In dieser besonderen Folge von Biertalk spricht Markus mit Alanna „Al“ Grimminger, die bei der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin antritt. Passend zum aktuellen Online-Voting geht es diesmal nicht nur um Bier, sondern auch um die Frage, wie man Bierkultur jung, offen und zeitgemäß vermitteln kann. Al bringt dafür eine ganz eigene Perspektive mit: Sie kommt aus Schwaben, arbeitet mit jungen Menschen, interessiert sich leidenschaftlich für Geschichte und studiert Japanologie. Genau diese Mischung macht das Gespräch so spannend.
Gemeinsam sprechen die beiden darüber, wie Al überhaupt auf die Idee kam, sich für das Amt zu bewerben, was Bier für sie mit Kultur, Heimat und Geschichte zu tun hat und warum sie gerade auch junge und internationale Menschen für bayerisches Bier begeistern möchte. Dabei geht es um Bierkrawalle im 19. Jahrhundert genauso wie um japanische Manga, ausländische Studierende bei Stadtführungen, Rauchbierliebe, alkoholfreie Biere und die Frage, warum Bier nicht in eine politische Ecke gehört, sondern als Kulturgut für alle da ist. Eine frische, kluge und sehr persönliche Folge über Bier, Geschichte, Offenheit und darüber, wie vielseitig Bierkultur heute gedacht werden kann.
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BierTalk – Gespräche über und beim Bier.
Markus: Biertalk – Gespräche über und beim Bier. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Biertalk. Heute mal wieder eine ganz besondere Folge, nämlich ein Special – und zwar eins, das quasi sofort gesendet wird. Das hat auch Gründe, darüber sprechen wir gleich. Es ist ein wunderschöner Sonntagmorgen, die Sonne scheint, und es gibt eigentlich nichts Besseres, als so einen Tag mit einer sympathischen Interviewpartnerin zu beginnen. Und da bin ich ganz froh, dass ich heute jemanden aus dem Schwabenland dabeihabe, nämlich die liebe Al, also Alanna Grimminger, die für die Bayerische Bierkönigin zur Wahl steht. Diese Wahl ist bald, genauer gesagt in vier Wochen. Und bis morgen könnt ihr auch noch im Online-Voting abstimmen, damit sie sicher im Finale dabei ist. Infos dazu gibt es in den Shownotes. So, lange Rede, kurzer Sinn: Liebe Al, super, dass du da bist. Vielleicht sagst du mal zwei, drei Worte zu dir selbst.
Alanna Grimminger: Hallo, servus, ich bin Al. Ich liebe Geschichte, ich liebe Bier und bin eigentlich über die Geschichte auch ans Bier gekommen. Und natürlich auch dadurch, dass ich hier Stadtführungen mache und ausländische Studierende herumführe. Dabei teile ich einfach gern deutsche Kultur – und das fand ich schon immer richtig schön.
Markus: Also finde ich auch spannend. Ich muss sagen, die Mischung Geschichte und Bier ist tatsächlich eine erstaunlich interessante und eine erstaunlich lange, muss ich auch sagen. Und eine, die ganz viele Facetten und viele tolle Beispiele eben auch hat, und zwar in der Vergangenheit wie in der Aktualität und der Moderne. Und da fand ich bei dir zum Beispiel ganz spannend, dass du ja Japanologie studierst. Also das ist ja ungefähr maximal weit entfernt von wo wir jetzt so sind. Warum sucht man sich das aus?
Alanna Grimminger: Ich habe es mir ausgesucht, weil ich ja eigentlich an einer hiesigen Grundschule arbeite und noch etwas machen wollte, was mich kognitiv fordert. Gleichzeitig wollte ich aus meinem Hobby sozusagen noch einen Bachelor machen, also einen richtigen Abschluss. Und da dachte ich: Ich lerne ohnehin schon Japanisch, seit ich mein Auslandssemester dort hatte. Ich habe viele Freunde dort. Und gleichzeitig ist es auch sehr praktisch, wenn man sich zum Beispiel chinesische Schriftzeichen anschaut. Dadurch, dass die Schriftzeichen aus China übernommen wurden, versteht man viele Sachen, die dort auch geschrieben sind. Und ich mag einfach, dass es eine komplett andere Welt ist, wie du auch gesagt hast. Die Regeln, die sozialen Umgangsformen, wie man miteinander umgeht – ich fand das toll, als ich dort war, einfach mal einen kompletten Szenenwechsel zu haben.
Markus: Also das ist genau das, was mir auch die Leute erzählen. Ich selber war leider noch nie da. Also ich hoffe, ich komme demnächst mal hin. Ich bin schon dreimal eingeladen worden zu dem japanischen Wettbewerb, aber ich konnte immer nicht. Aber vielleicht schaffe ich es dieses Jahr. Und die Leute, die ich dann getroffen habe, die schon da waren, die sagen, das ist im Grunde wie ein anderer Planet. Also alles funktioniert irgendwie anders, alle Regeln sind eben anders, wie du es gerade auch schon gesagt hast. Wieso bist du ausgerechnet dahin für dein Auslandsstudium?
