BierTalk Spezial 79 – Interview II mit Willi Wallstab, Braumeister der Gilde Brewery in Charlotte, North Carolina, USA
Im April 2026 war Willi Wallstab schon einmal im BierTalk zu Gast und erzählte, wie ihn sein Weg aus Deutschland bis zur Gilde Brauerei nach Charlotte in North Carolina führte. Diesmal knüpfen wir genau dort an – und gehen noch einen Schritt weiter: Denn Willi hat mir zwei seiner Biere aus den USA geschickt, die wir nun gemeinsam verkosten. Im Mittelpunkt stehen ein ungewöhnlich kräftiges Radler und ein neu interpretierter Broyhan, mit dem Willi ein fast vergessenes Stück norddeutscher Biergeschichte in die Gegenwart holt. Dabei sprechen wir nicht nur über Geschmack, Rohstoffe und Brautechnik, sondern auch über Fußball-WM-Stimmung in Charlotte, deutsche Bierkultur in den USA und die Frage, wie historische Bierstile heute wieder lebendig werden können.
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Das Gespräch — zum Nachlesen
Markus: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Biertalk. Ich bin schon sehr gespannt, weil es ist ein ganz interessanter Biertalk. So was haben wir eigentlich in der Folge so noch nie gemacht. Und zwar war ich erst vor einem halben Jahr ungefähr mit dem Willi zusammengesessen und er hat uns die Geschichte erzählt, wie er aus Deutschland in die USA gekommen ist und dort dann bei der Gildebrauerei seinen Job angefangen hat, den er jetzt auch immer noch hat. Und wir haben dann im Talk ein bisschen über die Biere gesprochen, die es dort so gibt. Und dann hat mich vor wenigen Tagen ein Paket erreicht und in diesem Paket waren dann tatsächlich zwei von diesen Bieren drin. Und dann habe ich gesagt, na gut, also die könnte ich jetzt alleine probieren, aber eigentlich wäre es ja viel spannender, wenn wir das zusammentun und dann noch ein bisschen drüber reden und deswegen sind wir jetzt heute da. Also für alle, die die ganze Geschichte von Willi wissen wollen, ihn aber noch nicht kennen, dann Hört euch den Biertalk Spezial Nr. 75 an vom April 2026 und für alle, die den schon haben, machen wir jetzt einfach nur ein kurzes Update. Willi, vielleicht, wenn du mal zwei, drei Sätze dazu sagst, wie es dir gerade aktuell geht, wo du gerade so bist und wie so der Stand der Dinge ist bei dir mit dir in der Brauerei.
Willi: Hallo Markus, vielen Dank, dass ich wieder dabei sein darf, dass du mich eingeladen hast, nachdem wir natürlich unseren ersten Podcast hatten. Und man lässt das natürlich für sich auch selber Revue passieren und was dann am Ende bei rauskommt und man hört sich das dann selber an, das ist schon was ganz Tolles und du hast da auch natürlich große Arbeit geleistet. Ich will nicht sagen im Schnitt, aber diese Zusammenfassung, das hat mich dann auch sehr verblüfft, dass es dann doch so gut ist, weil man ist wahrscheinlich eher etwas selbstkritisch und noch nicht ganz von sich so überzeugt, aber das hat sehr, sehr gut funktioniert. Und danach habe ich noch dieses Radler oder das Hard Shandy gefunden, welches wir ja mit 5,5 Prozent Alkohol produziert haben. Und ja, das war auch nicht wirklich, hatte nicht den Anschein, irgendwie verdorben zu sein. Und da dachte ich mir, jetzt nutze ich die Gelegenheit. Vor drei Wochen bin ich nach Deutschland geflogen, nehme das mit, hab im Zuge dessen auch noch mein Visum verlängert und habe dann die Möglichkeit genutzt und habe dir das zugeschickt.
Markus: Fantastisch. Und also was Besseres konntest du gar nicht tun. Also wunderbar. Und da bin ich natürlich jetzt auch beide absolut gespannt. Vielleicht vorher noch ganz kurz, wenn du noch mal in einem Satz vielleicht kurz zusammenfasst für alle Hörer, die jetzt vielleicht gerade wieder neu sind oder sowas. Wo genau sind wir gerade bei dir und was machst du da eigentlich?
