herumtelefoniert, ob irgendwo noch jemand Kronkorken in diesem Durchmesser übrig hat. Zum Glück hat sich das am Ende doch noch gelöst – ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau, woher wir die Kronkorken schließlich bekommen haben.
Jannis: Das ist eine andere Flasche. Also wir haben die eine Flasche komplett storniert und dann haben wir uns, das war quasi eigentlich nur unsere Alternativform gewesen, die wir es jetzt haben, aber die haben wir dann bestellt, weil da einfach die Kronkorken mit dabei waren und wir dann einfach auch langsam die Zeit knapp wurde.
Markus: Das kann dann als Set sozusagen. Ah ja, okay. Und parallel war das Bier dann schon im Tank sozusagen. Und genau, also werden wir uns gleich noch ein bisschen darüber unterhalten, was da so passiert ist. Wie immer machen wir es mal auf, bevor wir darüber reden. Ups, leider ist Dampf dahinter. Wir machen mal langsamer.
Jannis: Das war gut. Ich habe eine Einkaufstür, die ist von
Markus: hinter, alles gut gepasst. So, nichts passiert. Kein Unfall. Laptop ist noch okay. Bier ist im ersten Glas und ich glaube, das erst im zweiten Glas. Schauen wir mal.
Jannis: Also da hat auf jeden Fall noch gut Flaschengärung gearbeitet.
Markus: Auf jeden Fall. Da ist noch ein bisschen was passiert. Also erstmal Prost.
Jannis: Prost.
Janis: Zum wohl.
Markus: Eine Menge Malz in der Nase – und es schmeckt jedes Mal anders.
Jannis: Das ist der Wahnsinn.
Janis: Als ich das mit meinen Eltern verkostet habe, hat es beim Öffnen extrem nach Holz gerochen. Jetzt riecht man davon deutlich weniger,
Markus: es ist da, aber es ist im Hintergrund.
Jannis: Also das ist wirklich der Wahnsinn.
Markus: Wirklich.
Jannis: Jedes Mal, wenn wir es neu verkosten, schmeckt es wieder komplett anders. Also das Erste, wir hatten ja ein paar Probleme beim Brauchvorgang. Also bei uns ist, wir haben ja auch 50 oder 40 Liter, hatten wir 250 Gramm Hopfen, dass wir auf 45 Bittereinheiten waren geplant.
Janis: Am Ende kamen 65 heraus.
Jannis: Genau, am Ende kamen 65 heraus, nachdem der Whirlpool verstopft war und wir anderthalb Stunden lang gekämpft haben, ihn wieder freizubekommen. In der Zeit hat das Bier natürlich weiter nachgebittert. Die einzige Möglichkeit war, mit Wasser gegenzudrücken – und zwar in einer beachtlichen Menge. Deshalb sind wir auch von etwa 100 auf 65 EBC heruntergefallen. Darum sieht das Bier jetzt nicht ganz so dunkel aus wie eine klassische Imperial Stout,
Janis: Aber
Markus: schmecken tut es auf jeden Fall. Und also für alle da draußen so ein bisschen Beschreibung. Also wir haben tatsächlich ein etwas helleres Dunkelbraun, sagen wir so, aber es ist immer noch im Rahmen und ist ja immer eine Frage. Wir definieren heute die Biere sehr hart, oft auch mit den Kategorien und so. Früher war das nicht ganz so, also wenn wir das jetzt eher als historisch gemeintes Bier sehen, ist es absolut im Rahmen und obendrauf haben wir dann einen schönen, auch leicht getönten Schaum mit ganz ganz kleinen Poren und richtig stabiler Schaum. Also bei mir ist da immer noch ganzer Zentimeter Schaum obendrauf. Wunderbar. Also optisch schon mal sehr schön und in der Nase, wie ihr es gesagt habt, wir haben also viel Malzaromen. Wir haben das Holz so ein bisschen im Hintergrund, das ist aber auf jeden Fall da, finde ich aber auch ganz gut, weil Amburana gerade ist ja so ein Holz, was sich auch gerne sehr in den Vordergrund spielt und dann ist es oft auch too much. Insofern ist es da schön rund.
Jannis: Wir haben das Bier zunächst fertig vergoren und dann auf Holz gegeben. Dabei haben wir mit verschiedenen Holzarten im Verhältnis 3:1 gearbeitet: ein Teil Amburana-Holz, weil das sehr intensiv ist, und drei Teile französische Eiche mit Vanillecharakter. Amburana bringt ja eine sehr zimtige Aromatik mit. In einer kleinen Versuchsreihe haben wir dann herausgefunden, dass diese Kombination aus Vanille, Holz und dem malzigen Körper des Biers am besten funktioniert. Ich glaube, wir haben etwa 30 Leute gefragt, welche von vier Proben am besten schmeckt – und bis auf eine einzige Person fanden fast alle die 3:1-Variante am besten. Genau das ist dann auch im Endergebnis sehr gut herausgekommen.
