BierTalk Episode 2026-10-17

BierTalk 165 – Interview I mit Richard und Rudolf Hopf von der Lang Bräu bzw. Hopf & Hopf aus Schönbrunn, Wunsiedel

Wie wächst man in einer Familienbrauerei auf – und was passiert, wenn man irgendwann erkennen muss, dass Tradition allein keine Zukunft garantiert? In dieser Folge treffe ich Rudolf und Richard Hopf, die in sechster Generation mit der Lang-Bräu in Schönbrunn bei Wunsiedel groß geworden sind. Die Brauerei war Spielplatz, Familienmittelpunkt und später auch berufliche Heimat. Wir sprechen über Kindheit zwischen Sudhaus, Getränkemarkt und Kirchweih, über den unglaublichen Boom nach der Wiedervereinigung, über Erotikbier, Uhu-Bier und Papstbock – und über einen Vater, der aus einer Bierlaune heraus Ideen entwickelte und sie am nächsten Morgen einfach umsetzte. Vor allem aber erzählen Rudolf und Richard sehr offen davon, wie sie selbst Verantwortung übernahmen und die Brauerei Schritt für Schritt neu aufstellten: mit moderner Technik, einer klareren Marke, der erfolgreichen „Läuft.“-Kampagne, Super Ale, einem neuen Hellen und viel Mut zu Veränderung. Aus einem schwierigen Sanierungsfall wurde wieder ein wachsendes Unternehmen, das sogar zu den Gewinnern der Corona-Zeit gehörte. Doch dann veränderten Energiekrise, Inflation, steigende Kosten und ein immer schwierigerer Biermarkt die Perspektive grundlegend. Aus der Frage „Wie wachsen wir weiter?“ wurde irgendwann die viel härtere Frage: „Hat dieses Geschäftsmodell überhaupt noch eine Zukunft?“ Ein sehr persönliches Gespräch über Familienunternehmen, Verantwortung, Veränderungsbereitschaft – und über den Mut, sich irgendwann auch einzugestehen, dass ein geordneter Abschied manchmal die verantwortungsvollste Entscheidung sein kann.

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Das Gespräch — zum Nachlesen

Markus: Bier Talk, Gespräche über und beim Bier. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, Bier Talk. Heute mal wieder live aus meinem Büro sehr spannend in den Theatergassen in Bamberg und ich habe auch natürlich ganz spannende Gäste hier! Und das Tolle ist auch wenn man so überlegt wir machen nicht nur eine Folge sondern wir machen gleich zwei weil sie nicht dazu zweit sind sondern eben auch sehr viel zu erzählen haben. also erst einmal schön dass ihr hier seid. die beiden Hopfbrüder würde ich jetzt mal sagen ihr werdet gleich ein bisschen erzählen was dahinter steckt. Ihr

Gast A: ja

Markus: seid Brauer Aber ihr seid auch Unternehmensberater und ihr seid Leute, die als junge Menschen in die Branche gekommen sind. Auch viel Innovationskraft bewiesener haben und eben jetzt einen großen Wandel hingelegt habt und viel zu erzählen habt, eben auch anderen. Deswegen das Thema Unternehnensberatung. Vielleicht sagt ihr einfach mal zwei, drei Worte zu euch selber Und dann steigen wir an unser Gespräch ein.

Gast B: Ja also ich bin der Rudolf Hof, bin schon für zehn Jahre alt. In der Brauerei war ich tätig für Vertrieb & Marketing Social Media. Ja, meine Hobbys sind eigentlich... Das ist eine gute Frage. Die Hobbies laufen ein bisschen, kochen wenn ich mal Zeit habe. Sauna vielleicht auch mal, das war die Sache.

Gast A: Ja und Richard? Also wir sind zwei Jahre auseinander. Ich bin neununddreißig aber jetzt morgen nachgerechnet auf jeden Fall. Aufgewachsen in Schömbrunn bei Wunsiedel. Typische Familienbrauerei, sechste Generationen. Brauerei war der Spielplatz. Und dann diese Brauausbildung, Braumeistergedränge

Gast B: betrifft wird

Gast A: Ja, so in Anführungszeichen der Techniker in der Brauerei aber natürlich unsere regionalen Betriebsgröße. Natürlich in jedem Thema drin ganz klar auf allen.

Markus: Absolut und da können wir auch gleich ein bisschen einsteigen. also den ersten Folge jetzt hier wird erstmal ein bisschen um euch als Menschen sozusagen gehen wie ihr reingewachsen seid in diese Brauerei und auch ein bisschen das brauereileben in Wunsiedel vorzustellen. Da gibt es auch viel zu erzählen. Und vielleicht ganz prinzipiell, Wunsiedel hat für mich immer so zwei Gesichter. Also ich war da schon bei wunderschönen Sommerwetter und da ist es eine traumhaft schöne Landschaft mit viel wunderbaren blauen Himmelgrünen, Wiesen, Hügeln, Dagen, Wäldern also wie man sich das wünscht eigentlich so ne Traumkulisse. Ich hab's aber auch im Sommer schon ein bisschen Schnee. Also, da war ich vielleicht noch. Und Juni oder so? Da waren wir in Eisenburg sogar schon. Also fand ich total krass und natürlich im tiefsten Winter. Da kann es auch mal richtig kalt sein. also eine sehr... Kann doch eine raue Landschaft sein, die auch durchaus ein bisschen was abfordert. Wie war das so als ihr aufgewachsen seid? Wie habt ihr das erlebt? Hat euch drunter Spaß gemacht?

Gast B: Ich würde sagen, als Kinder waren die Winterjahr anfangs Zeichen ein bisschen mehr und länger als jetzt momentan wie die letzten Jahre Und ich fand es immer gut, dass wir immer so Schneeballschlachen gemacht haben. Das war immer ganz witzig! Also mir waren immer so... und mir hat's persönlich sehr viel gefallen. in der Schule wusste ich doch da durfte man nicht schneeballwerfen zwar verboten aber dafür ist es dann extrem abgegangen auf die Hinfahrt und Unterrückfahrt an einer Busshaltsstelle und ein bisschen viel Schlitten gefahren.

Gast A: Man hat auch Eiswürfel gespielt am Weihnachtsferde. Ja, das

Gast B: war immer eigentlich zu den Weihnachtfällen. Da war jeder daheim gewesen und da waren wir meistens wirklich dann eine Woche lang jeden Tag auf dem Weih her und haben Schlitzschuheiswürgel gespielt. Das hat sich jetzt auch fast immer gegeben die letzten Jahre eigentlich. also es waren immer so diese Wintererlebnisse die waren da eigentlich schon präkend auch gewesen.

Markus: Man ist euch bewusst geworden dass ihr in einer Brauerei aufwachst?

Gast A: Sehr gute Frage! Völlig Normalität. Das war halt schon immer unser Spielplatz und es war ja eine große Gemeinschaft, wenn man sagt okay die eigene Familie, die Mitarbeiter Oma Oba, eine große Familie gewesen damals mit noch Flüchtlingen, die halt im Umfeld wohnt haben und eigentlich wie Familienangehörige waren, die uns teilweise auch mit groß gezogen haben. Ja also das war... War schon eine tolle Gemeinschaft im Endeffekt. Das war schon sehr homogenierend. Weil egal wo du dahin gehst oder in welchen Haustür du klingelst oder irgendwo vorbeigehst, du bist da überall daheim. Schönbrunnen hat jetzt tausende Einwohnern damals vielleicht so achthundert. Sehr schöne... Gute

Gast B: Lage

Gast A: auch für die Ortsgemeinschaft.

Gast B: Das ist ein sehr schönes Dorf. also mein Freund wohnen es auch, die kommt aus Weidner. Sechs Arsch wäre so schön. und wenn wir nach Schönbrunn ziehen könnten, dich dir gefällt das voll? Und das liegt wirklich schön! Ein bisschen heile Welt, sag ich mal. Das ist schon angenehm.

Markus: Ja immer mit dem sich bewusst werden in der Brauerei aufzuwachsen habe ich auch so ein bisschen gemeint. Ich kann mir vorstellen wenn man als Kind da einfach groß wird, dann ist es normal. Dann ist es die Umgebung, die man halt so kennt und dann stehen da überall Sudkessel rum und dann laufen da lauter Leute, die irgendwie zu onkelnden Tanten werden wie auch wenn man das sehen mag. aber so dieser Punkt dass man irgendwann realisiert okay das ist jetzt nicht nur halt meine gewohnte Umgebungen sondern das ist wirklich ein Unternehmen der passieren Sachen da kommen Leute und kaufen und was weiß ich fast dass es vielleicht sogar auch eine gewisse Bedeutung hat oder so. Keine Ahnung, wird einem das mit sechs Jahren bewusst, wenn man in die Schule geht? Oder später dann bei irgendwelchen anderen anlassen... Ich würde

Gast A: schon sagen, dass er immer die Grundschule verlässt und es ist ja als Tag und Nacht drehen sich ja die Themen um die Brauerei, um Kundenbeziehungen, um irgendwelche Festivitäten bis hin zu dem exten Kiel bei Besuchen irgendwelchen Gastronomin. Also das ist schon ein Thema, wo wir es dann natürlich ziemlich schnell waren und in positiven wie negativen, dass sich alles mit Brauerei dreht.

Markus: Das habe ich von anderen aufgehört

Gast B: die in

Markus: einer ähnlichen Konstellation aufgewachsen sind als junge oder Kinder einfach in der Familienbrauerei oder im Familienunternehmen, dass man eben sagt okay ist es immer so ein weiteres Kind was da am Tisch sitzt ist halt die Brauerei sozusagen. Die Thema Nummer eins ist am Mittagessen, beim Abendessen und beim Aufstehen wo halt immer die aktuellen Entwicklungen, die Probleme was durchgesprochen werden oder auch natürlich immer dieser Punkt ich muss aufpassen alles was sich macht die Leute schauen zu sehen dass ich bin. also die Eltern sind nicht normale Menschen sondern sie sind halt immer in ihrer Funktion als wir sind Die Brauerei-Besitzer sozusagen und überlegen dann, wo kauf ich meine Brötchen? Wo kaufe ich mein Auto? Was keine Ahnung. was ziehe ich an oder so. Also sind das die Sachen, die ihr auch erlebt habt in eurer Jugend?

Gast A: Ja das kommt dazu. Absolut jugendlichen Alter, so drei, vier, zehn, fünfzehn. da sind solche Themen dann halt am Start wenn man sagt ja man sollte das und was und das können wir doch nicht machen weil uns auch solche solche Geschichten.

Gast B: Das stimmt ja du hast gut zusammengefasst Markus. also bei uns war es auch so gewesen definitiv Nervt

Markus: das irgendwann?

Gast B: Ja, teilweise ja.

Markus: Habt ihr da versucht zu rebellieren dagegen? Gab es da Diskussionen auch in der Familie?

Gast A: Das geht jetzt nicht weiter als schlimm hoch sein. Rebellieren

Gast B: nicht aber man diskutiert halt schon drüber. Warum testen wir können sie auch anders machen oder so was. Ich denke da ist wichtig dass es richtig was da auch kommuniziert wird aber muss aufpassen dass es nicht überreizt wird dieser Zwang. Ich glaube, dass es dann nur noch als Zwang kommuniziert

Markus: wird oder

Gast B: zu stark einängen lässt. Dann wird das negativ.

Markus: Ja vielleicht ist das auch eine Sache die zumindest diese letzte Generation, also unsere älteren Generation noch sehr geprägt hat. Vielleicht auch die davor, das weiß ich gar nicht so, wobei meine Oma war auch ein bisschen so... Ich kümmere mich jetzt eher weniger darum, was irgendwelche anderen Leute über mich denken oder wo ich meinen Kaffee kaufe. Aber da war das glaube ich schon noch sehr wichtig, dass man auch überlegt hat auf welcher Kirchwein muss sich sein? Dass ich

Gast A: den besuche und so... Die Emotion ist sehr wichtig in dem Geschäft! Es ist ja im Endeffekt ein Endkunden-Geschäft, wo alles oder vieles über Emotionen abläuft. und was denkt der von mir und ist der Verein uns wohlgesonnen oder was ist mit der Firma? aber es ist natürlich auch so Ein Stück weiter gesunde, lokal Patriotismus. Der da dahinter steckt auch mit dem wem ist man verbunden? Wen nicht? und so weiter... Also ich finde das nicht unbedingt negativ!