Alanna Grimminger: Ich habe mich schon immer für Animes und Mangas interessiert. Sie haben mir auch ganz viel geholfen, als ich damals Französisch in der Schule gelernt habe. Einfach, wenn man wirklich mit einem Medium eine Sprache lernt, die einem selber auch gefällt, dann ist man auch viel bereiter oder das Hirn selber sieht einen Nutzen darin. Und vor allem faszinieren mich halt die Geschichten, die Moral dahinter und diese, wie wir schon gesagt haben, andere Welt, weil westliche Medien haben oft andere Sachen im Fokus als jetzt zum Beispiel japanische, koreanische und chinesische Medien. Also jetzt weg von der politischen Ebene, jetzt einfach nur vom Storytelling her. Und das fand ich so packend eigentlich schon als Kind.
Markus: Nur sind ja diese Schriftzeichen wirklich ganz anders als unsere Buchstaben und im Grunde sind die ja aufgebaut irgendwie auch aus Symbolen und so. Das ist ja an sich schon fast so eine Art Comic. Kann man das leicht lernen oder ist das ein langer Prozess und wie erschließt man sich das?
Alanna Grimminger: Das ist eine schwierige Frage. Auf jeden Fall ist es ein langer Prozess – vor allem, wenn es dir keinen Spaß macht, das zu lernen. Es kommt immer darauf an: Wenn ich zum Beispiel einen Manga lese, also ein Buch mit japanischen beziehungsweise chinesisch geprägten Schriftzeichen, dann habe ich natürlich ein Interesse daran, das zu verstehen. Was steht da drin? Gleichzeitig gilt: Wenn ich selbst schreibe, muss das natürlich akkurat sein, und das muss man üben. Viel hat einfach mit Übung zu tun. Was ich auch so interessant fand, weil ich dort in der Schule Deutsch und Englisch unterrichtet habe: In Japan sind Themen wie Legasthenie oder ADHS teilweise anders wahrgenommen, weil viel über einen großen Sichtwortschatz läuft. Bei unseren Grundschülern wäre das zum Beispiel das Wort „Hund“ – in Japan steht dafür direkt ein Zeichen. Dadurch lesen viele sehr schnell und können später wissenschaftliche Texte oft sehr genau erfassen. Selbst Leute, die nicht aus einem akademischen Bereich kommen, profitieren davon, weil dieser Sichtwortschatz riesig ist. Natürlich braucht das viel Fleiß und Übung. Aber genau deshalb ist das System in mancher Hinsicht auch ausgeglichener: Wenn man sich anstrengt, kann man sehr viel verstehen. Das finde ich eigentlich ganz schön.
Markus: Kannst du mal beschreiben, wie das japanische Symbol für Bier ausschaut?
Alanna Grimminger: Das ist tatsächlich aus dem Deutschen übernommen. Das wird in Katakana geschrieben. Ein eigenes klassisches Zeichen gibt es dafür so nicht. Vielleicht gibt es inzwischen ein neueres, das kenne ich aber nicht, weil man es eigentlich immer in der Lehnwortschrift schreibt. Im Japanischen gibt es drei Schriftsysteme: Kanji, Hiragana und Katakana. Und alle Lehnwörter werden in Katakana geschrieben.
Markus: Okay, Aber man sieht dann zum Beispiel, wenn da irgendwo ein Laden ist, wo es Bier gibt, steht dann dieses Symbol irgendwo oben drüber.
Alanna Grimminger: Da steht oft eher das Symbol für Alkohol dran. Oder es steht einfach in Katakana dort. Ich müsste jetzt selbst noch mal nachschauen, aber eigentlich wird dafür kein eigenes Kanji benutzt. Deshalb würde man das normalerweise nicht so schreiben.
Markus: Na gut, wir haben ja auch genügend Wörter bei uns, die irgendwie nicht oder kaum benutzt werden. Da gehört Bier allerdings nicht dazu, muss man sagen. Apropos, hast du denn dort Bierkultur? Dann auch kennengelernt, als du da warst?
Alanna Grimminger: Ganz viel. Natürlich auch über deutsches Bier. Ich war ja wirklich in einer ganz kleinen Stadt, und dort hatten sie plötzlich mein Heimatbier, also Riegele. Das ist bei uns in Schwaben beziehungsweise in Augsburg natürlich bekannt. Und dass ich dieses Bier dann in einer kleinen Stadt in Japan bekommen habe, hat mich total überrascht. Der deutsche Bierkult ist dort einfach riesig. Das ist oft das Erste, was viele generell mit Deutschland verbinden – beziehungsweise auch mit Bayern, wobei Bayern dort fast schon ein Synonym für Deutschland ist. Und das ist schön, weil es eine sehr positive Konnotation hat. Viel mehr Leute interessieren sich dort für Bier, vor allem auch mehr junge Frauen als vielleicht bei uns. Bier hat dort einfach einen positiven Stellenwert. Und dann gibt es ja auch dieses „Nomihodai“: Man zahlt einen Fixpreis und kann dann unbegrenzt Bier vom Zapfhahn trinken.