Markus: Macht sich gut. Also am Gaumen hat man dann auch ein schönes cremiges Mundgefühl. Und ja, es wirkt tatsächlich leichter. Also das ist ja auch gefährlich. Hatten wir heute schon mal auf jeden Fall. Und ist aber schön für vollmundig. Also man hat einen Trunk, der wirklich vom Anfang bis zum Ende präsent ist und auch die Bittere ist absolut harmonisch. Also das ist schön und bleibt auch lange. Also man hat lange was davon und das ist sehr vielschichtig. Also nicht einfach nur irgendwie ein bisschen Röstmalzaroma, sondern das fängt so bei Haselnusskaffee an und geht bis in so Toffee Brotaromen und hat dann nebenbei noch durchaus ein paar fruchtige Komponenten, finde ich, auch so dunkle Früchte, Brombeeren, irgendwie sowas. Also ganz spannend. Und dann eben hinten raus die bittere Hopfen, der auch so ein bisschen sich meldet und sagt und für mich wirkt er auch so ein bisschen leicht mit etwas Fruchtkomponenten dabei, also sehr komplex dadurch und macht auf jeden Fall Spaß, das zu trinken. Wie kam es denn an? Wie kam es bei der bei euch an und wie kam es bei der Jury an?
Jannis: Also nachdem wir wirklich lange verkostet haben und am Anfang konnte man das nicht trinken, weil es so bitter war, haben wir einstimmig Das ist viel zu bitter. Das hoffen es einfach, dass noch die Fasslagerung besser wird.
Janis: Das Holz hat da schon ziemlich viel geradegebogen. Wir hatten das Holz in so kleine Säckchen gepackt und dann ins Fass gegeben, wie Jannis gerade schon gesagt hat. Wir haben es, glaube ich, erst etwa eine Woche drin gelassen und dann zwischendurch probiert. Nach zwölf oder vielleicht vierzehn Tagen haben wir es endgültig wieder herausgenommen. Und man hat gemerkt, dass das Holz das Bier wirklich super abgerundet hat.
Jannis: Genau.
Janis: Dadurch, dass wir halt im Bauprozess schon die Probleme hatten und es ein bisschen bitterer geworden ist, als wir wollten, hatten wir dann erst ein bisschen Bammel gehabt. Aber das mit dem Hals hat da sehr gut rein harmoniert.
Jannis: Und tatsächlich war das Ganze ja ein Wettbewerb. Die Klasse hat sich in sieben Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe hat ihr eigenes Bier samt Design entwickelt. Dann mussten wir uns eine Kategorie aussuchen, in der wir das Bier einreichen. Wir haben uns nicht für Imperial Stout entschieden, sondern für Barrel Aged Strong Ale, weil wir dort die Kriterien am genauesten getroffen haben. Eingereicht haben wir es natürlich trotzdem mit dem heimlichen Wunsch, nicht Erster zu werden – denn der erste Platz hätte das Bier in nur zwei Monaten nachbrauen dürfen, und das wäre für die Lagerzeit einfach zu knapp gewesen. Ich würde das Bier immer noch empfehlen, noch zwei oder drei Monate in der Flasche weiterreifen zu lassen. Am Ende haben wir den dritten Platz gemacht – auch durch unsere Präsentation, weil die Flasche natürlich ein außergewöhnlicher Blickfang ist und wir inhaltlich gut vorbereitet waren. Jeder von uns dreien wusste genau, was bei dem Bier schiefgelaufen und was gut gelaufen ist. Wir konnten alle Fragen der Jury beantworten, obwohl sie offenbar eine eher bittere Flasche erwischt hatten. Die Flaschen, die wir selbst ausgeschenkt haben, waren, glaube ich, eher die besten. Wir haben sogar Visitenkarten von ein paar ziemlich hochrangigen Leuten von der HWK bekommen, die gern Bescheid wissen wollen, sobald wir das Bier irgendwie auf den Markt bringen. Und die Lehrer haben sich schon Flaschen geklaut – die Mälzer übrigens auch.
Markus: Wie viele sind noch übrig?