Willi: Also gerade ganz genau sind wir bei mir in meiner Wohnung an meinem Schreibtisch. Ich war heute auch schon in der Brauerei nebenan. Also ich wohne fast quasi direkt nebenan. Ich muss nur die Straße herüberfallen und dann bin ich auch schon, da bin ich in der Gilde Brauerei hier in Charlotte in North Carolina. Und ja, wir haben es schnucklige 40 Grad draußen mit so 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und jeden Tag sehr, sehr ordentlich warm. Und wir befinden uns auch gerade mitten in der WM. Heute findet das Achtelfinale, glaube ich, statt gegen Paraguay natürlich. Und da muss ich auch noch ein bisschen Vorarbeit leisten heute Nachmittag oder für heute Nachmittag und freue mich aber dennoch mit dir noch dieses Bier noch zu verkosten oder die Biere noch zu verkosten.
Markus: Absolut. Also das ehrt uns natürlich und alle, die dann jetzt den Podcast hören sozusagen, die kennen dann schon die Geschichte. Also wir wissen ja nicht, wie das heute Abend ausgeht und wenn es jetzt gut im Sinne Deutschlands ausgeht, wie es dann weitergeht und so. Aber ihr alle, die jetzt zuhört, habt dann entweder strahlenden Augen, weil wir, was weiß ich, Weltmeister geworden sind oder Tränen, weil es das letzte Spiel war, wo wir jetzt gerade heute Abend uns drauf freuen, wie auch immer. Aber ist es denn so, dass du merkst, dass diese WM doch so ein bisschen verfängt, dass es die Amerikaner packt und seid ihr dann so eine Anlaufstelle für Leute, die so ein bisschen mit Deutschland halten?
Willi: Das ist eine ganz tolle Frage, muss ich sagen. Also vor drei Wochen, als ich mich darauf vorbereitet habe, natürlich ist man dann zwei Wochen nicht da, wenn man mal nach Deutschland fliegt und man plant hier, man plant da alles, kann man sowieso nie voraussehen. Und die ersten drei Gruppenspiele, gerade das erste Gruppenspiel wurde war so erfolgreich für die Brauerei oder wir wurden quasi überrannt, fing dann an, war natürlich auch ein schöner Nachmittag hier Und die Leute waren sehr euphorisiert, was man im Vorfeld leider noch nicht gar nicht so voraussehen konnte oder damit rechnen konnte, dass das mit einem Mal diesen Schwung so im Vorfeld schon, na klar, die WM kommt. Dann gibt es hier aber auch ganz viele andere Events, die natürlich mit Sport zu tun haben, die natürlich auch immer sehr stark oder sehr gern verfolgt werden. Aber dadurch, dass natürlich auch gar nichts anderes weiter groß ist, liegt der Fokus natürlich auch ganz stark auf der WM und hier natürlich auch die Anstoßzeiten sehr, sehr perfekt. Natürlich, die Amerikaner gehen völlig mit mit ihrem eigenen Team und wir hatten ja auch eine Woche bevor die WM losging hier das Freundschaftsspiel in Charlotte der USA gegen Senegal und das war auch schon komplett ausverkauft und da konnte man schon ein bisschen so leicht die Euphorie sehen, dass die Amerikaner da auch völlig mitgehen, auch wenn das hier natürlich ein ganz anderer Begriff als Fußball hat, natürlich mit Soccer und eher, ich will nicht sagen eher, dass Mädchen hier den Sport eher spielen im Jugendbereich oder Schulbereich. Das hat hier natürlich eine ganz große Euphorie auf ganzer Bandbreite ausgelöst. Und dadurch, dass Charlotte natürlich auch diese große deutsche Community hat und wir natürlich auch immer versucht haben, Samstagvormittag oder auch Sonntag oder auch die Champions League unter der Woche. Versuchen fokussiert zu zeigen und gerade auch mit den deutschen Beteiligungen waren wir schon, ich will nicht sagen schon immer, aber dadurch, dass wir auch ein sehr, sehr gutes Netzwerk haben mit dem einen oder anderen gut vernetzten Deutschen, der dann sagt, ja hier, ich schaue das in der in der Gilde Brauerei, wenn ihr Lust habt, kommt mit dazu, das ist immer schöner, das natürlich in der Gemeinschaft zu schauen. Und dann siehst du natürlich erstens mal sehr, sehr viele neue Deutsche, mit denen du noch gar nicht gerechnet hast, aber du siehst auch ganz viele alte Gesichter, mit denen du irgendwann mal was zu tun hattest, irgendwo erzählt hattest oder mal ein Bier getrunken hattest. Und das hat natürlich ersten, diese ersten beiden oder drei Spieltage uns so etwas von die Karten gespielt und die Brauerei war völlig, nicht nur ausverkauft, auch völlig überladen. Es war schön, es war eine gute Stimmung und hoffen wir, dass wir das so weiter mittragen können.