Markus: Wow, das dürfte man bei uns, glaube ich, nicht anbieten. Absolut nicht. Spannend. Ich kenne ja auch einige Leute aus Japan, die dort Brauereien haben. Und ich sehe da so ein bisschen eine Zweiteilung: Entweder kümmern sie sich eher um klassische deutsche Bierstile – also viel Weißbier oder ein klassisches Helles –, oder sie sind auf diesen amerikanischen Craft-Zug aufgesprungen und machen eher IPA, Pale Ale und solche Sachen. Hast du das auch erlebt, als du dort warst?
Alanna Grimminger: Also dort, wo ich war, also in Shiga, sind IPAs nicht so beliebt wie die traditionelleren deutschen Biere. In Tokyo sind sie zum Beispiel viel beliebter. Tokio ist für viele Japaner selbst schon wie ein ganz anderer Planet, weil man dort auch ganz anders lebt und agiert. Dort sind Pale Ales und ähnliche Stile deutlich populärer. Bei uns gab es eher die traditionelleren Biere, also die, die mehr dem klassischen Bild eines deutschen Bieres entsprechen.
Markus: Und die Riegele-Biere im Shop, das finde ich interessant. Frank Müller kenne ich ja auch gut, er ist ein guter Freund und war auch schon mal bei mir im Biertalk. Das sind ja auch total spannende Biere, die wir bei unseren Bier-Sommelier-Kursen immer wieder dabeihaben und die ich selbst sehr gern mag. Und du bist mit Riegele groß geworden, kann man das so sagen?
Alanna Grimminger: Ja, genau. Jeder Augsburger war dort eigentlich schon einmal, man macht ja auch Schulführungen dort. Das kennt im Grunde jeder, der in unserer Stadt groß geworden ist, weil es eben die größte und wichtigste Brauerei bei uns ist. Natürlich gibt es auch viele kleinere Brauereien, die ich im Zuge meiner Kampagne ebenfalls unterstützt habe. Bei uns zum Beispiel Köbi, das Rote Pony, dann Thorbräu und auch Brauereien im Umland. Mir war einfach wichtig, vor allem die in Schwaben zu unterstützen, weil Schwaben meine Heimat ist und bisher noch keine Bierkönigin aus Schwaben kam.
Markus: Dann wird es Zeit. Auf jeden Fall. Wie kam denn überhaupt die Entscheidung, dass du gesagt hast, ich will jetzt bei der Bierköniginnummer mitmachen? Also wie kamst du da drauf? Hast du das irgendwann mal früh in der Schule gesehen oder wie bist du aufmerksam geworden? Und wie hast du dann für dich irgendwann gesagt, okay, Das will ich 2025?
Alanna Grimminger: Letztes Jahr war ich tatsächlich mit meinen Freunden beim Geburtstag eines meiner besten Freunde, und dort habe ich die Instagram-Werbung dafür gesehen. Dann haben auch all meine Freunde gesagt, dass ich das eigentlich ohnehin schon mache, weil ich ja Stadtführungen anbiete und ausländische Touristinnen, Touristen und Studierende herumführe. Dabei gehört ein Biertasting eigentlich immer dazu. Egal woher die Leute kommen – Amis, Chinesen, Koreaner, Japaner, aber auch Franzosen und Italiener –, wenn ich eine historische Stadtführung mache, trinkt man am Ende meist auch ein Bier, vor allem an den passenden Orten. Und da ist eigentlich jeder interessiert. Also begeistere ich ja ohnehin schon Leute für die deutsche beziehungsweise bayerische Bierkultur. Gerade weil das in der Stadt etwas nachlässt, dachte ich, dass ich da vielleicht eine ganz gute Ansprechpartnerin bin, gerade weil ich nicht vom Dorf komme und vielleicht einen etwas anderen Blickwinkel habe.
Markus: Und wenn du da mit den ausländischen Studierenden unterwegs bist, was trinken die am liebsten? Zuerst hast du dann festgestellt, gibt es da Präferenzen irgendwie bei manchen Bieren oder Bierstilen.
Alanna Grimminger: Das ist so, dass sie mich meistens als Erstes fragen, was sie trinken sollen. Und dann habe ich ihnen natürlich oft zuerst ein klassisches Helles empfohlen. Insofern ist meine Wahrnehmung da vielleicht auch etwas beeinflusst, weil sie mich ja nach meiner Empfehlung fragen. Aber ich glaube schon, dass Helles und Weißbier besonders gut ankommen. In Nürnberg war natürlich Rotbier immer interessant, wenn wir dort waren, und in Bamberg fanden viele auch Rauchbier spannend. Ich selbst liebe Rauchbier – ich glaube, da ist man entweder ganz dafür oder gar nicht. Aber ich liebe es. Insgesamt würde ich sagen: Helles und Weizen gehen fast immer gut.