Jannis: Überhaupt nicht mehr viele. Ich glaube, jeder von uns hat drei Flaschen bekommen. Dann haben wir gezielt Flaschen für alle zurückgelegt, die uns geholfen haben. Du hast uns ja zum Beispiel Amburana-Holzspiralen gesponsert, deshalb bekommt natürlich auch jemand wie du eine Flasche. Der Bierschoff bekommt noch zwei, weil er in unserem Werbevideo die Hauptrolle gespielt hat. Dazu kamen noch Leute, die uns beim Schnitt geholfen oder Material für die Versuche zur Verfügung gestellt haben. Viel ist also nicht übrig geblieben – wobei wir insgesamt auch nur 35 Flaschen hatten.
Markus: Also erstmal nochmal Glückwunsch. Dritter Platz ist ja auf jeden Fall cool und absolut verdient. Also macht auch richtig Freude. Freue mich schon drauf, dass ich die Flasche dann noch ein, zwei Monate liegen lasse und dann irgendwann nochmal angreife. Sehr cool. Was habt ihr dann genau gewonnen? Dritter Platz, Was darf man da oder
Janis: Was bekommt man da? Genau, wir haben einmal deinen Franken-Bierführer bekommen.
Markus: Sehr schön.
Janis: Und dann gab es von Meinel Bräu ein Verkostungsglas plus noch fünf verschiedene Biere. Außerdem einen 25-Euro-Gutschein für MeiBier, also für eine Website, auf der man bestellen kann.
Markus: Na immerhin. Also doch ein guter Start.
Jannis: Wenn ich den zweiten Platz nenne, lachen die meisten Brauer erst einmal: Das war nämlich ein BierWelt-Abo. Und der erste Platz durfte – oder darf – das Bier bei der Kommunbräu Kulmbach nachbrauen. Außerdem gab es, glaube ich, von BarthHaas noch ein Seminar. Also wir sind vollkommen zufrieden.
Markus: Was haben deine Chefs gesagt in der Kulmbacher Brauerei, als du zurückgekommen bist? So dritter Platz und so.
Janis: Ich habe es tatsächlich erst am Donnerstag meinem Ausbilder gegeben, weil der an dem Tag verhindert war durch die Arbeit. Die Meinung werde ich mir auf jeden Fall noch einholen. Ich denke mal, die haben das noch
Markus: nicht probiert, Aber gefreut haben sie sich auf jeden Fall.
Janis: Ja, gefreut haben sie sich.
Jannis: Genau.
Janis: Ich habe es mit meinen Eltern, mit zwei oder drei Freunden und natürlich am Tag selbst verkostet. Eigentlich waren alle zufrieden. Meine Mutter ist zum Beispiel überhaupt keine Biertrinkerin – die musste sich erst ein bisschen herantasten. Sie hat daran gerochen und meinte erst noch: Du weißt ja, ich mag kein Bier. Dann hat sie ein paar Mal genippt und am Ende gesagt: Ja, ist Bier. Meinem Vater hat es sehr gut geschmeckt, und meinen Freunden ebenfalls. Gerade bei mir da oben, wo eigentlich alle eher Pils trinken, ist so ein Bierstil natürlich nicht gerade alltäglich. Umso schöner war es, dass alle positiv überrascht waren. Und wir selbst waren am Ende auch zufrieden – das war eigentlich die Hauptsache. Am Tag vom Bierwerk standen wir wirklich da und konnten sagen: Okay, das ist ein gutes Endprodukt, das können wir den Leuten guten Gewissens servieren.
Markus: Naja, und ich meine, es ist doch schon schön, wenn da die eigene Famil Familie, die eigenen Freunde noch mal so eine besondere Bestätigung einerseits kriegen und andererseits auch geben können, dass deine Entscheidung dann gut war zu sagen, wir machen jetzt das mal als Beruf, oder?
Janis: Ja, ich denke auch. Bestätigung für einen.
Jannis: Selbst meine Eltern sagen, dass ich jetzt meine Berufung gefunden hab.
Markus: Okay.
Jannis: Und auch mein Vater ist eigentlich ein eingefleischter Kellerbier-Trinker – selbst ihm hat das Bier geschmeckt. Er meinte sinngemäß: Das ist wie beim Schlenkerla, das erste schmeckt noch nicht, aber das zweite auf jeden Fall. Seitdem verteilt er seine Probe auch schon an alle Freunde. Und David hat es natürlich ebenfalls probiert – wobei das beim Mittagstisch ein bisschen untergegangen ist, weil gerade Besuch da war. Aber bei ihm waren zwei Juroren vom European Beer Star, und denen hat es auf jeden Fall geschmeckt. Damit waren wir schon zufrieden. Den anderen Brauern hat es auch geschmeckt. Einer macht gerade sogar sein Meisterbier – und wenn der zufrieden war, dann haben wir wohl vieles richtig gemacht.