Markus: Auf jeden Fall sind da dann auch viele dabei, die wirklich noch Deutsch sprechen – oder eher die sich deutschstämmig fühlen?
Willi: Sowohl als auch. Aber ich würde sagen: Gerade zu den deutschen Spielen kommen zu 90 Prozent Menschen, die wirklich noch Deutsch sprechen. Untereinander spricht man dann auch meistens Deutsch. Wenn natürlich ein Amerikaner oder irgendjemand anders involviert ist, schwenkt man schnell um und redet wieder Englisch. Aber größtenteils ist das an solchen Tagen wirklich wie eine kleine deutsche Embassy, also fast eine deutsche Veranstaltung. Und unser Bier trägt natürlich noch ein bisschen dazu bei. Jeder, der ein Helles oder ein Pils mag oder es gewohnt ist, das aus dem jeweiligen Glas zu trinken, fühlt sich da gleich wohl. Wir versuchen das auch so authentisch wie möglich einzurichten, und das macht diesen Erlebniswert an so einem Tag wirklich zu einer sehr schönen Sache.
Markus: Ja, kann ich mir echt gut vorstellen. Und dann ist praktisch alles so vollgepackt mit Menschen. Irgendwo steht dann wahrscheinlich ein großer Fernseher, große Leinwand oder so und dann verfolgt man so das Spielgeschehen und jubelt dann eben auch entsprechend, stößt an, was ist dann, wenn das Spiel rum ist, bleiben die dann noch sitzen oder ziehen die dann raus, machen die Autokorsos oder wie soll man sich das vorstellen?
Willi: Sowohl als auch. Also viele sind natürlich wirklich nur speziell wegen dem Spiel da, manche bleiben noch, manche genießen dann, wenn man dann ein paar deutsche Lieder noch spielt, die das Ganze noch natürlich ein bisschen zu einem schönen Erlebnis machen. Einige trinken das Bier aus, andere essen noch was. Also es ist so alles mit dabei, aber wir können schon wirklich extrem oder das so sagen, dass dann die Brauerei sich dann so zur Hälfte leert und trotzdem dann auch noch die Beteiligung sehr, sehr groß ist. Und es ist nicht mehr ganz so viel wie dann zur Spielzeit selber noch eine ganz kleine Geschichte, vielleicht am Rand von vor zwei Jahren von der Europameisterschaft, Da haben wir, glaube ich, gegen Dänemark gespielt und da war in Dortmund ein großes Gewitter und das hat dazu geführt, dass natürlich das Spiel unterbrochen wurde für bestimmt 20 Minuten und ja, uns blieb gar nichts weiter über oder für uns war das eine ganz tolle Geschichte und die Leute mussten drin bleiben, es lief kein Spiel. Natürlich hat man immer geschaut, wie es jetzt auch weitergeht und das hat, das hat diese diese ganze Situation damals noch sehr viel schöner gemacht, weil mit einmal mussten die Leute sich unterhalten mussten, was heißt nicht mussten, aber sie mussten ausharren, weil sie natürlich auch das Spielende mitbekommen wollten. Und dann hat sich das aufgrund natürlich dieser dieses Gewitters damals in Dortmund so verzögert. 25 Minuten war es eine sehr, sehr sch Geselligkeit, bis dann das Spiel weitergegangen ist.
Markus: Ja, also dann bringt der Sport und das Bier natürlich irgendwie die Leute zusammen. Kurze letzte Frage noch zu dem Kommen die dann auch zu den anderen Spielen oder zeigt ihr nur die USA und die Deutschlandspiele?
Willi: Wir haben das eigentlich so aufgestellt, dass wir natürlich jedes Spiel zeigen können. Wir hatten jetzt auch, kriegt ja noch mal eine Nachricht von dem oder hier, da war so eine spanische kleine Gesellschaft mit 15, 20 Mann. Das ist ja bei uns wirklich sehr, sehr einfach dann auch zu handhaben. Oder Brasilianer oder gerade auch die Amerikaner. Die amerikanischen Spiele waren auch sehr voll, muss ich sagen. Nicht ganz so wie bei dem bei den deutschen Spielen, aber nein, das ist so eine grundlegende Euphorie, die gerade auch herrscht. Und da gibt es viele, die gezielt alle Spiele oder sehr, sehr viele Spiele sehen wollen und es gibt aber auch gezielt nur die, die wahrscheinlich nur die deutschen Spiele drehen wollen.