Markus: Genau. Also meine Stimme hast du gerade eben gewonnen. Gut, vielleicht hattest du sie vorher auch schon, aber das war jetzt sehr schön. Gut, Rauchbier werden wir vielleicht auch noch mal zusammen verkosten. Da freue ich mich schon drauf. Ja, also da, um noch mal kurz darauf zurückzukommen. Also und wie hast du dann mitbekommen von dieser Wahlnummer und wie hast du dann beschlossen, dass du da teilnehmen willst?
Alanna Grimminger: Es war tatsächlich über Instagram, und dann habe ich mich dort angemeldet. Meine Freunde haben mich bestärkt. Wir waren damals bei uns in der lokalen Kneipe, der Sackpfeife, und dort haben wir die Anmeldung im Grunde gemeinsam gemacht. Meine Freunde haben mich ermutigt, und dann haben wir es einfach ausprobiert. Ich selbst hätte ehrlich gesagt gar nicht gedacht, dass ich so weit komme, weil ich vielleicht nicht das klassische Bild widerspiegele. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich es überhaupt geschafft habe und all diese Erfahrungen jetzt machen darf. Und ich habe auch selbst einen ganz anderen Blick aufs Bier bekommen. Manche Biere, die ich früher immer getrunken habe, trinke ich heute gar nicht mehr so oft – dafür mag ich jetzt andere viel lieber.
Markus: Also das ist ja eine Evolution sozusagen, die man so Stück für Stück hat, Wenn jetzt jemand im Kopf hat, vielleicht sich nächstes Jahr, übernächstes Jahr mal selber bewerben zu wollen. Vielleicht kannst du mal ein bisschen uns auf die Reise mitnehmen, was danach dann so passiert. Also du sitzt in der Kneipe und dann macht ihr da einfach mal die Bewerbung und ruft dann am nächsten Tag Dieter Bohlen an oder wie schaut das, was passiert da?
Alanna Grimminger: Das wäre natürlich sehr toll. Nein, Spaß. Am Anfang habe ich erst einmal gar nichts gehört. Und dann irgendwann – ich glaube, sie schauen sich auch dein Instagram-Profil an und generell, wie du als Mensch wirkst – kam die Nachricht, dass ich sozusagen im Recall bin. Und dort habe ich dann erfahren, dass ich es ins Halbfinale beziehungsweise Viertelfinale geschafft habe. Es hat also ein bisschen gedauert, bis ich wusste: Jetzt darf ich wirklich mitmachen. Ich glaube, ich habe die Nachricht zwei Tage vor meinem Geburtstag bekommen, und das war natürlich ein tolles Geburtstagsgeschenk.
Markus: Ja. Und wann bist du dann zum ersten Mal auf die anderen Kandidatinnen getroffen?
Alanna Grimminger: In München haben wir uns zum ersten Mal alle gesehen. Da standen wir dann auch auf der Bühne, und dort wurden wir sechs ausgewählt und vorgestellt. Da habe ich die anderen Kandidatinnen tatsächlich zum ersten Mal getroffen, aber noch nicht wirklich mit ihnen interagiert, weil das Ganze einfach überwältigend war. Jede hatte ihre eigene Zeit auf der Bühne und hat selbst etwas erzählt, und die anderen waren jeweils im Hinterraum. Man hat also von den anderen vorher noch gar nicht so viel mitbekommen.
Markus: Und wie erlebt man das überhaupt so? Also sind das dann Leidensgenossinnen, Konkurrentinnen? Wie sieht man das?
Alanna Grimminger: Ich persönlich empfinde das eigentlich recht neutral. Natürlich hat jede ihre eigenen Ideen und Entwürfe. Aber ich mache jetzt nicht besonders viel mit den anderen, was sicher auch der Distanz geschuldet ist, weil viele ganz woanders wohnen. Deshalb sehe ich das eher entspannt und neutral.
Markus: Ist ja auch ein ziemlich unterschiedliches Spektrum, was da so zusammenkommt. Insgesamt finde ich es ja auch immer wieder spannend, dass ja dieses Amt der Bayerischen Bierkönigin in so einem Spannungsfeld ist. Also wenn man das jetzt auf der einen Seite sehen will, kann man sagen, das ist eine unglaublich traditionelle Veranstaltung. Da geht es halt ja um klassisches bayerisches Bier, sage ich mal, sehr, sehr bodenständig, sehr traditionell, sehr klassisch würde man vielleicht sagen, vielleicht auch von der Zielgruppe her, sagen wir mal ältere weiße Männer ab 60 plus oder so ungefähr, wenn man es auf der einen Seite sieht. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen, das ist auch eine Chance, also eine Chance, das Bier irgendwie aus dieser Ecke auch ein bisschen rauszuholen und eben zu sagen, nee, es ist eben auch jung und es ist auch weiblich und man kann es auch anders sehen und kann das auch modern sehen und modern darstellen und dann einen Übergang irgendwie auch schaffen. Wie siehst du dich da zwischen diesen beiden Polen oder was motiviert dich da?