Gast B: Es war ja schon immer ein enger Markt. Du hast natürlich dann auch aufgepasst. Natürlich wenn ich jetzt da und da hingehe wie kommt es an? Kommt es vielleicht positiv oder negativ an? kann das vielleicht der Brauerei im Nachbardorf irgendwie helfen? Das sind auch schon Punkte würde ich sagen.

Gast A: Aber es ist im Endeffekt auch eine automatische Sakna-Bubble dazu. Wenn man da immer zu einem gleichen Umfeld verkehrt, ist das ja auch so eine Art geschützte Glocke, geschützter Raum wo einen das dann gar nicht irgendwie unnormal vorkommt wenn man sich da ständig mit den gleichen Leuten trifft oder mit den wohlgesonnenen Vereinen filmen.

Gast B: Es war ja auch früher anders. Unsere Eltern waren ja dann auf jede Weihnachtsfeier von Verein XY gewesen, aber die waren wirklich auch da im Winter gefühlt kein Wochenender daheim gewesen. Da waren wir bei unseren Großeltern, weil sie auf irgendwelche Weihnachtszweiern waren. Aber das war halt der einzigste Kanal mit den Leuten in Kontakt zu kommen! Das hat sich jetzt natürlich durch Social Media und die ganzen neuen Medien natürlich verändert... den Endkunden Kontakt gesucht hast, ging es ja eigentlich nur über den Stammtisch. Über diese Vereinstreffen um mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Das hat sich natürlich auch deutlich verändert. welche Vereine machen jetzt noch? eine Weihnachtsfeier kann man mit einer Hand abzählen Und früher hat es jeder Vereine auch gemacht. Also da ist ein großer Wandel auch da gewesen und da waren meine Eltern wirklich viel unterwegs und haben da wirklich viel Zeit, auch bei den Vereinen oder bei irgendwelchen Veranstaltungen verbracht was natürlich als Kind dann schon ein bisschen komisch war.

Markus: Ja also das kann man ja so und so sehen. ich mein auf der einen Seite habt ihr dadurch vielleicht auch einen Gewinn weil ihr dann zum Beispiel mit euren Großeltern vielleicht mehr Zeit verbracht habt oder mit anderen Leuten? Auf der anderen Seite könnte man natürlich auch sagen Vielleicht haben da die Eltern ein Stück weit auch gefühlt, also kann man das

Gast A: so sehen? Das Gefühl habe ich jetzt nicht. Ehrlich gesagt ist natürlich der Blickwinkel, wo man es betrachtet und wenn man sagt okay und es hat einen positiven Moment, man hat eine positive Einstellung dann kann es auch einen positifen Nebeneffekt haben in der Zeit. Die Wendezeit ist für uns eher prägnante in Betrieb und Familie gewesen, weil das war natürlich im Endeffekt der Sprung, wo es auf einmal losging. Unser Betrieb hat sich von achttausend Hektar auf einundzwanzigtausende Hektare hochgeschossen und dann alles verkaufen konnte was man produzieren konnte. Und da war's schon so dass der Kindergarten angerufen hat und gesagt hat jetzt holz mal eure Kinder ab wir schließen sie nach dem Motto Also nicht, dass es jetzt öfters vorkommen wäre. Aber das ist so ein vergabtes Beispiel, was ich immer bringe. Da gab's halt andere Prioritäten oder da warst du dann mit dem Büro bis drum gelaufen und so weiter...

Markus: Und da habt ihr noch bewusste Erinnerungen an diese Zeit?

Gast A: Ja auf jeden Fall auch diese extreme Bewegung. Das waren natürlich die größten Bewegungen am Betriebshof. Und da ist Tag und Nacht gearbeitet worden. Die Mitarbeiter, das war ja Wahnsinn was da in der kürzere Zeit an Absatze entstanden ist und mit diesen ganzen Wachstumsschmerzen auch nebenbei was da geleistet wurde. Also kann man schon nachempfinden, kann wir schon nachahnen.

Markus: Hast du noch Erinnerungen an die Zeiten?

Gast B: Direkt wenn die Zeit nett! Ich weiß halt dass ich dann teilweise dann immer Sonntagabends noch ein LKW aufgeladen habe dass der dann so einen Montagflühe fahren kann, konnte in Osten.

Gast A: Das war ja auch immer reizvoll, dass man mit dem Stablerfahren fahren durfte und solche Sachen. Stabelfahren,

Gast B: ja... Oder

Gast A: mal mit Vater im Lkw mitgefahren?

Markus: Also ihr konntet viele Dinge sehr viel früher als andere Menschen wahrscheinlich!

Gast B: In einer Brauerei bestimmt, ja. Also Stablefahren hat uns immer schon etwas Spaß gemacht. Ich meine das ist ja... Man verbindet an die Arbeit mit dem Positiven-Spaßig Faktor. also ich war immer noch gerne ab und zu mal Stablet.

Gast A: Da war natürlich auch immer ein Kundenverkehr, da eine Kundenfrequenz und so weiter. Auch immer spannender zu sein oder um abzukassieren oder sowas.

Gast B: Wo ich mich schon daran erinnern kann... Du hast ja dann einfach auch Geschäftsbeziehungen in neuen Bundesländern gehabt und das sind wir auch mal ab und zu rüber gefahren wenn da irgendeine Veranstaltung war oder Geburtstag vor einem Geschäftspartner. Und ich habe dann schon geschockt diese Häuser diese heruntergekommenheit in Anführungszeichen, wie das war. Das kann man sich gar nicht vorstellen wenn mal ein paar Meter weiterfährt, wie dann die Ein-Deutschland, die es dann total konträrer sich entwickelt hat und das hat mich dann schon immer tief beeindruckt oder auch geschockt teilweise ja.

Gast A: Wir hatten gestern das Thema mit dem ist dann los ging dass nochmal selber bei Elkebitturm gefahren ist mit Achtzehn usw. Da gab's damals noch diese TomTom Navis. Gut du hast vorhin mal an die Karte reingeschaut, das groben weiß wo sie hin fährst Und dann bist du da rumgefahren, die Straße war nicht eingezeichnet. Da ist eine Vollsperrung und du hast keine Ausweichmöglichkeit. überall steht. Ein Umleitungsschild. Du weißt ja noch,

Gast B: welchen Umleitungsschild

Gast A: du überhaupt in der Herd fahren solltest?

Gast B: Und

Gast A: du rückst zurück, ihr hast dich da dreimal im Kreis gefahren. Also das kann ich mir schon noch viel lernen!

Markus: Ja, alles ist ganz interessant weil es weckt mir auch Erinnerungen. Also zur Wendezeit war ich ja, was war ich, der Sechzehn oder so... Da bin ich tatsächlich mit meinem Vater öfter mal rüber gefahren. Auch spannend, aber so wirkt auch vorher schon immer noch zur DDR-Zeiten. Das war auch krass und mein Vater war Polizist. Und da haben sie dann wenn wir über die Grenze gefahren sind das Auto jedes Mal in alle Einzelteile zerlegt. also einfach aus Prinzip und das dann auch zu erleben eben tatsächlich dieses... Also vielleicht sind es auch kindliche Eindrücke, aber ich habe das wirklich so in Erinnerung dass es da einfach grau war überall sondern überhaupt auch gerochen hat und wirklich einfach schwierig. Für mich ging das dann so richtig los. Mitte der Neunziger war ich beim Radio hier bei Antenne Bayern, habe da viel gearbeitet und eine der Hauptjobs waren dann tatsächlich immer wieder rüber zu fahren. Das heißt jetzt als Nagano Olympia war zum Beispiel ein Thema, da war ich dann bei den ganzen Athletenfamilien in Thüringen und sonst wo und hat mit denen halt Fernseh geschaut und live Berichterstattung gemacht um Leute zu geschichten. Und es war damals immer noch ein Ding wenn du über die Grenze gefahren bist. Da war viel einfach leider nicht in einem Zustand wie man sich wünscht. Man hat sich dann gefühlt von einem McDonalds zum Nächsten gehangelt, weil es dazwischen gar nichts gab, wo man mal was essen konnte oder so. Oder dann z.B. die Autobahnen Ableibung a.o.a.A.A., da war damals gerade die Idee das zu bauen, Riesendiskussionen dazu und so... Also wenn man überlegt wie, wo wir heute stehen? Gerade wenn man heute rüberfährt ich habe vor zehn Jahren, glaube ich oder zwölf im Buch gemacht über die Brauereien in Sachsen und Thüringen. Und habe alle besucht. Da hat man wirklich gesehen was vorangegangen ist also wie schön es jetzt in vielen Orten ausschaut. Also nicht mal nur die Brauaereien das ist noch ein ganz eigenes Thema da konnte man darüber reden aber die Orte drumherum einfach dass da Marktplätze wieder stehen die man gerne anschaut, dass Infrastruktur vorhanden ist usw. Aber gut, ein ganz anderes Thema.

Gast A: Ja also nochmal kurz bei der Impelskultur muss ich hier widersprechen weil das ist eine schöne Kindheitsinnerung beim Elke mitgefahren ist diese ganzen Rosterstände und du hast dann als Kind so einen Roster bekommen. es war doch schon mal ein Taunusheiler für mich.

Gast B: Der hat viele so Impelstände oder so Gulaschkanone. Das hat sich da auch verändern durch die letzten Jahre dass sie alle abgebaut worden sind. Ich weiß auch noch wie wir mit dem Elke rüber gefangen sind wenn man an Bauer beim Liefern einfach mit gesessen waren. Diese Rostokultur, du weißt das ist so ein dicken Rosthaus in der Kärntel. Sie kennt in Westdeutschland, die sich dir gewurscht mit Sämpf drauf und es war halt ein Abenteuer, ne? Das waren wir da weiter. Es war schon eine andere Welt einfach. Ja, also interessant!

Markus: Also das habe ich witzigerweise nicht in Erinnerung. Ich kann mich nur mal erinnern dass ich mal endlos bei Schnee durch den Thüringer Wald hinter einem Lkw hergefahren bin mit zwanzig oder sowas...

Gast B: Wahnsinn! Na

Markus: ja egal, auf jeden Fall spannende Zeit. Vielleicht auch interessant, euer Vater war ja ein sehr kreativer und innovativer Mensch. Und ich habe dann eure Brauerei zuerst wahrgenommen als er diese Schiene aufgelegt hat mit Uhubier und Erotikbier und Papst-Bock und was es da so alles gab... Wie habt ihr das so miterlebt? Also seine Art auch, also zum Beispiel nur um es noch einzuberfen. Es gab ja dann eine fast nackte Statue praktisch von ihm. So ein Papp-Aufsteller der dann hochgeklappt ist wenn man in die Brauerei gekommen ist und dann zur Musik gespielt und die Lightshow und so... Das war einfach natürlich schon cool! Und zu der Zeit völlig innovativ. Also wie erlebt man das so als Sohnzöne?

Gast A: Ja unser Vater ist halt sehr. jetzt sagt man innovativ. Damals war es halt im Endeffekt einfach viel Spaß, der aus einer Bierlaune hier immer entstanden ist und das ist immer so wie gesagt bei Brainstorming. Damals waren wir halt biertisch und du brauchst halt irgendjemand, der nach zum eins zu zwei das noch aufschreibt was du da rauslässt. Mein Vater war halt immer jemand die hat's dann gnadenlos umgesetzt. also bevor er jetzt irgendwie heute wird mein Rechtsanwalt anrufen und danach fragen Mein Vater hat die Ideen, die gekommen sind und am nächsten Tag immer Knall hat umgesetzt. Er hat sein Grafiker kommen lassen und die Umsetzung hat ihren Startschuss genommen. Das waren natürlich extrem medienwirksame Sachen, die er entworfen hat. Da hat er einen solchen Gefallen daran gefunden, dass er da eigentlich immer weitergemacht hat. Also da kam ja alle zwei drei Jahre so eine größere Burner raus. Und natürlich im Jahr das Rotik-Bier Das war mal ein Faschingsscherz. und dann, mein Vater konnte vierteljahr nichts mehr arbeiten weil eine Presseagentur nach der anderen da war. Und das alles filmen musste usw. von Lilo Wanders bis sonst was überall diese extremste Berichterstattung eingladen worden nach Taipei Weil die haben so ne Bayerische Gallionsfigur gesucht Die sind auch irgendwo auf Oktoberfest uns weiter vorschieben können etc. Es hat er alles mitgemacht Und das hat natürlich uns ein bisschen die Beschonung sehr geprägt.