Markus: Lenkt es vielleicht auch ein bisschen ab von der allgemeinen politischen Großwetterlage so ein bisschen Können die Leute auch ein bisschen entfliehen auf die Art und Weise?
Willi: Wahrscheinlich schon wahrscheinlich schon, weil natürlich, du hast es ja selber vielleicht auch noch aus der Erinnerung, als 2006 die WM in Deutschland war und so viele unterschiedliche Nationen zusammenkommen, man sieht das ja auch in den sozialen Medien, auf den Plattformen, wie stark dort die Teams zelebriert werden oder wie stark natürlich diese Feiern dort mit unterschiedlichen Nationen stattfinden. Und das ist natürlich eine ganz tolle Geschichte und das heizt natürlich diese Stimmung auf, also nicht im Negativen, sondern sehr Positiven. Und da wird natürlich auch sehr viel vergessen durch, also auch Probleme vergessen. Das ist ja immer so ein schöner Nebeneffekt, aber es heitert auf jeden Fall die Stimmung sehr, sehr auf und das ist, denke ich mal, ein sehr, sehr guter Effekt, der gerade damit auch eintritt.
Markus: Ja, das denke ich auch. Und nun können wir dann doch zum Bier kommen. Danke auf jeden Fall für den Einblick. Ich würde fast sagen, wir fangen vielleicht mit dem Radler an und das finde ich an sich schon mal total spannend, weil es sind ja so zwei Dinge, wo mir erst mal Fragezeichen kommen. Also das erste wie gehen die Amerikaner überhaupt mit diesem Begriff Radler um? Also weil eher gibt es diesen englischen Begriff Shandy. Andererseits erlebe ich dann oft, dass sie Radler oder Radler dann eben auch kennen als Begriff Und auf der anderen Seite ist es eben bei uns ja eigentlich ein Getränk, was man bewusst dafür macht, den Alkoholgehalt eher zu reduzieren, dadurch, dass man eben Limo nimmt und das ganze verdünnt oder eben Wasser, dann ist es bei uns ein Sa Tauresradler. Aber hier haben wir jetzt trotzdem fünfeinhalb Prozent. Das heißt vielleicht werden uns erstmal die beiden Dinge so ein bisschen aufklären. Also wie kommen die mit dem Namen zurecht und wie kommt es zu dem Alkoholgehalt?
Willi: Da gibt es immer genauso viel positive Berichte wie auch negative Berichte, würde ich sagen oder vielleicht negative würde ich nicht sagen, aber soweit man beim Bier natürlich auch immer anfangen muss den Namen zu erklären oder auch diese Aussprache noch nicht ganz klar ist, wie man das natürlich auch richtig macht, dann wird es schon wieder komplizierter. Es wird auch komplizierter dann auch zu verkaufen und das sind dann Dinge, die natürlich dem, dem wir auch schon mal gerne im Weg stehen. Das ist dann aber so ein Prozess, glaube, den muss man durchlaufen und den muss man immer wiederholen und versuchen das auch so gut wie möglich und auch sich selber dabei zu schulen, das auf eine freundliche Art und Weise oder eine freundlichere Art und Weise herüber zu bekommen, so dass es einem selber auch leicht fällt es zu erklären. Und wie gesagt, auf der anderen Seite gibt es dann auch die, die Radler kennen oder Shandy den Begriff kennen und die suchen gezielt auch förmlich danach. Also wenn ich sehr sehr viele, nicht nur die Deutschen, auch die Amerikaner, die bei uns kommen, die kommen rein und wollen wirklich nur das Radler haben. Die wissen, das gibt es hier auch im Lidl zum Beispiel und die sagen dann mal ihre Erfahrungsberichte, ja da bekomme ich das immer und da gehe ich dann auch gezielt hin und ich kaufe das gezielt, weil es erstens mal weniger Alkohol hat und ja und weiß natürlich auch diesen diesen schönen Grundgeschmack von Zitrone oder im Zusammenspiel mit Bier natürlich auch zusätzlich noch mit dazu hat. Aber es gibt wie gesagt auch beides. Ich finde die erste Variante natürlich, wenn man immer irgendwas erklären muss und es ist noch nicht ganz so wirklich eindeutig, dann ist das immer ein bisschen schwieriger, aber das gehört einfach dazu, um natürlich auch dieses diesen diesen Produkt auch wachsen zu lassen. Und unsere Idee war eigentlich mit diesem Radler. Unser Vertriebsleiter meinte, warum hat denn unser Radler nur