Alanna Grimminger: Ich glaube, ich strahle eher dieses junge, städtische Studi-Leben aus. Und ganz viele ausländische Studierende – aber auch meine Mutter, die in Kanada lebt, und der Rotary Club meines Stiefvaters dort – haben jetzt von dieser Wahl mitbekommen und fiebern mit. Viele trinken dadurch jetzt sogar öfter deutsches Bier. Selbst an der Uni, an der ich in Japan war, ist das jetzt Thema. Auch an der Uni Augsburg habe ich verschiedene Sachen ausgehängt, und an der LMU natürlich auch, weil ich dort Japanologie studiere. Da kommt schon einiges zusammen. Viele Leute fragen mich dann: Warum machst du bei so etwas mit? Oder sie haben Vorstellungen davon, dass ich jetzt plötzlich erzkonservativ geworden bin. Aber ich finde gerade beim Thema Bier: Das sollte keiner Partei zugeordnet sein. Bierkultur gehört allen.
Markus: Also auch dem kann man nur absolut zustimmen. Und für mich ist auch immer wichtig, dass man einfach sagt, okay, es ist ja Bierkultur und das ist halt mehr als einfach nur irgendwie Bier trinken, sondern da gehört halt das gesamte Setting dazu, die Örtlichkeiten, die Geschichte dahinter, die Personen, die Küche, die Rezepte, die Stammtische, alles was halt so in den Wirtschaften, in den Bierkellern überall passiert, mit den Kirchwein vielleicht dazu, was es eben alles noch so gibt, was man ja auch alles erleben kann, wenn man sich mit der Bierkultur beschäftigt. Und da ist für mich noch so ein zweiter Punkt, mit dem ich mich auch selber viel beschäftige. Heutzutage ist natürlich Alkohol und Alkoholkonsum auch ein wichtiges Thema. Gott sei Dank muss man sagen. Es wird auch thematisiert und man schaut eben, wie viel ist zu viel und wie geht man überhaupt damit um? Gerade weil du ja auch Lehrerin bist. Wie ist da für dich das Spannungsfeld? Also ja, musst du dir da auch Gedanken machen eben inwieweit du zum Beispiel für einen Alkoholkonsum, schrägstrich nicht Alkoholkonsum stehst.
Alanna Grimminger: Eigentlich bin ich ja Bierkönigin und nicht Alkoholkönigin. So sehe ich das. Und Bier gehört nun einmal zu unserer Kultur. Ich sage immer: Jeder muss für sich selbst entscheiden, was und wie viel er trinken möchte. Natürlich gibt es die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, und die sind auch wichtig. Aber ich finde, Menschen sollten da auch selbst verantwortlich mit umgehen. Bei mir in der Schule beziehungsweise im Regierungsbezirk gab es damit überhaupt kein Problem. Man sieht ja, dass ich das aus einem geschichtlichen und kulturellen Aspekt heraus mache. Ich habe ja auch am historischen Lehrstuhl in Augsburg gearbeitet. Und genau darum geht es mir: um Kultur. Dazu gehört übrigens auch, dass es inzwischen sehr gute alkoholfreie Biere gibt. Da bekomme ich vielleicht Gegenwind von Leuten, die da sehr streng sind – aber ich finde wirklich, man muss nur die richtigen finden. Mir ist einfach wichtig, dass diese Kultur nicht verloren geht. Wenn wir sie vergessen, stirbt sie irgendwann aus.
Markus: Ja und es ist vielleicht auch ein Weg, wie man eben den Umgang mit Alkohol erfahren, in Anführungsstrichen, erlernen kann, ohne eben zum Beispiel gleich in irgendwelche Exzesse oder Extreme zu verfallen. Und wie gesagt, wir haben ja das alkoholfreie Bier und da bist du ja quasi an der Quelle. Also Rigele macht ja auch hervorragende alkoholfreie Biere. Mein Lieblingsbier ist das Liberis 2 3, ich weiß nicht, ob du das kennst.
Alanna Grimminger: Meins ist tatsächlich das Simco. Also wenn wir jetzt nur bei Riegele bleiben.
Markus: Wir haben halt die ganzen alkoholfreien Biere von Riegele zum Beispiel auch immer wieder bei uns in den Kursen, und ich finde die einfach super.
Alanna Grimminger: Also ich muss sagen: Man merkt bei manchen alkoholfreien Bieren diesen leicht säuerlichen Touch. Und ich finde, man sollte ein alkoholfreies Bier immer einfach mitprobieren und schauen, ob es einem schmeckt. Es ist absolut sinnvoll, beides zu probieren. Vor allem ist es ja so: Wenn ich zwischendurch ein alkoholfreies Bier trinke und danach wieder ein normales, dann habe ich auch wieder etwas mehr Hydration drin. Das ist eigentlich nur positiv.