Markus: Wann ist denn für euch dann die Entscheidung gereift? Also können gleich noch die Vereine schauen, man ist für euch die Entscheidung so gereift zu sagen okay ich will also überhaupt mal in die Branche und dann vielleicht auch noch da in dieses Unternehmen.

Gast B: Ja ich war erst einmal... Ich habe ja Koch gelernt. als Erstes Wollte eigentlich mit der Brauerei erst mal weniger was zu tun haben, weil ich auch die negativen Punkte eher wahrgenommen habe als Kind. Weil wir haben eine sehr schöne Kindheit gehabt, auch für eine Familie her und die Negativität kam irgendwie immer aus der Brauerai heraus, weil immer irgendwo ein gewisser Mangel da war, wenn ich es mal so ausdrück. Deswegen hab mich das ein bisschen abgestoßt oder abgeschäut. Da hab' ich koch gelernt... koch hab ich dann, weil man oft an Essen bei Kunden Und ich wollte mal wissen, wie das funktioniert. Hat mir Spaß gemacht! Wie kochen die das? Wie bringen wir es auf den Teller? Hab dann kocht gelernt, Hotelmanagement noch studiert. später war auch im Ausland tätig. Auch Deutschland war Station gemacht. als Geschäftsführer auch Wildparken viele in Strasslach bei Grünwald beim Reuter der den Sackerfest zählt hat War ich auch mal gewesen und da bin ich eigentlich aus dem Jahr weil da einfach ein starker Wandel war. Uns älter haben sich dann zurückgezogen aus verschiedenen Gründen, persönlich gesundheitlich und der war auch so eine Struktur dabei und gesagt okay jetzt müssen wir noch mal richtig Gas geben sonst haben wir einen riesen Problem und es hat auch von mir zeitlich gepasst aber auch Lust gehabt irgendwo einzusteigen wie die auch. als Team waren uns sicher dass es gut funktioniert muss ja auch zwischenmenschlich passen. also wir sind vielleicht zwei Brühe wo viele sagen wie klappt das bei euch? wie es halt alles eh war, das wirft auch mal ohne zu sprechen laufen da Entscheidungen ab und Gedanken. Und dann bin ich in den Betrieb gekommen und dann haben wir gesagt okay jetzt müssen wir Gas geben und alles irgendwo auf links drehen hatten viele große Baustellen die man so nach und nach angefangen hat abzubauen oder wenn wir finanzielle Möglichkeiten hatten dann auch da und da eine gewisse Projekte oder strategische Entscheidungen zu investieren.

Markus: Und bei dir war es aber dann früher sozusagen?

Gast A: Ja, bei mir war das komischerweise nie ein Thema. Für mich war das immer total normal dass ich Brauer wert und ich habe dann im Jahr die Wirtschaftsschule beendet und hier in der Schlossbrauerei Rekentorf bei Bamberg gelernt, halt über Praktikars gemacht usw., gleich damals sind ja die Gesellen-Fleuten wenn man nicht mehr nicht gewesen, gleich darauf bei Dömins Meister gemacht und den Getränken betriebs wird. Dann nimmst du dich mal vor, man tingelt jetzt noch ein bisschen rum durch andere Betriebe und so weiter. Und dann war das quasi der Abschlussfeierabend von der Dümmer ins Akademie. Wie man da heim plant, sagt meine Mutter ja, wollte sie mir vorher sagen aber der Lebensgefährte von meiner Großtante ist verstorben die waren Ende-Siebzig haben wir aber noch die Buchhaltung gemacht bei uns im Betrieb. Das hat für mich dann gleichgeheisen, dass ich mit meiner Mutter jetzt die Buchhaltung übernehmen werde. Computertechnisch war das auf einem recht tiefen Niveau damals. Da musste sich quasi einsteigen und es hat sich niemand anders ausgekannt. Ich habe meine Mutter quasi einen Tag in der Woche nur eine Buchhaltung gemacht. Sie hat das schön vorkontiert usw. So war dann der Einstieg im Büro. Mein Vater war nie so, der Büro hängst. Der hat eher mal außen die Gallionsfiber

Markus: gespielt

Gast A: und da waren dann auch viele Themen plötzlich da. Dann wenn du frisch von der Schule kommst, dann hast natürlich auch Qualitätsansprüche und technische Ansprüche, wo du sofort eigentlich Probleme erkennst, die man beseitigen müsste. Und da waren halt auch Sachen dabei, wo es sagt sich ich stelle jetzt nicht einfach irgendwie eine Rezeptur um und das passt schon weil das sind Sachen, die muss man begleiten, wenn man irgendwo an den Stellschrauben dreht. Und dann war eigentlich sofort da sehr viel Arbeit da, wo man sagt wow. Also die Alltag ist jetzt plötzlich gut voll. und dann ging es eigentlich gleich in die Phase das man gesagt hat Mensch wir müssen uns einmal strukturieren was gehen wir denn jetzt eigentlich zuerst an? Dann haben wir auch tatsächlich mit unserem Stollberateteam usw. mal ein Zehn Jahresplan aufgestellt. Wo sind wir? Wo wollen wir hin? Was müssen wir da tun? Und das war tatsächlich eine wirkliche To-do List, die wir dann begonnen haben abzuarbeiten. Damals hat man auch eine Füllerei, die aus den Seventiger Jahren war also teilweise schon Aggregate erneuert in der Wendezeit immer PöApö aber der Füller war noch aus den Siebzigern Sauerstoffproblemen etc. Allgemeinzustand eher schlecht. und dann haben wir gesagt Mensch wenn wir ordentliche Qualität beibehalten wollen brauchen wir eigentlich neue Füllerei. Das war dann so der Punkt. Und dann ging ich eigentlich gleich schon in die Planung für so ein Großprojekt, wo man sagt okay Sanieren im Bestand. Also vorproduzieren, das Zeug rausreisen, neue reinsetzen und weiter geht's. Das war dann zum Jahr zwölf eine ganz große Hub und da ist mal halb drin. Und plötzlich sind halt alle Themen, die in so einer Regionalbrauerei aufschlagen auf unschreibtisch.

Markus: Was mich da interessieren würde, wäre auch so die menschliche Seite. Also ihr habt ja gerne erzählt, ihr wachst da auf, die Mitarbeiter alles eine Familie, die lernen euch als die kleinen Jungs kennen, die da so rum spazieren und dann geht er auf die Schule, dann machst du da Abschluss bei Dömens, kommst zurück und auf einmal ändert sich ja dieses Gefühl ein bisschen. also weil du dann ja mindestens auf gleichen Niveau mit vielen bist, bei vielen vielleicht irgendwie auch quasi gefühlt so eine Chefrolle einnimmst. Man vielleicht auch mit seinen Eltern anders spricht, weil wenn ich jetzt überlege die Computerdiskussion hatte ich daheim auch und ich konnte es halt und mein Vater zum Beispiel nicht also habe ich ihm erklärt dann ändert sich auf einmal ja auch so ein bisschen das Verhältnis so ein bischen und da hat er manchmal auch ein bisschen reagiert, weil er klar gesagt hat Dein Vater, warum sagst du mir jetzt was ich tun soll so ungefähr? Also gab es da solche Situationen auch. Also vielleicht gerade bei dir weil du in der Situation dann ja da auf so warst wo ihr dann auch wieder euer Gefüge neu ordnen musstet?

Gast A: Arbeit war genug da und die Ampel war eigentlich immer grün vonseiten meines Eltern. meine Eltern also die waren froh das was vorwärts geht dass was angepackt wird. Wir haben eigentlich in keinster Weise irgendwas blockiert. Das war immer, wenn was gemacht wurde, das haben wir es gemacht und auch damals, das ging ja dann los und sagt okay jetzt brauchen wir hier mal ein paar neue Computer, dann braucht man eine Website, dann brauchen wir E-Mails und so... Es ist ja im Endeffekt relativ lange her wo du sagst ok, dass sie nicht einmal irgendwelche E-mails beantwortet wurden täglich, ne? Da ist halt einmal Monat drei geschaut worden so nach dem Motto aus der Zeit kommt wer damals und das ginge dann trotzdem wahnsinnig schnell Wenn wir irgendwie

Gast B: auf ein Seminar waren, haben die Leute gesagt, ihr müsst oder da waren es Leute stolz, die das Seminar gehalten haben. Dass sie täglich die IMEs beantworten. Das war die Zeit ne? Da haben andere einmal in der Woche irgendwann IME's beantwortet und da waren das Standard am gleichen Tag so, weil Nime werden wollen.

Gast A: Obwohl...

Gast B: Wo man daher kommt auch?

Gast A: Obwohl das Interesse eigentlich schon mal da war von meinem Vater. Mein Opa war auch Baraupatriarch bis sixundachtzig täglich am Schwerbdisch. Und er hat dann auch gesagt Er möchte jetzt das flacheste Handy, was es gibt. Weil irgendeinem Stammtisch hat er auch so ein Handy gehabt. und dann habe ich hier mal das flaches Handy, das gibt eingerichtet usw., war da stolz drauf. Und auch früher eigentlich schon immer dahingehend sich mit neuen Medien beschäftigt. Da muss sie dann auch antanzen, hatte so einen Lesenzirkel gehabt mit Fokus, Sternen und die ganzen Zeitschriften. Und dann hat er gesagt, ich möchte den Begriff, den, den und den verstehe ich nicht. Was ist das? Und dann waren da Sachen dabei so Anglizismen usw., wo ich sage, ja, kann mir jetzt schwer umschreiben, kann ich das eigentlich auch schlecht erklären. Also, das nur was wird's nicht. Aber im Betrieb ... Das war kein harter Schnitt! Ich habe halt dann mitgearbeitet, hab mal alles angeschaut und dann sind ganz sanft die Veränderungen eingearbeitet worden. Da waren jetzt keine brachialen Konfrontationen da, zwischen mir und Mitarbeitern. Das habe ich so nie wahrgenommen, das war immer Gemeinschaft. gut kommen wir vielleicht etwas langsamer voran. aber es muss ja mit langgedielen Mitarbeiteren auch so sein dass sagst du okay die hauen jetzt dann nicht irgendwie die Blockade rein oder sowas. das muss im Endeffekt wohlwollend mitgegangen werden.

Markus: also finde ich großartig wenn das so gelaufen ist. Ich hab's halt einfach oft anders erlebt weil man das eine ist dieses neue Sachen, also Computer, Website und diese ganzen Geschichten. Aber auf der anderen Seite kommst du ja... quasi frisch von der Braumeisterschule und erzählt Leuten, die seit vierzig Jahren wir machen, dass sie das jetzt anders machen sollen oder hinterfragst einfach Dinge. Und normalerweise kommt ja da oft auch so eine natürliche Gegenbewegung oder eine gewisse Resistenz oder oder einfach aus ein bisschen was willst du mir erzählen?

Gast A: Das ist dann eher auf Braumeiste Ebene. Ein bissel später hat es schon stattgefunden, dass man sagt, pass auf! Das passt nicht, das müssen wir ändern. Warum, wieso? Weshalb ist es so und das haben wir doch schon vor zwei Wochen besprochen usw. Die Themen da war ich dann natürlich auch schon drin. aber das war jetzt nie auf der persönlichen Konfrontation dass man sagt man konnte miteinander reden oder sowas oder dass man sich noch mal angeschaut hat. also da waren wir weiter von entfernt

Markus: Und dein Vater war da auch in dem Brauprozesse selber gar nicht so involviert? Nee,

Gast A: er hat sich da ziemlich früh rausgezogen und der war dann in die Produktionsthemen eigentlich gar noch mehr drinnen und Büro eigentlich auch nicht Öffentlichkeitssachen gemacht oder Brauereiführungen, mal Lkw gefahren und Stabler gefahren überall. Und nirgends sage ich mal aber jetzt nicht in der Produktion ein Büro. tatsächlich da waren nur meine Mutter verankert im Büro.