Markus: Wunderbar, perfekt. Wie soll es weitergehen mit dem Bier? Habt ihr vielleicht vor, das wirklich irgendwie mal noch mal aufzulegen?
Jannis: Bestimmt – aber erst einmal müssen wir uns um die Abschlussprüfung kümmern. Die steht jetzt an: Zuerst kommt die schriftliche Prüfung, und von der HWK aus ist im Juli dann die praktische. Was danach kommt,
Markus: kommt, sehen wir dann aber für euch selber. Also würdest du jetzt sagen weitermachen auch überhaupt so biermässig?
Jannis: Ja, auf jeden Fall. Auch das Bier würde ich gerne noch einmal auflegen – wenn wir uns einig werden und irgendwann vielleicht das große Ziel der Selbstständigkeit erreichen, könnte ich mir gut vorstellen, das gemeinsam noch einmal zu brauen.
Markus: Das heißt, du könntest dir vorstellen, mal deine eigene Brauerei irgendwann zu haben oder so.
Jannis: Mit dem Ziel habe ich die Brauerlehre angefangen.
Markus: Okay, cool.
Jannis: Und wo? Eher im fränkischen Raum – auch wegen meiner Freundin, die hier einen ziemlich guten Job hat und den natürlich nicht einfach aufgeben soll. Das hilft
Markus: dir auf jeden Fall.
Jannis: Dann würde ich hier auf jeden Fall etwas suchen: ein ganz kleines Sudhaus, nicht mit klassischem Flaschenverkauf, sondern wirklich eher für Events. In so eine Richtung würde ich das aufziehen.
Markus: Und bei dir?
Janis: Ich werde jetzt nach der Lehre noch ein Jahr in Kulmbach bleiben auf jeden Fall. Und danach werde ich mich wahrscheinlich so ein bisschen Richtung Meister oder vielleicht Studium orientieren und dann denke ich mal auch mich noch mal woanders in Deutschland umschauen.
Markus: Das ging ja sogar innerhalb der Gruppe theoretisch.
Jannis: Da hat man ja auch viele Möglichkeiten.
Janis: Ja, auf jeden Fall. Aber die sind halt alle in Süddeutschland eher. Und ich muss sagen, so ein bisschen zieht es mich auch zurück ins Ruhrgebiet, glaube ich, mittelfristig. Also, aber ich bin mir noch nicht sicher, wie das dann nach dem Jahr aussieht. Ich werde jetzt auf jeden Fall erstmal, wie gesagt, ein Jahr dann arbeiten, ein bisschen Geld verdienen, mir vielleicht ein bisschen Polster aufbauen, dass ich dann auch ein bisschen entspannter vielleicht so ein Studium angehen kann.
Markus: Kennst du den Arthur Riedel mit dem Bottroper Bier?
Janis: Ich habe eine Flasche zu Hause – also in Dinslaken zu Hause. Ich kenne Arthur nicht persönlich, aber das ist schon auch ein bisschen Craft.
Markus: Ja, mehr oder weniger.
Janis: Ja, glaube ich. Das Helle heißt, glaube ich, irgendetwas mit Butterweg oder so – es steht jedenfalls bei mir im Kühlschrank, ich habe es aber noch nicht probiert. Das war auch das erste Mal, dass ich überhaupt wusste, dass in Bottrop gebraut wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf.
Markus: Kann ich mir gar nicht gut vorstellen – aber du kannst ja mal schauen. Na gut, dann sage ich auf jeden Fall vielen Dank. Das war ein toller Einblick, und es ist ein tolles Bier. Ich freue mich sehr. Wir haben ja sogar noch ein bisschen etwas in der 0,75er-Flasche.
Jannis: Cool.
Markus: Und danke schön für meine Extra-Flasche. Die werde ich mir aufheben und in Ruhe genießen. Sagt der lieben Emma ganz herzliche Grüße – sie war heute im Herzen und im Geiste bei uns. Und natürlich: Kaiserdom ist ja nicht weit weg, da werden wir uns bestimmt wieder über den Weg laufen. Euch wünsche ich auf jeden Fall alles Gute. Macht weiter so. Ich freue mich sehr, dass ihr so viel Freude an diesem Beruf und an dem Thema habt, dass ihr dranbleibt und dabei auch noch so kreativ seid.
Jannis: Danke, vielen Dank. Danke dir.