Markus: Genau. Und bevor uns tatsächlich irgendjemand auf den Schlips tritt, du darfst gerne auch andere alkoholfreie Biere, die du magst, erwähnen oder sowas. Wobei es mir immer ganz fern ist, für irgendjemand Werbung zu machen. Die Brauereien wissen das, glaube ich auch. Dieser Podcast ist bewusst werbefrei, aber natürlich muss man ab und zu Marken nennen, weil es halt einfach auch darum geht. Aber das heißt eben nicht, dass die nicht Genannten in irgendeiner Art und Weise weiterhin angestellt sind. Aber falls dir irgendeins Wichtiges kannst du das gerne jetzt tun, musst du aber
Alanna Grimminger: Dann lasse ich sie lieber außen vor, weil ich sonst wieder eine lange Liste hätte.
Markus: Okay, nein, kein Problem. Aber das muss einfach an der Stelle mal gesagt sein, dass irgendjemand denkt, wir sind da hier irgendwie parteiisch oder so. Okay, jetzt geht es ja weiter. Und also zumindest schaut es momentan gut aus, dass du in die finale Runde kommst. Da sind dann noch vier von euch sozusagen an diesem Abend am 21. Mai in München auf der Bühne hast du dir schon Gedanken gemacht, wie du dich darauf vorbereitest.
Alanna Grimminger: Ich arbeite gerade viel mit Biersommeliers und hoffentlich auch bald mit dir nächsten Monat. Und generell heißt es für mich jetzt: viel probieren, üben, an der Präsentation arbeiten. Dazu haben wir auch Unterlagen bekommen. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben. Bei Riegele darf ich jetzt im Sommer noch mal mit Frank arbeiten und dann hoffentlich auch mit dir. Und generell ist es praktisch, dass viele Brauer, bei denen ich war, selbst Biersommeliers sind. Dann kann man gleich gemeinsam Tastings üben. Was ich am Anfang so interessant fand: Man erkennt die Geschmacksnuancen oft schon, aber einem fehlen noch die Worte dafür. Als ich letztens bei der Tucher Brauerei war, habe ich auch gemerkt: Da ist irgendein Aroma drin, das ich liebe. Ich wusste nur nicht, was es ist. Und dann sagte Hermann: „Kiwi, das ist Kiwi.“ Und ich dachte: Ja klar, genau das ist es. Wenn man irgendwann selbst so weit ist, dass man diese Geruchs- und Geschmacksnuancen präzise benennen kann, ist das natürlich großartig.
Markus: Das ist, glaube ich, grundsätzlich kein Problem. Das ist einfach, wie du es auch schon bei der Sprache zum Beispiel gemacht hast, einfach auch eine Frage der Erfahrung und der Übung insofern. Und ich glaube, also wenn ich das richtig rausgehört habe, hast du ja in deiner Zeit, wo du dich jetzt mit dem Thema Bier beschäftigst, auch schon viel, viel dazugelernt und erfahren und dein Wissen komplettiert sozusagen. Gibt es denn in der historischen, in der geschichtlichen Ecke Sachen, wo du sagst, die findest du besonders spannend rund ums Thema Bier oder die haben dich begeistert oder hast du irgendwas Neues dazu erfahren, was spannend ist?
Alanna Grimminger: Jetzt nicht ein einzelnes Thema ganz explizit. Aber ich habe mich zum Beispiel in Bamberg sehr viel mit einem Brauer dort ausgetauscht. Vor allem diese historischen Bierkeller sind absolute Lieblingsorte für mich. Wenn man dort steht und sieht, dass das alles in Handarbeit geschaffen wurde, ist das einfach beeindruckend. Und ich bin auch mit Michael immer wieder im regen Austausch über Biere und ihre Geschichte. Das finde ich so spannend. Manche Brauer mag ich besonders wegen ihrer Biere, mit anderen verstehe ich mich persönlich super. Aber insgesamt liebe ich einfach die Geschichten hinter dem Bier. Eine meiner historischen Lieblingsgeschichten sind zum Beispiel die Bierkrawalle von 1844. Dazu durfte ich jetzt sogar bei einem historischen Schauspiel mitmachen. Das war gestern in München bei der 1.-Mai-Demo, da hatte mich die Bayer Marie eingeladen. Das hat mir echt Spaß gemacht. Und überhaupt ist es faszinierend, was Bier für Bayern alles bedeutet hat – von der Eisenbahn über die Kühlung bis hin zu ganz alltäglichen Lebensbereichen.
Markus: Ja, also nur ganz kurz zur Ergänzung, Michael ist Michael Hahnreich von der Schlenkerler Brauerei, den hatte ich auch schon im Biertalk und auch ein ganz lieber Mensch und toller Brauer natürlich auch. Aber was mich jetzt wirklich auch interessieren würde, die Münchner Bierkrawalle, kannst du uns da noch ein bisschen mehr mitnehmen? Also was passiert da genau, was muss ich mir da vorstellen? Was hast du da genau gemacht?