Markus: Okay also dann steigst du ein, du kommst später dazu. wie findet sich das dann so ein bisschen? Also ihr habt gerade schon gesagt ihr versteht euch quasi blind ist ja schonmal ganz wichtige Voraussetzungen zum Beispiel klar, so ein bisschen Aufgabenverteilungen und eben Zuständigkeiten. Und auch nach vorne zu denken, Marketing neu anzugehen und so. Ihr habt ja viele schöne neue Sachen gemacht, das ich erinnere mich vor allem an die läuft Kampagne, die ihr wirklich bundesweit durchaus da Resonanz hatte oder das Superail z.B., also wie ging das so? Wie waren da eure Emotionen? So ein Aufbruch, wir machen das jetzt gemeinsam. Wir gehen da jetzt voran und drehen diese Brauerei praktisch ins XXI. Jahrhundert irgendwie. Wie habt ihr euch da so gefühlt? Wie ging es so?

Gast A: Ja also zunächst man muss noch mal bisschen zurückspulen... Also die Mutter meines Vaters war quasi zu fünfzig Prozent Erben und ihre Schwester zum Fünfzig Prozent. Und wie wir damals auf die Bankgange sind mit unseren Investitionsvorhaben für die Vollerei hat die Bank dann gesagt, was auf? Da steht jemand mit Ende-Siebzig in der OHG Bilanz drin. Machen wir nicht! So, das war dann der erste Knall für meine Mutter, die dann gesagt hat also es kann doch so nicht weitergehen und so weiter... Und also meine Großtante, die waren nicht unbedingt entscheidungsfreundlich freudig und hat dann immer gemeint, wir würden sie irgendwie vorbescheißen weil man gesagt hat so wie machen jetzt mal Steuerberater Termin und wir machen jetzt noch das. und das hat bis dahin geführt, dass sie gesagt hat, sie unterschreibt die Bilanz nicht. Sie hat Angst, dass wir das irgendwie bescheißen oder sowas. Also Familie war das Beziehungs-Ebene okay aber halt immer wenn es um die Brauerei ging, wäre ein

Gast B: bisschen

Gast A: komisch. und dann haben wir gesagt Mensch! Das darf ja nicht wahr sein... Die eine Bank hat's lang gemacht ohne mit der fehlenden Unterschrift tatsächlich, weil wir auch irgendwo mal weiterkommen mussten. Die kam dann schon später für den ersten Antrag quasi eben nicht unter Schriebenbilanz also kamen vorstellbar, aber war so. Und das Ziel meiner Mutter zu sagen okay es kann nur einer machen wir können uns nicht mehr auf solche Wege begeben weil da brutale Unsicherheiten drin sind auch Erbfolge uns weiter und sie hat es dann hingebracht dass dann quasi meine Großteile übergeben haben mit sehr viel Druck. aber es hat funktioniert dass dann im Endeffekt die Brauerei wieder auf mich zusammenflossen ist. mein Vater war halt noch zur geringen Prozentsat in der ARG. Und da war dann der Startschuss, wo man eigentlich mal frei handeln konnte. bei unseren Eltern haben das im Endeffekt auch nie wirklich gehabt. durch diese Besitzverhältnisse und durch ein Opa, der halt als Brau-Patriach noch im Büro guckt war schon irgendwie als Hemschuh größere eigene Entscheidungen. Konnten

Gast B: eigentlich nicht selber entscheiden?

Gast A: Das war am Endeffekte Der Punkt, warum er auch so lange an alten Geschäftsmodellen festgehalten hat und so weiter. Das ist dann der Übergang wo man sagt von außen betrachtet haben wir eigentlich schon einen gewissen Sanierungsfall vor uns.

Gast B: Also das hat uns auch wirklich ein bisschen paar Plätze gekostet bei mir. oder war halt unsere Eltern oder unser Opa's an alte Geschäfts-Modellen fest gehalten haben die früher funktioniert haben und dann halt irgendwann nicht mehr funktioniert haben, aber man halt dann immer ausgestiegen ist und sagt das wird schon mal wieder. Das hat uns viel Zeit und Geld gekostet. eigentlich im Nachhinein, das muss ich mal ganz ehrlich sagen da waren wir dann in einer Situation da wo wir gesagt haben okay wie man es im Jahr den Jahr hier war, dass uns mal alles angeschaut habe Beziehungsweise unsere Mutter hat das Thema schon auch angesprochen, aber wurde halt von unseren Opa's immer weggebügelt. Und dann kommt der Punkt irgendwann ist es menschlich sich damit nicht mehr zu beschäftigen, zu wollen oder einfach diese familiäre Stress die am Küchen- und Mittagstisch entsteht wenn mal dieses Punkt anspricht. Irgendwann ist für viele da die Motivation weg, sich damit zu beschäftigend teilweise.

Gast A: Dann hat man auch noch von Wein Steffan wirklich Ja-Sager-Stollberater und die zum Kaffee trinken wir vorbeikommen sind. Die sehen dann in der Bilanz die Liste mit den zehn eigenen Immobilien, woanders wäre das ein stolzer Besitz bei uns war es halt irgendwann für nachlässigte Immobilie, die schwer umzunutzen waren mit dem Investitionsstau, wo ständig auch Pechtersuche gelaufen ist unsere Geschichten. Und man dann schon erkannt hat, wenn ich jetzt den Tag damit verbringe. Dass bei einem Haus ein Dachlamine-Rundeganger ist. Ich muss mich mit dem AutoEigentümer beschäftigen. Beim anderen muss Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen lassen weil der Schiefer runterfällt aufm Gehsteig. Beim Anderen bricht sich jemand die Hüfte vom Wirtshaus. Da ist komischerweise der Eigentüme haffbar und netter Pächter, weil der nicht geräumt und gestreut hat. Und dann beim anderen hast du ein Wasserrohrbruch, merkt aber keiner weil das Wasser in den Straßenschacht wieder rausläuft und warst dann eine Wasserechnung von acht oder zwanzigtausend Euro am Tisch. Das waren alles so Nebenkriegs-Schauplätze die man da hatte und auch noch mal größere Investitionen reingelaufen sind in irgendwelche Küchen und Wurzräume usw.. Das war der Punkt wo wir gesagt haben wow also jetzt müssen wir schnell handeln. Klosse ist was es wolle!

Gast B: Unser bildlicher Ansatz war dann eigentlich gewesen, okay alles wo Geld rausfließt aus der Brauerei stoppen abschneiden die sie wunden heilen lassen. Das waren ja schon harte Diskussionen auch. aber irgendwann haben wir uns durchgesetzt und da haben wir halt wirklich pöpö alles abgeschnitten abgestoßen was irgendwie ein bisschen Geld gekostet hat. Also ich weiß noch

Gast A: nicht, welche Rechnungen wir gezahlt haben. ja den müssen wir aber liefern weil sonst ist der morgen zu und das kann man doch nicht machen mit solchen Geschichten oder?

Gast B: Ich weiß noch meine Mutter war immer sehr spaßam. aber dann da wird bei einem Pachtupjekt wurde dann neuer Gehsteig gemacht dann du die halt in deiner Wollos fünf sechs tausend Euro überweisen das ist halt einfach weg gewesenes Geld. also da wurden schon Da ist vieles leider irgendwie nicht richtig gelaufen. Und das war dann eigentlich unsere Aufgabe auch, weil wir von außen stehen, dass gesehen haben und separator waren Jaßtage unter dem Strich da ist nichts gegangen. jetzt mussten wir eigentlich alles austauschen diese Leute, dass man da wirklich immer schon mal richtig aufgeräumt hat, dass es Geld was halt eine Brauerei durch harte mitschaften wird wie bei uns in der Region da bleibt und nicht irgendwo versickert.

Markus: Also schon krass, also man hier weiter damals dann Anfang Mitte zwanzig und gut du bist gekommen um eine Brauerei zu übernehmen. Du wolltest eigentlich erst ganz woanders hin, da kommt ihr dahin und habt eigentlich eine ganz knallharte Aufgabe die auch mit dem Eigentlichen was ihr mal gelernt habt gar nicht so viel zu tun.

Gast A: Ja ist ja noch die Nebenfliegsschabletze die einen beschäftigen. Wenn ich als Braumeister irgendwo hinkomme sage pass auf ich habe die Aufgabe Qualität Und dass der Produktionsbetrieb läuft, das ist ein anderer Nummer wie in so einem Betrieb. Von der Konzentrationsfähigkeit her.

Gast B: Ja und im Stich war man sanierungsvoll.

Markus: Aber trotzdem gab es den Punkt wo ihr gesagt habt wir machen das jetzt gemeinsam Wir packen jetzt an und wir legen da noch mal richtig los.

Gast B: Ja weil wir Bock hatten vielleicht auch eine gesunde Navität im Nachhinein für die Leute sagen aber mir hatten schon oder auch die Pirater die wir hatten Es ist eine Möglichkeit da, wir haben sie auch geglaubt und alle aufgepasst. Wir waren ja auf dem richtigen Weg und haben dann wirklich diese Hausaufgaben früher abgearbeitet alles was Geld gekostet hat eigentlich wegzuschneiden und dann halt Absatz steigern und dann wirklich handwerkliches Zeug einfach Marke aufbauen Kunden Zielgruppe da uns neu aufgestellt, mit den Produkten über Arbeit.

Gast A: Der Tiefpunkt war dann auch schon durchschritten muss man auch sagen. also der Absatz-Tiefpunkt wo die ganzen Ostumsätze oder von den neuen Bundesländern wieder weggeschmolzen sind, der war dann irgendwie mal im Jahr zwei Tausend vier, zweitausend fünf. das waren absoluter Tiefpunkte auch für einen Hektarwetter her und ab dem Zeitpunkt hat sich ja unsere Region wieder erholt von dem ganzen Schock von der Schließung der Porzellanindustrie Stein und Textilindustrie. Es war ja wirklich all der Tränen im Endeffekt, die nachhinein auch so gesehen. Und dann hat sich per Apur die Stimmung da wieder verbessert und auch die Wirtschaftlichkeit wieder verbessern in der gesamten Region. Bei uns sind dann auf einem niedrigen Niveau aber die Absätze auch wieder gestiegen. Das kommt später am Endeffekte. Auch haben wir über eine fünfzehnjährige Wachstums-Story hinter uns. Das macht natürlich schon Spaß wenn man sagt okay Das fruchtet dann, Verbesserung ist eingetreten. Das Füllerei-Projekt ist auch ganz gut gelaufen und das sind halt so Motivationsschübungen, wo man sagt ja wohl...

Gast B: Auslandsgeschäft hat auch ein bisschen Cashflow gebracht?

Gast A: Ja!

Gast B: Was waren da eigentlich mehr Sachen die dann schon so eingezahlt haben wieder auf den Betrieb?