zweieinhalb Prozent Alkohol? So, das ist für viele, die den Begriff Radler natürlich kennen, eindeutig, weil natürlich 50 Prozent Bier und 50 Prozent Zitronenlimonade dort zusammengemischt werden und dementsprechend in Deutschland ein reguläres Bier oder ein Pils hat ja in der Regel so fünf Prozent und dann kommt man so ungefähr auf die Hälfte hier. Klar, wenn man das natürlich auch im Verkauf anbietet, hat es einen bestimmten Preis, auch einen stolzen Preis. Also das in so einem Vierer Pack Dosen wird hier angeboten für zehn Dollar aufwärts. Und der Gedanke war da, wenn sich jetzt ein Kunde dafür entscheidet, ein Bier zu kaufen, warum sollte er dann für denselben Preis ein Bier nehmen, was nur die Hälfte an Alkohol hat. So und da wollten wir herausfinden, ob natürlich das im Verkauf einen Unterschied macht, wenn wir beide hinstellen und derjenige, der Radler mag sich für gezielt für die Variante entscheidet mit mehr Alkohol. Das muss ich vorwegnehmen, das hat sich nicht bewahrheitet. Also dementsprechend hat dieser Versuch oder dieses Produkt uns sehr sehr viel Klarheit geschaffen. Aber die, die sich gezielt für das 5, 5 Radler entschieden haben, haben speziell wegen des Geschmacks genommen, also weil es sehr sehr viel int war, weil es wirklich auch diesen extremen Zitronengeschmack mit sich gebracht hat. Und das war wirklich am Ende eine Geschmacksentscheidung, bevor es dann über den weniger Wert vielleicht an Alkohol ging.
Markus: Also das heißt, um das nochmal zusammenzufassen, ihr hattet normalerweise so ein normales Radler mit zweieinhalb Prozent und habt dann gesagt, eigentlich der Amerikaner an sich erwartet vielleicht eher einen, sagen wir mal, normalen Alkoholgehalt, wenn er auch normal bezahlen muss für so ein Getränk. Also lasst uns mal so ein Radler mit fünfeinhalb machen und dazu stellen und schauen, was passiert. Und dann im Endeffekt haben die Leute aber trotzdem eher den Klassiker genommen sozusagen und es hat sich so nicht durchgesetzt. Kann man das so ungefähr sagen?
Willi: Das kann man so sagen, weil auch ganz speziell der Radler Trinker weiß, was er erwartet. Der erwartet auch, wen weniger Alkohol der erwartet auch sein, sein, sein, ja sagen wir auch den Süsswert oder den Zuckerwert oder den gewissen Geschmack. Er will auch gar nicht so viel mehr haben. Und die, die vorher das normale Radler getrunken haben, die haben sich auch weiterhin für das normale Radler entschieden, aber allein wirklich nur aufgrund des Geschmacks.
Markus: Okay, also machen wir jetzt mal den Live-Test. Ich mache das jetzt hier mal auf. Da ist es offen und ganz normal, fließt ins Glas und schäumt.
Willi: Das hört sich schon mal sehr gut an.
Markus: Also in der Nase schöne frische Zitrone. Man hat auch schon so ein bisschen leicht herbe Noten, also passt ja zur Zitrone auch dazu. Und dann hat man aber auch schon tatsächlich intensive, malzige, honigmässige Noten auch ein bisschen. Also Bier auf jeden Fall ganz deutlich schon zu erkennen. Optisch übrigens auch sehr schön. Es ist trüb, naturtrüb, würde man wahrscheinlich bei uns sagen und hat so eine Sandfarbe ungefähr, Also geschmacklich auch sehr gut, aber ganz schön gemein. Also wenn du mich jetzt fragen würdest, würde ich nicht sagen, dass das fünfeinhalb Prozent hat, sondern ich würde sagen, es ist ein normales Radar, vielleicht mit ein bisschen mehr Bier, aber maximal 3 Prozent hätte ich jetzt vielleicht so getippt. Okay, also das natürlich das Türkisch, da ist man dann schnell dazu verführt. Es hat aber auch das Erfrischende und es hat, wie du schon gesagt hast, finde ich, merkt man auch, es hat eine hohe Intensität. Also man kriegt die Frucht, die Zitrone richtig schön auf dem Präsentierteller sozusagen. Dazu kommt aber das Bier, schönes Mundgefühl, lange Anhalten auf der Zunge, es wärmt sogar ein bisschen. Also es wirklich alles, was so so dazugehört, ist alles dabei und ist so wie ein Radler auf Speed so ungefähr. Wirklich sehr, sehr interessant. Wer kam denn auf die Idee?