Alanna Grimminger: Also was ich dort gemacht habe: Ich war sozusagen die „Prinzessin“ von Ludwig I., der die Bierpreise erhöht hat – um eineinhalb Kreuzer. Daraufhin gab es Krawalle. Erst einmal haben natürlich die Wirtshäuser daran verdient und auch das Königshaus. Aber dann sind die Leute wirklich auf die Straße gegangen und haben dafür protestiert, dass Bier wieder bezahlbar wird, dass sich jeder Bier leisten kann, weil es eben ein Gut ist, das allen gehört. Und genau das fand ich so spannend: welchen Kampfgeist es da gab und wie die Leute zusammengekommen sind. Am Ende musste der König das Dekret wieder zurücknehmen. Das ist schon eine starke Geschichte.
Markus: Eigentlich wäre das ja auch ein toller Stoff für Mangas, solche Bierkriege und Bierkrawalle und so was, oder für Comics im Allgemeinen, sage ich mal so rum. Aber gibt es denn Mangas zum Thema Bier in irgendeiner Form?
Alanna Grimminger: Es gibt eine historische Manga-Reihe, die ich super gern lese. Die ist teilweise viel interessanter und besser aufgebaut als manche Geschichtsbücher. Darin werden historische Gegebenheiten wirklich gut recherchiert und spannend erzählt. So beschäftigen sich Jugendliche ganz freiwillig mit Teilen der japanischen oder auch europäischen Geschichte. Das finde ich großartig. Ich glaube, da werden Bierkrawalle auch einmal ganz kurz angesprochen – allerdings nicht die in Bayern, sondern eher andere.
Markus: noch gut, aber immerhin. Und weißt du zufällig, nur weil mir das gerade so in den Sinn kommt, ob es moderne Mangas irgendwie gibt, die irgendwie sich mit Craft Bier oder mit irgend sowas beschäftigen, was in den letzten Jahrzehnten so rund um Bier passiert ist.
Alanna Grimminger: Es gibt einen kleinen Manga, der sich nicht generell mit Craft-Bier beschäftigt, sondern eher mit einem jungen Mann, der die alte Brauerei seines Vaters übernimmt. Im Moment fällt mir der Name aber leider nicht ein.
Markus: Das ist nicht so schlimm, weil wahrscheinlich ist es ja eh ein Name, der uns nicht so viel sagt, oder?
Alanna Grimminger: Ja, genau, weil das ein ganz kleiner Indie-Manga ist. So etwas liest man eher als Feelgood-Geschichte: Man fühlt sich gut, jemand baut etwas auf oder schafft etwas Eigenes. Das soll jungen Menschen auch Mut machen, selbst etwas anzufangen oder sich etwas aufzubauen.
Markus: Also was mich wirklich begeistert, ist auch, dass du einfach diese internationale Ausrichtung hast. Also wir haben von Anfang an schon damit angefangen und damit eben, glaube ich, auch einen anderen Blickwinkel noch mal ein bisschen mit reinbringen kannst oder auch für Leute, die einen anderen Blickwinkel haben, dadurch auch eben besser bist, denen das dann entsprechend zu vermitteln, weil du eben weißt, woher die kommen. Was mich noch interessieren würde, du hast ja gesagt, du hast auch diesen kanadischen Teil, also wahrscheinlich hast du auch viele schöne Stimmen aus Kanada bekommen für das Voting fände ich ja ziemlich cool. Wo in Kanada ist das Warst du da schon mal und hast du da auch schon mal in die Bierkultur reingeschnuppert?
Alanna Grimminger: Ich war schon sehr häufig dort. Ich versuche immer, meine Mutter – sie lebt ja wieder in Kanada – und meine Großeltern zu besuchen. Wir kommen aus Victoria, also von Vancouver Island. Vancouver sagt wahrscheinlich mehr Leuten etwas. Dort gibt es natürlich auch Brauereien, die einmal von deutschen Auswanderern geprägt wurden, und ganz viel englisch geprägtes Craft-Bier. Das ist sehr unterschiedlich. Bei uns auf der Insel werden eher herbere und cremigere Biere bevorzugt, auf dem Festland eher leichtere, eher pilsige Sachen. Das finde ich auch wieder spannend. Generell ist die Bierkultur dort in den letzten Jahren wieder gestiegen, vor allem weil viele Leute kleine Start-ups gründen und darüber auch Partys und Veranstaltungen machen. Ein Freund meiner Stiefschwester hatte zum Beispiel einen Keg-Service: Der bringt zu Geburtstagen und Feiern verschiedene Fässer mit, damit die Leute unterschiedliche Biere probieren können – quasi ein lockeres Bier-Tasting. Das scheint auch ein gutes Geschäftsmodell zu sein. Ich glaube, seit Covid haben viele Menschen wieder mehr Lust, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen und gemeinsam rauszugehen. Gleichzeitig ist es dort aber auch oft noch so, dass man Bier am Strand nicht einfach offen trinken darf. Man muss es verstecken oder darf nur in bestimmten Bereichen Alkohol trinken. Deshalb setzen sich viele junge Leute auch dafür ein, dass das lockerer wird – eher so wie in Europa.