Gast A: Es war dann immer so, ich habe mich dann wegen der Aerotik-Biergeschichte das tauchte immer wieder mal in irgendwelchen Presseagenturen weltweit auf Dann kommen wieder Anfragen aus Südamerika, da weißt du okay. Da war was in der Zeitung. Bei den Asiaten ist es schwierig denen zu erklären dass das im Endeffekt eine erlustige Geschichte rund ums Bier ist. aber die sind auf Potenzmittel immer so scharf. Da wusste ich dem per E-Mail erklären und so weiter... Dass es am Endeffekte die Geschichte drum herum ist, dass es eine Betriebsanleitung zum Erotikbier gibt ein Erotikkbierkeller Medikament ist und so weiter, aber es hat uns dann in Kontakte eingebracht. Und da war dann ein Koreaner dabei, der seinen deutschen Mittelsmann auf mich angesetzt. Der wollte dann Erotikbier haben. Das war dann schon im Jahr zwei Tausendzehn rum. Dann habe ich gesagt, nee machen wir nicht, wir exportieren nicht weil damals waren mit Albenfüllerei das undenkbare Verhaltbarkeit her usw.. Und der hat mich dann wirklich jeden zweiten Tag angerufen. Also sie brauchen das jetzt und wollen das hin und her, ich hab da eine halbe Jahr durchgehalten immer wieder abzuwehren und dann sag ich irgendwann ja warum den eigentlich nicht? Dann habe ich mich erst mal durch diesen ganzen Bürokratenschungel durchgekämpft. was braucht bei denen überhaupt alles um Bier steuerfrei zu exportieren? Ja dann kriegst du halt von irgendeinem Braub und dann halt dreißig Seiten über das Land wo sie dann mit irgendwelchen Außenhandelskammern diese Themen durchkausten. Aber irgendwie haben wir es dann auch geschafft. und dann wollten die Beirotikbier, dann ist das in Südkorea zum Beispiel ein ähnliches Beamtensystem in Deutschland. also ihr könnt alle frei entscheiden. Dann haben wir da fünf, sechs Luftfracht-Sendungen hingeschickt ob's durch den Zoll geht. Am Ende haben wir ganz abgewandeltes Produkt gehabt das eigentlich mit dem Originalprodukt gar nicht mehr wiederzuerkennen war. Aber so waren dann die ersten Exportgeschichten, was dann angefangen haben…. …vom

Markus: Produkteur oder vom Label her?

Gast A: Beides! Also Produktbier für sich war als gleiche aber halt die Verpackung ganz andere am Schluss und Namensgebung auch. Und dann war die Zeit, dass es für jeden chinesischen Importeur an Woke war eine bayerische Biomarke zu importieren – da sind die Chinesen noch, kommen wir über irgendwelche Umwege, Weißbier usw., Dann hat sich das dann schon ein bisschen zum Volumengeschäft entwickelt und auch eine gute Auslastung da gewesen usw. Da waren viele Themen auf dem Tisch, ja!

Markus: Und dann seid ihr auch ein bisschen in diese Craft Beer Welle reingekommen? Also war jetzt in Deutschland kein Riesen-Hype aber es hat so ein bisschen diesen Blick aus Bier vielleicht auch verändert und so ein bißchen das Image auch gewandelt Vielleicht auch den Blick eurer Umgebung, eures Umfelds auf euch so ein bisschen verändert. Wie habt ihr das so mitbekommen? So ab dem Jahr zwei tausend acht neunzehn als es da hier so in Deutschland losging.

Gast A: Ja wir haben uns lange von der Seitenlinie beobachtet würde ich sagen. Ja alle

Gast B: sind vor der Branche eigentlich. Das war ja nicht so greifbar auch am Anfang. Auch wenn wir gereinheitsgebohrt und so... Es war eigentlich Bei uns war es so, dass wir den Super-Elia

Gast A: in der neuen Kiste

Gast B: gebracht haben. Man muss dazusagen, warum haben wir das gemacht? Wir hatten glaube ich zehn Jahre kein neues Produkt mehr gebracht im Sortiment. Vielleicht mal ein Edikettentexler, aber jetzt kein neues Produkt am Geschmack oder auch... Wo ist die Kette? Wir

Gast A: waren eher dabei, diese ganzen Spaß-Sorten wo der Lebenszyklus vorbei war wieder wegzubringen. Also wir haben eigentlich das Sortiment erst mal bereinigt. Die kommen irgendwie von sechzehn verschiedenen Bierartikeln und haben es dann runter auf zehn.

Gast B: Das Thema momentan bläst ja auch jedes ein Sortiment auf aber das sind ja auch gefährliche Sachen. also wir haben dann das Sortimente eigentlich massiv eingekürzt Und haben gesagt, okay wir haben jetzt die Marke neu aufgebaut mit dem läuft und jetzt brauchen wir mal neues Produkt natürlich auch. Und dann war es bei uns eigentlich oben in der Region das Thema so Naturtrübzäugel Das war alles gerade zu Keller Bier, das war so in der Zeit massiv gehypt also hat keinen Helles getrunken, sondern es muss alles drübs sein zumindest bei uns in der Region oben. Aber dann war's klar ok, also irgendwas drüben, was muss drübes sein fürs Bier? Dann kam das Thema Craft Beer auf, in der Zeit wo wir uns auch damit beschäftigt hatten dann. Ja gut ein bisschen anderer Geschmack muss schon haben. Das ist selektive und es war dann eigentlich für uns sowieso ein Zwitter. also wir haben halt versucht alles reinzubilden was geht.

Gast A: Jeder mit dabei kann sagen was er haben wollte und da haben alle Gedanken eingebracht und dann habe ich gesagt wie leck mir das warst du das ist ja ganz schön kompliziertes Bier.

Gast B: Großer Markteilnehmer in der Region hat er dann diese neuner Kiste auch eingeführt. Wir haben gesagt, die Neunerkiste ist auch interessant und das Super Ale soll ja eher schon eher Craft Beer-Bereich sein vom Preisniveau her. Und da hat sich das eigentlich so alles ein bisschen ergeben, dass man sagt, okay, das heißt dann Super Ale mit der Alehefe und ein bisschen anderer Geschmack, der ein bisschen dieses Craft Beer Thema auch einspielt. Man kann vielleicht eine Range draus machen auch. Dann die Neune Kiste... Kleine Kiste, höherer VK-Preis. Da war dann zum ersten Mal auch das Läuft drauf, wo wir auch Angst gehabt haben. Also jetzt nachhinein denke ich mal, hey bin einer vielleicht wie ich. Läuft darauf tun ja aber wenn du etwas veränderst ist es schon ein großer Schritt. Das war zb auch, wenn man gesagt hat wir waren eher so rot-blau unsere Farben von der Brauerei und da hat die Architektur gesagt, ja wir müssen uns mal umstellen alles auf Rot, ne? Rot weiß Logisch im Kopf diesen Schritt zu tun. Man hat schon viel Angst, was denken die Leute? Wie kommt es bei den Kunden an? Fans hatten dann noch keine Kapten eigentlich so in der Zeit. Die kamen erst später dazu und dann haben wir sogar schützerfreinerweise nach hinein einen Lkw bestellt im Blau. Wir haben Angst gehabt mit Rot zu bestellen und dann war er dann fast schon da. Dann haben sie gesagt ja ist doch scheiße! Wir müssen das trotzdem ändern. Der muss rot werden. Also haben wir einen Teil rot, rot verlieren lassen was auch wieder Geld kostet.

Gast A: Da

Gast B: hat man ein bisschen so'n leichter Twitter gehabt. aber im Nachhinein wenn man Marken umstellt oder das CI muss man durchziehen und keine Twitter-Sache machen. Dann haben wir noch eine Zwitterzeit gehabt. und dann, wie gesagt mit der Kiste ist das erste Mal auch rot. Und mit den läuft ordentlich drauf.

Gast A: Wo unsere Eltern auch gesagt haben, wir können doch keine neuen Kisten für zehn Euro verkaufen?

Gast B: Ja ja, also auch so begrenzende Glaubenssitzungen, da viel drin auch. Und dann mit dem Super-Ale, da haben wir zum ersten mal mit Facebook gegeben. Da haben wir das Thema eigentlich bei Facebook auch kommuniziert, dieses neue Bier Und die Leute waren auch schon wirklich nicht hungrig, wenn du halt seit zehn, fünfzehn Jahren kein neues Produkt verbringst. Und dann mit den neuen Medien und wir waren ja schon ein bisschen so... Mit der Marke war schon ein bissel Bewegung drin oder Energie auch. Dann war das echt eine krasse Markteinführung vor dem Produkt. Das haben wir dann so aufgebaut dass eigentlich es wusste ja keiner was das Produkt sein wird oder ist auch. Die neune Kiste. An Samstag wollten wir eigentlich das Ausfahren und am Montag soll es überall in den Märkten stehen.

Gast A: Zeitgleich!

Gast B: Und am Freitag haben wir dann extra Leute angestiert, so Jungs aus der Region, aus dem Dorf um das Bier in die Neune Kiste umzuschlichten. Aber die Neue Kiste war nicht da? Der Lkw... hat sich verspätet.

Gast A: Die Hersteller haben mich dann zwei Wochen früher einfach vertröstet, ja das wird eine Woche später, dann noch ein Woche später und irgendwann haben sie gesagt oh jetzt wird es aber knapp! Ja der kommt ganz sicher am Freitag usw.. Und was war das Ende von Giete? Waren auch noch irgendwo in einem Negerstaub gestanden usw... Und dann war das ein recht knapper Kistjammel.

Gast B: Also auf jeden Fall kamen die Samstag früh um fünf Uhr, wir haben neben der Brauerei geschlafen, da habe ich echt einen Lkw. Dann habe ich gesagt, okay, dann haben alle geschrieben Leute der LKW es da und dann haben wir irgendwie um sieben angefangen die Sachen um zu schlichten oder zwanzig Kiste auf die neuner Kiste. Dann hat mir noch ein schönes Häftchen mit, Häfteln drauf gepackt, dann auf die Palette geschlichtet, aus dem Lkw geladen und dann bin ich losgefahren hab dann versucht so viele Läden wie möglich noch zu beliefern an den Wochenende das dann die einen Aufbau machen und am Montag wenn die Leute kommen halt das Produkt kaufen können weil man auch Die ganze Erbisch-Strategie, was er aufgebaut hat. Das hat am Montag dann die Leute auch

Gast A: count down und so

Gast B: alles. Also das war schon eine heiße Nummer!

Markus: Das wär krass gewesen oder?

Gast B: Ja, das wäre dann richtig ein Bauchklatscher gewesen. Hat aber dann wirklich ganz knapp alles super funktioniert... ...und dann waren wir wirklich im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Und dann ist es echt vorwärts gegangen. Da haben die Leute auch wieder den Fokus auf Langbräu, auf die Marke, haben sich mich beschäftigt und da hast du schon gemerkt okay und hat mir schon gemerkt wie das Flugzeug so etwas steigend anfängt. Dann hatten wir einen echten guten Lauf und haben einfach darauf weiter aufgebaut.

Gast A: Ja, dann kam der Decayton-Relaunch. Wir haben uns dafür entschieden weil die Produktfamilie nur einmal einheitlich erkennbar war. Dann haben wir eine Edikettenrühlung gemacht, da haben wir uns ein Auchebrang getastet weil man gesagt hat Mensch, wir probieren es erstmal bei einer Sorte wie das ankommt und dann stellen wir einen Rest um. Und dann haben wir – Gott sei Dank! – für's hell entschieden, weil man das schon leicht erkannt hat dass es in die Richtung geht.

Gast B: Oder haben

Gast A: wir nicht gehabt? Nee,

Gast B: wir haben gesagt helle. Also vom Bauchgefühl

Gast A: her

Gast B: die Jungen trinken helles das hat man so gemerkt ein bisschen von den Menschen hier von den jungen Leuten ach die dringen gerne helleres also Pils. und dann haben wir gesagt komm wir nehmen das Helle als erstes und haben ja auch optisch was eine neue Kiste war dann in die zwanzigekiste gemacht. also läuft und auch im Nachhinein hat man voll Angst gehabt die Kiste zu wechseln Er isst ihn eigentlich. Also wie viele Ängste da stehen, wenn man was verendet? Und dann haben wir eigentlich super in den Markt dringend standen mit einem Helm und eine neue Decke. sehr hochwertiges Naturpapier war ja auch ein neues Thema so naturpapieren nach Drei-Nazaneda klappt auch mit einer Heißfolienprägung und dann neuer Kiste.