Markus: Ja, also auf jeden Fall eine ganz spannende Ecke die Westküste. Also ich bin leider bisher nur mal in Vancouver gelandet, um dann nach Süden, also nach Seattle und ins Yakima Valley weiterzufahren. Deswegen habe ich da jetzt an die Stadt selber keine Erinnerungen. Schade eigentlich. Vielleicht beim nächsten Mal, ist bestimmt schön. Aber eine Freundin von mir war während der Schulzeit mal ein Jahr auf Vancouver Island witzigerweise. Und die hat mir immer vorgeschwärmt, wie schön das da ist. Also wie bunt und wie viele Blumen und wie die Natur einfach großartig da ist und beeindruckend auch ist. Und die schwärmt heute noch davon, also 20 Jahre später. Das ist so, oder?
Alanna Grimminger: Absolut. Die Natur dort ist wunderschön. Und wirklich: In jeder Stadt stehen überall Blumentöpfe. Jede Stadt hat da fast ihren eigenen Stil, sodass man sofort erkennt, wo man ist. Victoria Island wird auch oft für Hallmark-Filme genutzt, also für diese typischen amerikanischen Romanzen, weil es dort so viele schöne kleine Städte gibt und weil Drehen in Kanada oft günstiger ist als in den USA. Und überhaupt ist es wunderschön dort. Es gibt auch ganz viele kleine Brauereien auf der Insel. Gleichzeitig ist das Klima viel milder, als viele denken. Man verbindet Kanada ja sofort mit Kälte und meterweise Schnee, aber auf der Insel schneit es tatsächlich eher selten. Das Wetter ist sehr gemäßigt.
Markus: Ja, also da machst du mir jetzt richtig Lust, doch nach Möglichkeit mal dahin, in Anführungsstrichen zurückzukehren oder mal dahin zu fahren. Also auf jeden Fall spannend. Und wir sind auch ein bisschen bei dem Thema jetzt, egal wie das so weitergeht. Also glaubst du, dass Bier weiterhin eine Rolle in deinem Leben spielen wird?
Alanna Grimminger: Ich glaube auf jeden Fall, dass Bier weiterhin eine Rolle in meinem Leben spielen wird. Wir haben ja schon über Stammtische gesprochen – beim ESN, also im internationalen Bereich, bei dem wir Studierende betreuen, gibt es einen Stammtisch. Bei uns im Volleyball gibt es auch einen Stammtisch. Und ich habe das Gefühl, dass diese Stammtischkultur gerade wieder stärker zurückkommt, ganz unterschiedlich: queere Stammtische, Sportler-Stammtische und vieles mehr. Für mich persönlich ist Bier inzwischen noch spannender geworden, weil ich viel stärker auf die Nuancen achte. Und ich bin wirklich überzeugt: Es gibt für jeden Menschen ein Bier, das ihm schmecken würde. Vor allem habe ich gelernt, wie groß der Unterschied ist zwischen Bier direkt aus der Flasche und Bier aus dem richtigen Glas, zum Beispiel aus einem Sommelierglas. Wenn mehr Menschen das ausprobieren würden – vielleicht auch stärker in Kombination mit Essen, also mit Pairings, fast wie beim Wein –, dann würden sich auch viel mehr Leute dafür interessieren.
Markus: Das glaube ich auch. Und das war auch eine gute Abschluss-Wahlkampfrede, sage ich mal. Also Leute da draußen: Helft der Alanna noch schnell, dass sie ihre Stimmen bekommt und ins Finale kommt. Vielleicht noch eine letzte Frage meinerseits: Wenn du einen Wunsch frei hättest – was wäre dein allererster Termin, wenn du zur Bayerischen Bierkönigin gewählt wirst? Was würdest du da gern als Erstes machen?
Alanna Grimminger: Am meisten freue ich mich tatsächlich auf die Kutschfahrt beim Oktoberfest, weil ich dann meinen Sissi-Moment hätte – ich liebe ja historische Themen sehr. Darauf freue ich mich am meisten. Einen einzelnen ersten Termin herauszugreifen, finde ich aber schwierig. Ich plane das gar nicht so sehr im Voraus. Ich lasse alles auf mich zukommen, und danach kann ich dann sagen, was das Schönste war oder am meisten Spaß gemacht hat.
Markus: Okay, wunderbar. Dann bleibt mir nur, dir die Daumen zu drücken. Wir sehen uns sicherlich in den nächsten Wochen und spätestens dann am Wahlabend. Ich bin sehr gespannt. Vielen Dank auf jeden Fall, dass du dich engagierst, dass du das überhaupt machst – und auch, wie gut du das machst. Wirklich großartig, Hut ab und viel Respekt.
Alanna Grimminger: Danke.