Gast A: das

Gast B: war dann auch sehr auffällig im Markt und da hat mir auch gemerkt okay die Leute greifen auf unsere Kiste mit dem Helm dazu. Dann kam dieser Helltrend immer mehr auch in den Markt rein und das hat uns dann schon echt gut getan. Dann haben wir uns irgendwo so präsentiert, also Langbräu ist gleich, langbräuh hell oder hell ist gleich langbrow? Und du hast ja dann schon gemerkt dass es auch einen Märkten der so angezogen hat... ...und das Schöne ist ja auch, das zieht dann die anderen Produkte mit dann irgendwann nach ein paar Jahren. Das hat uns gut getan! Man muss vielleicht auch sagen für Zuhörer wie ich so aus den vierzehn angefangen habe. Wir haben ja keinen Vertrieb gemacht die Jahre vorher, also es ist jetzt keiner in einen Markt rein gefahren und hat gesagt Hallo hier ist der XY Ich komme für eine Langbrauerei das sind unsere Produkte könnten wir doch mal hier mal reinstellen oder mal probieren oder sowas. Das haben wir alles nicht gemacht Und deswegen war mit eigentlich sehr schwach auf der Brust aufgestellt. Also wir waren sechs Kilometer weiter nicht einmal an ein Getränkemarkt drin gestanden Und hatten da auch den Ruf so das Thema Erotik-Bibbrauerei. Das wurde dann auch überreizt, das ganze Thema von meinem Vater auch. Das war dann alles mehr Schein als Sein also großen Ballon aufgeblasen aber kein Umsatz oder keine Rendite gemacht damit. Das hat uns dann auch wirklich ein paar Jahre gekostet das Thema wieder aufzurollen. ich bin an die Märkte reingegangen hab gesagt ja wir sind in die Erotika Brauerei gewesen. Richard und Ich Wir möchten das jetzt, wir möchten da neu anfangen. Wir werden es jetzt alles umstellen. Das war unsere Geschichte. ja aber wir möchten jetzt neue Marke aufbauen etc. und das haben die Leute sich dann auch angehört, dass der okay also... wir probieren's mal! Man hat einen Schnitt gemacht und dann haben die leute das auch dann mal eingelistet. Das ist nicht gelaufen. am Anfang, das war gestanden ich war in vielen Märkten habe dann öfters das MAD noch wechseln müssen. Also von der Situation kommen wir, weil viel sind immer das Endegebnis läuft. Es läuft alles. aber es war ein harter Kampf die erste Jahre ins Laufen zu bringen. Das habe ich ja mal ganz ehrlich. und dann waren mir eigentlich recht gut aufgestellt. Pürpür alles neu aufgebaut und dann so ... ... im Jahr ist es noch mit dem Corona-Thema dazu. wo wir eigentlich unsere ganzen Hausaufgaben gemacht hatten, eigentlich wirklich sauber Tag standen waren. Alles abgestoßen haben was Geld gekostet hat. Wir waren gut in Märkentag standen und wir waren innerbetrieblich gut aufgestellt. Wir haben sehr viel Prozesse optimiert etc., auf Kosten geschaut. Und dann kam das Corona-Thema, wo man gesagt haben muss er auf einmal heißen hat ja alle machen zu. Und das war wirklich so. Ich glaube, es waren Montag oder Dienstag. Ja, aber am Montag war die Wahl in Meier und zu allen. Am Montag haben sie den Laden nicht zugemachten. Es hat wirklich so gewesen... Es hat das Telefon nicht mehr geklingelt! Also keiner hat mir was bestellt? Naja und wir dann so... Was machen wir denn jetzt? Dann haben eigentlich die Mitarbeiter schon mal heimgeschickt alle vom Büro auch Getränke gemacht, da haben wir noch offen gehabt. Da war ich so die ersten Tage ein bisschen ja... auf Sicht fahren, war auch fast nichts los. Und dann haben wir ... hat es ein, zwei Wochen gedauert, haben wir uns auch so Gedanken gemacht und da haben wir ja gesagt hey! Wir stehen jetzt sauber da die Leute werden trotzdem was weiter konsumieren Die Märkte sind offen unser Markt ist offen. Dann der Slogan habe ich dann mal irgendwo gehört Krisenzeiten sind Gewinnerzeit Aber das können wir noch für uns jetzt nutzen. Facebook stehen wir gut da. wir können hier zur Werbung schalten Mehr Fotos, Morees oder Videos wird noch kreisen hochladen. Das Thema bleibt ein bisschen aufnehmen. und dann habe ich zum Redner gesagt das ist eigentlich eine Chance für uns jetzt. Wir gehen das Thema nochmal richtig an. es gibt keine feste Leute können nicht irgendwo hingehen aber möchten ja trotzdem was konsumieren. wir stehen gut im Handel da die magisch steht sauber da der Getränkemarkt ist offen. und dann haben wir da einfach echt umgesetzt und sagen okay jetzt gehen wir Gas in der Kommunikation auch. Und dann hast du gemerkt, die Leute gekommen sind und die getränke machten. Also der Getränk gemacht hat sich dann...

Gast A: Das war krasse Reifach

Gast B: der Umsatz auf einmal.

Gast A: Der Rudolf hat dann schon mit dem Merch angefangen usw., was er vorher umquertige Kleidung usw. eingekauft hat etc. das war dann plötzlich auch diese Zusatzbombe, die da gestattet ist. Auf einmal hat jeder Merch gekauft und die Leute, die früher da waren einen Kass gekauft haben, die haben halt an viel gekauft weil sie wissen nicht ob nächste Woche die Bude zu ist. und Gott sei Dank aus technischer Sicht war es dann so. Durch das, dass wir hier in den neuen Kasten eingeführt haben, hat der eigentlich nie gereicht durch diese Wachstums-Story hingegangen und ich bin immer zu nachbestellt. Für mich war es ein großes Ärgernis die alten Kästen, die man mühevoll aussortiert hat dann wieder reinzuschießen in den Markt. wenn wir zu wenig Lehrgut hatten weil sie immer so mühsam waren das rauszusortieren habe ich noch mal vor Corona nochmal einen riesen Kistenanzahl bestellt und dann auch schon gelernt, dass man damals waren ja schon diese Neuglas-Knappheiten zu spüren aus anderen Gründen. Und dann habe ich auch Glasverträge abgeschlossen usw., also wir hatten dann wirklich super lehrgut viel lehr. gut wie das dann los ging und wir waren dann lieferfähig. Wir mussten nicht dreimal irgendwo nachliefern sondern wir haben jetzt statt einer Parade dann drei hingefallen in den Markt und dann ist es alles hochrationell gelaufen. Und zeitgleich waren wir trotzdem am Anfang geschockt, haben gesagt okay Liquiditätssichern Wir müssen jetzt die Ausgaben durchgehen. Was kann weg? Das ist ja das was viele auch Großkonzerne damals wirklich die Gewinne hat in Höhe schießen lassen weil man diese ganzen Unnötigen Ausgabe mal abgeschnitten worden sind. Mal bereinigt! Das würde mir den deutschen Staat auch mal empfehlen. und das hat dann auch noch einmal dazu geführt dass wir eigentlich weil wir da eine Supercashflow hatten und gut gestanden waren Und die Produktion sauber durchgelaufen ist, weil du hast dann gesagt, was für ein Maul abfällt. Aber wenn wir mal den Kasten hellab und dann hängen wir halt noch dreihundert von irgendeinem anderen Zander an? Das war dann im Endeffekt auch in der Produktion eine riesige Erleichterung!

Gast B: Es war auch so... In der Zeit haben viele Leute nicht daheim gesessen. Und durch das Thema Social Media, was man ja da schon bestimmt hat, aber da nochmal wirklich initiiert mehr drauf geachtet haben und auch mehr gemacht haben. Und dann mit Werbung geschalten haben, an viele Leute die uns noch nicht gekannt haben in der Region, haben sich mit uns beschäftigt. Also primär jugendliche logischerweise. Dann sind auch viele neugierige Menschen gekommen. In so einer Corona-Zeit waren es ja auch neugiereg? Und

Gast A: hat Zeit und Geld! Ja,

Gast B: Zeit und Gelb alles. Wir sind einmal hergefahren, haben mal den Brauereigedrängen gemacht angeschaut, haben da mal eine Kiste gekauft oder mal eine Mischkiste... Es war schon eine wilde Zeit im Nachhinein total. Und da waren wir Corona-Gewinner, in der unsere Brauerei war Corona Gewinner. Das hat uns dann schon echt gut getan und du hast gemerkt das Flugzeug ist halt abgehoben. Ja und dann war es eigentlich so...

Gast A: Dann hat man noch das Thema, wir haben ja ein Jahr vorher schon an einem eigenen Brauereispezien entwickelt. Wir waren zwar Frukade-Lizenznehmer gewesen Wir haben dann aber gesagt, wenn es geil ist, wir machen das auch in der Bierflasche. Das ist echt cool! Ich gefällt uns selber sehr gut.

Gast B: Auf die Marke auch.

Gast A: Und haben da wirklich ein Jahr lang rumentwickelt mit achtzig Verkostungsrunden usw., wie man das Produkt an und für sich gestalten und dann auch optisch gestalten von der Vermarktung her. Dann waren wir auch ein paar Tage in der Schockstare, wo wir gesagt haben, sollen wir das Projekt jetzt wieder abblasen oder nicht? Haben dann aber ziemlich frühzeitig den Hebel wieder umgelegt auf nach vorne und haben dann, ich glaube Anfang Juni war es dann ein Cola Mix eingeführt das Namen wir jetzt nochmal nennen dürfen aus Unterlassungserklärungsgründen weil dann plötzlich der Bayerische Spezikrieg losging ist jetzt noch gut nachzugugeln. wo man dann quasi mit den Herrschaften aus Augsburg plötzlich eine Konfrontation hatten. Weil es zu ähnlich dem Original Spezi klingt. Und das war dann für uns auch nochmal ein Punkt. Wir wussten eigentlich gar nicht mehr, woher jetzt die Absatzströme kommen, die jetzt wegen der Produktneueinführung, die wir sehr groß gemacht haben – das war auch eine extrem aufwendige Einführung. Deswegen hat man da so Bammel davor, jetzt das Geld reinzuschmeißen oder einfach wegen Corona oder wegen dem Heldrennen. Wir wussten ja gar nicht mal, wohin kommt es jetzt eigentlich

Gast B: nicht.

Gast A: Das war dann ganz wild! Das war dann ganz wild. Sommer, zwanzig.

Gast B: Das spätste ... Also darf ich gar nicht sagen. Skolamix. Das hat dann schon auch noch mal eine andere Kundschaft angesprochen, jetzt nicht den klassischen Bier trinken sondern Leute die uns cool fanden, juglich aber haben kein Bier getrunken und haben das Skolomix gekauft.

Markus: Kann man sagen im Grunde alles richtig gemacht? Also rechtzeitig auch den hellen Trend gesehen,

Gast A: indirekt

Markus: vorweggenommen. Auch wenn

Gast A: das nicht so bewusst war

Markus: aber trotzdem rechtzeitig da gewesen ein Produkt gehabt, lieber für mich gewesen. dann auch das was eben danach kam der Trend mit Cola Mix getränkt jetzt gerade so ziemlich groß im Markt ist da auch rechtzeitig dargewiesen gut aufgestellt in der Pandemie auch Wege gefunden wie man aus dem eigentlichen Drama trotzdem etwas Positives macht. Trotzdem sitzen wir jetzt ja hier und reden über eine Brauerei, die zumindest stehgelegt ist. Wie kam das dann? Dass das Flugzeug gerade so abgehoben ist, doch wieder nach unten gegangen ist?

Gast B: Naja unsere Ziel war ja Neubau zu machen. Und das Ziel war zwei tausend Hektar Liter. Aber Wachstum kostet ja auch Geld! Und da kam halt aus einer schlechten Situation heraus... ...und bei vielen Brauereien bleibt nicht so viel übrig auch. Und das, was halt übrig geblieben ist, haben wir versucht immer jetzt dann in die neue Brand. Du brauchst eine neue Kiste, du brauchst neue Flaschen. Das kostet ja alles Geld! In der Brauerei kostet Wachstum auch sehr viel Geld und wir haben auch viel aufzuholen gehabt. Deswegen war unser Cashflow da nie überragend. Der war dann schon positiv und gut in dieser Coronazeit. Dann waren wir auf einem guten Weg gewesen... ...und dann kam der Ukraine-Krieg. Wo dann so, so zwanzundzwanzig war das ja gewesen. War da noch mal die Sommerpause in Deutschland? Die Leute sind dann auf die Feste gegangen und sind weggeflogen wieder... Da war sowieso eine emotionale Kriegspause. Und ab September kam das Thema ja auf Energie. Heizung scheißkosten! Das weiß ich noch selber. du hast dir dann einfach Fernseh geschaut Und du hast den Fernseher abgeschaltet und hast selber Angst gehabt, kann ich mir jetzt noch meine Heizkosten leisten? Ich hab selber so ein Gefühl gehabt im Bauchraum. Angst! Die Hundert Euro mehr wird schon irgendwo gehen. Aber du hast dann gemerkt, ab September, zweiundzwanzig ist unser Absatz um zwanzig Prozent eingebrochen auf einmal in dem Monat Weil da einfach die Menschen umgeschaltet haben. Jeder hat auf die Bremse gedrückt, keiner wusste was kostet mich jetzt meine Heizkosten oder... Da waren wir erstmal ja überrascht sag ich mal. Unsere Kosten sind natürlich erst mal weiter gelaufen und du hast dir so ein Apparat auf einmal am Laufen gehabt. Und denkst dann ja es ist vielleicht nur eine kurze Delle. Aber das hat sich dann eigentlich das ganze Jahr im Jahr zwölfunddreinzwanzig durchgezogen mit diesen zwanzig Prozent Minus zum Feuer! Das war dann schon erstmal so einen Schock. wo sagt das krass Klar nach Corona, dass du ein bisschen Abschmelzungseffekt hast, schläge auch so eine Frage. Aber man hat deutlich gemerkt ab diesem September, das war wie so einen Schnitt auf einmal zwanzig Prozent Minus und dann ist es durchgegangen die ganze Zeit.

Gast A: Das Übermarkt hat die Angebote hochgefahren ständig zehn Euro Kisten drin, auch namhafte Magen. Ja,

Gast B: das haben

Gast A: wir auch sehr deutlich gespürt.

Gast B: Und bei uns oben hast du ja zwei blaue Kisten einmal die für zehn Euro und jetzt für zwölf und neunzig die andere verkauft wird. Und das hast du halt deutlich gemerkt, dass dann auch Leute die Fans von uns sind aber halt mal einfach so eine Angebotskiste kaufen. Das meint ihr auch nicht böse! Aber du merkst es halt in der Gesamtsumme schon wenn einfach jeder Mal eine andere Kiste auch kauft. Und da haben wir halt gemerkt okay krass, wir entfernen uns jetzt gerade massiv von unseren Zielen. eigentlich Die Baukosten sind hochgegangen, die Zimsen sind hoch gegangen Und wir haben gesagt, okay im Bestand so irgendwas zu machen. Das rechnet sich nicht für den nächsten Jahr. Wir brauchen einfach eine Halle wo man einfach durchproduzieren können. Einfach energetisch passt und auch Personalmosten du reduzieren kannst. das sagst du kannst in dreißig Jahren auch noch irgendwo wirtschaftlich produzieren. Da haben wir uns immer mehr vor diesen Zielen entfernt und wir auch gesagt haben okay Wie soll das weitergehen? Dann haben wir uns immer innen sich beschäftigt, mit Zahlen auch demografischer Wandel. Diese ganzen Punkte waren ja auch die Daten frei verfügbar von den Verbänden. Wir haben gesagt ne also... Das

Gast A: kommt auf einen deutschen Biomarkt zu. und bei uns in Oberfranken ist natürlich die demografische Entwicklung noch einmal ein Problem so stark. Die Studenten trinken woanders ihr Bier hin und her und wir haben es schon seit dann im Endeffekt einen Neubau geplant, weil zuvor war immer sanierende Bestand und ich habe dann eineinhalb Jahre rumgedocktet. Dann hat es kreisen ja die Deckentraglasten reichnet usw., wo wir dann Gärgner sanieren wollten. Und dann haben wir gesagt okay der Kroschen ist gefallen, es geht eigentlich nur noch den Neubaus ganz oder gar nicht? Wenn man das durchdenkt, landest du immer bei Ganz oder gar nichts?

Gast B: Da auch in unserer Saison zumindest. Dazwischen

Gast A: gibt's dann eigentlich nix mehr, wo man dann sagt man kommt da nochmal weiter. Und jetzt habe ich gefahren, was wollte ich zuvor sagen? Ja das Thema... Es muss halt alles voneinander abgestimmt sein. Deshalb haben uns dann andere auch gerade gesagt, mach erstmal den Abschnitt und den abschnitt und diesen Abschnitt. aber wir haben dann gesagt also wenn dann stellen wir es einmal komplett hin und das Ding muss dann laufen. Neue Betriebe wird eingefahren, Alter wird steig gelegt. Das war damals eigentlich schon der Plan. Was wir mit diesem berühmten zwanzigtausend Hektaruttern gerechnet hatten. Und dann eigentlich je länger man plant, das wollte ich vorhin sagen. Je länger wir planen, desto feiner plant man und desto teurer wird es dann im Endeffekt auch. Da haben wir bei sieben Millionen angefangen und da sind wir irgendwann bei zwölf Millionen in West am Schluss rausgekommen. Das war die Thematik mit den, okay wie entwickelt sich der Markt in der Zukunft? Wenn man das noch mit einer schlechten Stimmung weiter nach vorne prognostiziert, wo soll dann das Wachstum herkommen? Das war aber die Hauptfrage, wo soll das Wachstum herkommen?

Markus: Ja und es ist auch eine Entscheidung, die ja glaube ich auch wesensprägend für so ein Familienunternehmen ist. Weil wir dann eben nicht in der eigenen Lebensspanne denken kann, also bei einer Zwölf Millionen Investitionen die wird man in der Lebenszeit, die wir haben nie mehr reinholen können. Sondern da muss man ja dann praktisch in Generationen denken und das macht es dann halt auch schwer.

Gast A: Wir haben vorher im Endeffekt Betrieb bis aus den Sechziger Jahren hauptsächlich dann erneuert worden. Die Anlagen Technik größte als aus den sechzigern Jahren Und Es war schon zwo aus dem Achtzehn so dass mein hohen Druck hatten. wir müssen jetzt was machen weil das geht nicht ewig gut. Irgendwann steigt das Ausfall der Risiko oder die Qualitätsrisiken, etc. Der Personalaufwand ist extrem hoch gewesen bei uns durch die alten Gegebenheiten. Ich meine wir haben es dann alles rausgequetscht aber es war damals schon der Punkt da und also ewig geht es jetzt immer gut. Wir müssen jetzt mal in die Handlung kommen Und... Dann ist der Punkt ja.. Wir können nicht einfach noch sagen Wir sitzen jetzt nochmal aus und schauen mal die nächsten drei Jahre oder fünf Jahre was passiert Weil wir waren eigentlich schon am Ende des Lebenszykluses, der Anlagentechnik und der Gebäudetechnik.

Markus: Also das ist vielleicht auch so ein Punkt wo viele Leute gar nicht darüber nachdenken dass man ja im Grunde bei jedem Produkt, bei jedem Unternehmen hat man Zyklen eigentlich. Und die Kunst in so einer Familienbrauerei oder bei einem langfristigen Unternehmen ist immer zu schauen einen Zyklus zu starten Und rechtzeitig, wenn der dann kurz vor seinem Höhepunkt ist oder so. Am nächsten schon zu denken und zu arbeiten damit eben wenn dieser Zyklus nach unten geht man den Nächsten wieder anschließen kann. und die Kunst auch zu sagen jetzt wenn ich eine klassische fränkische Brauerei nehme die bringen ja nicht alle zwanzig Jahre ein komplett neues Produkt auf dem Markt Aber sie schaffen es halt, das was sie haben trotzdem irgendwie wieder so anders zu besetzen. Vielleicht auch mit anderen Wordings, anderen Werten und anderen wie immer um da eben wieder neu zu starten, wieder reinzugehen. Sei's einfach die nächste Generation der als Mensch dahinter steht, wieder eine andere Repräsentation hat oder so. Und das ist glaube ich auch in der Wahnsinnsleistung, die oft unterschätzt wird. Also viele denken dann immer nur an Entweder Absatzblumen Bier-Qualität oder was auch immer, aber dahinter steckt dann noch viel mehr. um überhaupt zu sagen ich trage so eine Marke über sechshundert siebenhundert Jahre und erkennen vielleicht auch irgendwann man merkt okay es ist jetzt auch so dass wir vielleicht als Unternehmen vielleicht auch nicht erst in der aktuellen Generation schon davor vielleicht ein bisschen was auch verpasst haben wo du halt dann dir auch irgendwann schwer tust wenn du nicht rechtzeitig diesen Neustart hingelegt hast. diesen Gap, der dann irgendwie da ist und verstärkt wird durch eine Corona-Krise oder einen Ukrainekrieg. Das aufzuholen, was dann einfach fehlt. Dann ist der Fall auch tiefer und wesentlich teurer. Und dann natürlich für euch von der Verantwortung ja auch nochmal anders.

Gast A: Da sind die Gedankengänge wie haben sie das früher gemacht bei den Währungsreformen hier? Was war denn jetzt schon alles? Da sind dann diese Gedankenspieche in welchen Situationen? In welcher heilen Welt dürfen wir jetzt hier eigentlich leben, ne?

Gast B: Da war beim Wachstum da. Es war auch so gewesen... Wir wussten ja dass wir diese Herausforderungen haben. Am Anfang aber dann schon, vielleicht im Jahr zwölfzehn-sechzehnt ist schon gewusst und wir haben natürlich auch andere Betriebe uns oder angeschaut oder auch beobachtet wo halt das letzte gute Geld noch irgendwie investiert worden ist, dass es noch ein bisschen weiter geht. die Leute dann auch einfach mit nix mehr da gestanden waren, kennen wir mehrere Fälle und haben gesagt... Das war so ein Kommittminum. Wir werden nicht mit wenigen fahren untergehen. und das letzte in Anführungszeichen weniger Privatvermögen ist irgendwie noch verheizt. Das war ein wichtiger Punkt.

Gast A: Wir haben dann zwischendurch auch noch mal den anonymisierten Betriebevergleich mitgemacht von Bayerischen Braub und da kannst du ja deine ganzen Daten hinsenden. Und kriegst im Endeffekt dem Branchendurchschnitt der Teilnehmer in deinen Betriebsgrößen zugesendet, und dann denkt man okay wer macht damit? Machen die guten mit machen die schlechten mit. Die sehen wollt oder ist das ein Durchschnitt? wirklich schwer zu sagen auf jeden Fall. Dann ist die Auswertung gekommen und dann lesen wir unten minus zweieinhalb Euro Pro Hektoliter Cash Flow. Da haben wir dann gedacht, wie meinen die das jetzt da? Dann haben wir uns mit unserem Steuerberater zusammengeguckt der uns das nochmal erläutert hat und sich selber noch mal reingefuchst hat. also unter dem Schnitt war dann in der Hektoliterkategorie was weiß ich, zehn bis zwanzigtausend Hektolieter Der Durchschnitt von den Betriebevergleich. Die legen bei jedem Hektiliter zwei Euro fünfzig drauf. Funktioniert halt durch irgendwelche Co-Subventionen, Pachteinnahmen, Miedeinnahme und Immobilienvermögen aus irgendwelchen süddeutschen Innenstädten oder was keine Ahnung. Und das war für uns auch einmal der Punkt zu erkennen wie drastisch schlecht steht denn eigentlich diese Betriebsgattung, Betriebskröße da? Das ist so ein Realitätsahaerlebnis auch gewesen für uns.

Gast B: Das wird auch ein Punkt... Wir kennen ja viele Kollegenbrauereien, wo halt Cash vor voraus und rein kommt. Immobilien oder all das Aktienvermögen – das haben wir alles

Gast A: nicht!

Gast B: Das ist ja unser Problem gewesen, ne? Da muss man sagen okay, man kann jetzt nochmal irgendwas…. Man kann nochmal richtig viel gutes Geld noch mal mit dem Gritte tepeln und dann nochmal das Ruder vielleicht auch nochmal probieren umzureißen, wenn man es wirklich emotional nochmal riskieren will in den Markt, das Thema nochmal zu spülen.

Gast A: Die letzte Immobilie habe ich dann für einen Euro verkauft als Beispiel. Du hast auch Schutz vor Zwangsinvestitionen.

Gast B: Wir hatten einfach diese Karte nicht zu sagen, wir können das nochmal richtig kreditebeln mit gutem Geld. und dann kam der Punkt wo man gesagt haben okay jetzt sind wir irgendwo...

Gast A: Da sind die Inputkosten extrem gestiegen? Das war ja auch der Punkt, die Inflation. hat er da eine richtige Fahrt aufgenommen. Wo man sagt ok jetzt wird aus Einigermaßen passable Marge, noch eigentlich eine Nullnummer draus. Wenn's der Vollkostenrechnung machen würdest. Man

Gast B: kann immer nur von unserem Betrieb sprechen oder von uns. Wir haben gesagt okay, die Garten zurückziehen wie können wir das machen? Weil mir ne OHG sind, das ist ja auch ein Thema. also Insolvenz wäre nicht möglich würde das ja alles zerstören. und wir waren halt in der Situation, wo er gesagt hat okay. Wir sind jetzt fast schuldenfrei ist auch wichtiger Punkt. Ja! Wir können jetzt mit den Erträgen die Kredite, die privaten Darlehen zurückzahlen. Wir können auch unser Lerker zurückzahlen. Das ist ja auch ein Thema was viele vergessen Wenn ich geordnet aus dem Markt rausgehe. es ist ein großer Hub. man braucht da auch viel Geld um sauber rauszukommen. Wie Liquidität? Viel Liquidität. Das hat bei uns alle sehr gut funktioniert aber Es ist trotzdem eine enge Nummer, trotz dass wir so gut dargestanden waren jetzt. Das ist schon was Besonderes. Also geordnet aufzuhören und jeden auszubezahlen zu können möchte ich mal sehen die nächsten Jahre wer das auch schafft.

Markus: Da kommen wir gleich. noch dazu würde ich sagen diesen Teil legen wir in den zweiten Teil. ich habe noch eine Frage Gab es dann auch den Punkt, wo ihr das dann persönlich auch gemerkt habt? Also ihr müsst euch ja irgendwie auch eine Art Gehalt oder irgendwas ausbezahlt haben von der Brauerei. Ist das dann auch was, was dann sukzessive weniger wird, weil man merkt, dass geht halt nicht mehr oder so? Habt ihr das am eigenen

Gast B: auch gemacht? Der war nie hoch! Kannst du weiße...

Gast A: Es ist das trügerische. Auch als Mitarbeiter Oder auch als Bürometarbeiter. Auf welchem Zeitpunkt merkst Du, dass es in die falsche Richtung geht? Viele lesen ja ihre Bilanzauswertung erst seit drei Vierteljahr später, weil sie nicht schaffen vorher die Bilanz fertig zu bekommen. Und die wissen gerne was sie für Jahre sie geben es haben, weil Sie Ihre BWA noch so und so korrigieren müssen mit Sonder-Einflüssen und irgendwelchen Inventurbeständen wie sie noch einbuchen müssen usw. Es gibt ja viele Unternehmer, die da noch völlig im Blindflug sind. Da war's dann so wenn du halt in den Markt Treiberlitten reingefahren hast Zwei halbe Balletten, der LQW fährt schon noch trotzdem raus herum. Der Betriebshof da ist das wie noch Geschäftiges Treiben. Die Rechnung schreibt es trotzdem, das Telefon klingelt trotzdem aber irgendwo mit den höheren Input-Kosten bleibt halt am Schluss nicht mehr übrig und das muss man auch recht frühzeitig erkennen. was für eine Marge habe ich denn eigentlich? Dann heißt ja, da war der Sondereffekt, das war schlechter Sommer, da ist des, da is des, thousand Gründe die man da immer so hört. Aber unterm Strich musst du da halt eine Prognose ableiten, eine Zeitreise. Wo geht's denn hin? Und die war dann doch schon ziemlich eindeutig in allen Belangen.

Markus: Dann habt ihr diese Erkenntnis für euch nach und nach gesammelt... ...und wie kam es dann? an? den Familien-Tisch vielleicht?

Gast B: Der Punkt war ja der ich war ja Außendienstenverliebt bin er auch rumgefahren.. ..und ich habe gemerkt dass ist immer schwieriger wird. also Du hast gemerkt die Stimmung kippt Außen in den Märkten auch, es wird immer schwieriger. Die Angebote werden hochgefahren. Da

Gast A: hat doch auch weniger Masche, die werden ja auch nervös weil wenn der Kasten durchgeschoben wird für zehn Euro, da bleibt nicht viel dabei hängen

Gast B: und du bist dann rumgefahren hast so was das demotiviert, wenn du abends heimgekommen bist aber daheim im Getränkemarkt ist trotzdem was los bei uns Das sind deine Fans, ey cool und cool wie ihr das macht. Es ist wie so eine heile Weltparadies. Und der Riecher hat dann alle an und die sind halt rausgekommen. Und es ist ein schöner Weltort. Weil da kommen mit deinen Fans zu dir in die Brauerei. Das ist ja alles super! Wenn du halt draußen unterwegs bist und kommst dann so diese rauere... ...das raueren Meer zu spüren in dein Gesicht gespritzt, die kalte Wasser habe ich das schon ein zwei Jahre vor mir gedacht. Wenn es noch so gut geht, gibt da gerade die Stimmung allgemein draußen. Dann kommst du abends demotiviert nach Hause und bist noch eine Stunde im Getränk gemacht. Und da ist heile Welt! Da denkst du das passt ja nicht alles aber es passt halt trotzdem nicht. Das ist wenn man nur daheim ist... Das ist auch gefährlich für viele, wenn du da draußen kommst. Da heim ist schon eine schöne High-Level. Da kann man lange davon auch geistig zähren. Das ist ein spannendes Thema. Es ist mir so aufgefallen zumindest. Ich

Markus: kann nur ganz kurz einen werfen. Mir ist das sehr bewusst geworden zum Beispiel. Wir haben viel Zeit auf den Wahrsteiner gearbeitet Und da fand ich die Diskrepanz so krass, wenn du eben in Warstein und im näheren Umfeld warst. Dann waren die halt auch alle in ihrer heilen Welt und alles war super! Alles war schwarz und gold und wunderbar... ...und sie haben einfach nicht verstanden warum die Welt da draußen ihr Bier auf einmal in den Markau. Das war wirklich auch ein... Ein persönliches Problem. Sie haben es einfach nicht verstanden. Wir arbeiten hier mit Herzblut, wir machen das beste Produkt. Das ist alles wunderbar und wir stehen voll dahinter und es ist super! Wieso will das auch einmal keiner? Und dann hat man natürlich auch keine Möglichkeiten oder keine Rezepte dafür weil das einfach so anders ist als was man sich denkt, was man erwartet. Und das kann ich mir gut vorstellen, dass es im kleinen Ähnliches. Wenn man halt im Familienbetrieb ist und da seine tägliche Arbeit macht die Stuckt ja auch

Gast B: viel...

Markus: Das kommt noch dazu! Also das ist ja heutzutage noch krasser mit eben den Internetbabels, die alles hoch jubeln und feiern und man dann den Eindruck hat mehr ist der größte. Aber die Zahlen am Ende sind dann auf der Nüchtern, das stimmt.

Gast B: Es war unsere persönliche Entscheidung weil wir einfach nicht mit wenigen fahren untergehen wollten Und auch keinen was schuldig bleiben wollten. Kein Kunden, kein Fan, kein Mitarbeiter der Bank nicht. und deswegen haben wir gesagt okay jetzt ist die Möglichkeit noch da das ordentlich stillzulegen dass jeder sein Geld bekommt.

Gast A: Dazwischen sind natürlich auch noch zehn andere Ideen da eigentlich Abwandlungen. Was weiß denn ich? Weil es ist sehr vergünstt dargestellt. Wir lagern Produkte aus, macht man Lohnbrau? Macht man Handel? Vertrieb noch selber und diese ganzen Zwischenstätten die da noch sein könnten. Lohnabfüllung und bla bla bla. Stimmt!

Gast B: Da gibt es auch viele Möglichkeiten. aber die waren für uns einen praktikabel aufzuwählen. Es war

Gast A: alles dann im Endeffekt immer mit Nein am Schluss beantwortet. Das bringt uns nicht weiter.

Gast B: Für uns persönlich weil der Punkt bei uns Wenn wir jetzt das abgegeben hätten, so stehen wir mit zwei Füßen da können alles kontrollieren und dann machst du vielleicht nur noch den Vertrieb für ein Bruchteil des Sortiments natürlich. Aber die Herausforderung bleiben ja die gleichen. also du kämpfst gegen die gleiche Windmühlen leider aber mit weniger Möglichkeiten auch. und dann kam schon das Thema auf Opponitätskosten ist recht sinnvoller, doch dann lieber das Geordnete so stillzulegen und dann halt noch was anderes zu machen als jetzt da noch zwei drei oder fünf Jahre weiter gegen diese Windmühlen zu kämpfen wo du auch nichts gewonnen hast. Dass der Markt jetzt so eingebrochen ist letztes Jahr damit haben wir auch nicht gerechnet dass auf einmal statt zwei oder zwei fünf aber mal sechs Prozent Minus ist. Das war natürlich schon nochmal ein ganz schöner Schlag in die Magengrube womit damit auch nicht berechnend hatten.

Markus: Und wann war dann dieser Zeitpunkt, also wo ihr, stellen wir das mal so vor wie im Kinofilm oder so? Ihr sitzt irgendwann als Familie am Tisch und ihr beide hat es vielleicht miteinander schon ein bisschen im Vorfeld besprochen. Aber dann, wo man da sagt okay, wir fehlen jetzt auch diese Entscheidung und wir sagen auch irgendwann muss man sie einfach abhaken und dann eben sagen wir schauen noch vorne dass man eben nicht mehr infrage stellt und immer sagt wir suchen noch Alternativen oder wir versuchen noch dieses oder jenes, sodass man sagt okay nee Wir legen jetzt fest Das ist der Weg Und da geht es weiter. Gab's so einen Punkt und wie war das auch im Gespräch mit der Familie?

Gast A: Es ist nicht so, dass man sagt okay wir machen jetzt Basta aus Ende. Die Diskussion zieht sich ja über Monate Jahre. Der eine weiß es ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger. Aber irgendwie geht alles in diese gleiche Richtung. Das ist dann die eigentliche Kunst Eine gemeinsame Entscheidung alle Beteiligten auch Familienangehörigen so hinzubekommen, dass man sagt okay wenn es einmal festgelegt ist dann ist er so. Dann darf der eine dem anderen nicht in den Rücken fallen. Wir haben jetzt sehr kleine Familie mittlerweile weil im Nachhinein sagen wir mal alle verstorben sind oder jetzt eher dann einen weiteren Verwandtschaftsverhältnis sind. das war eigentlich nur noch nicht der Röhrf und Meine Mutter da, unser Vater hat dann leider auch noch Demenz bekommen und musste sich gesundheitlich stark zurückziehen. Dann war der Entscheidungsträgerkreis ist dann sehr klein geworden vielleicht auch zu unserem Vorteil.

Markus: Aber es gab so einen Punkt wo ihr gesagt habt

Gast B: okay jetzt

Markus: mach man Haken dran.

Gast A: Ja wenn du die Optionen durchgehst was können wir jetzt machen? Und das wird immer weniger weniger weniger. Und du sagst, nee, da haben wir zu hohe Opportunitätskosten. Deswegen ist es auch nicht weiter. Das auf keinen Fall. Dann kommst du irgendwann an den Punkt okay? Was haben wir denn jetzt noch für Optionen? und dann bleibt nur noch irgendwann die Zeit. Okay,

Markus: und apropos Zeitfrage würde ich sagen machen wir hinter diesem ersten Teil unseres Podcasts jetzt mal einen Punkt und reden dann gleich im zweiten Teil weiter, wie es dann eben weiter ging. Wie ihr vor euch selber einen neuen Weg gefunden habt auch fürs Bier für die Marke und was man jetzt alles mit euch anstellen kann. Und die Idee? Gerne ja!

Gast A: Da machen wir

Markus: uns da mal eins auf.

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