Willi: Wie gesagt, wir haben uns mit unserem Verkaufsleiter zusammengesetzt gehabt. Damals war noch Carsten mit dabei, also einer unserer Chefs. Und da gab es die Geschichte, also ich weiß, dass wir das zum Beispiel in Deutschland ja auch für den Export machen, relativ viel, also jetzt nicht gezielt nur Radler, sondern da gibt es auch andere Mischgetränke, die gezielt in den Export gehen, die sehr, sehr viel mehr Alkohol haben als so ein Radler. Und da geht es auch über 5 Prozent hinaus. Und da war ich mir schon sehr sicher, dass die einfach diese vom Kopf her, dass er davon auch schon überzeugt ist, dass sowas funktionieren kann und er wollte einfach auch nachfragen, natürlich im Zusammenarbeit mit unserem Vertriebsleiter, ob das auch in Charlotte oder hier in den USA auch möglich wäre, mit unserer Anlage das herzustellen. Haben wir natürlich auch Versuche gemacht mit einem Produkt, was wir sowieso schon haben, mit unserem hellen, das heller hat aber naja, so 20 bis 22 BE (Bittereinheiten) und da haben wir die Versuche mit den einzelnen Zitronenlimonaden gemacht und das hat natürlich überhaupt gar nicht zusammengespielt. Diese diese Bittere und dann diese Süße. Das hat das hat sich gebissen, das war keine schöne Balance. Das war wirklich, es hat nicht gepasst. Und da habe ich dann ja mich dazu entschieden, ja auf jeden Fall noch ein neues helles quasi zu brauen mit ich glaube, Das hatte nur 7 Bittereinheiten, also quasi ganz wenig Hopfen und ob das dann natürlich im Zusammenspiel mit dieser Zitronenlimonade und dem Zucker natürlich sehr, sehr viel besser harmoniert und das hat dann sehr, sehr gut funktioniert und das ist dann auch dieses Produkt, was dann am Ende dabei rauskam. Und natürlich, klar muss man auch auf die 5,5 oder auf die höheren, den höheren Alkoholwert kommen und dementsprechend das helle auch sehr viel stärker eingebaut und dadurch wahrscheinlich auch dieses intensivere Malzaroma und diesen intensiveren Biergeschmack auch im Radler selbst.
Markus: Das heißt also du hast praktisch so eine Art hellen Doppelbock gezielt dafür gebraut. Mit wenig Bittereinheiten. Genau, um dann halt die Limo perfekt aufnehmen zu können, damit man dieses Zusammenspiel dann sozusagen hat. Coole Nummer. Würdest du es wieder geben?
Willi: Unser Restaurantleiter hat schon gefragt, weil das meiste, was wir dann danach verkauft haben, haben wir wirklich dann im Restaurant verkauft oder in der Brauerei verkauft und der Aufwand war jetzt allein vom Brauen ist es überhaupt gar keine Geschichte. Auch das Blenden oder das Mischen der Komponenten ist auch nicht das Thema. Das muss natürlich alles immer zeitnah geschehen aufgrund der mikrobiologischen Haltbarkeit und dann natürlich der mikrobiologischen Gefahr des Nachgärens. Und das musste zuerst einmal natürlich aus der Welt geschafft werden oder wie behandeln wir das Produkt danach? Und wir brauchten eine Möglichkeit, das zu pasteurisieren. Und wenn man hier mal auch in der Umgebung und auch in den kleineren Brauereien nachfragt, da gibt es nicht wirklich irgendwelche Mittel die man da nutzen kann. Und dadurch, dass unsere Brauanlage relativ viel hergibt, habe ich dann mich entschieden, unseren Whirlpool dazu zu definieren, unsere Pasteureinheit zu werden. So, und dann muss man den mit Bier, mit den Bierdosen bestücken. Und ja, im Whirlpool wurde das dann mit drei unterschiedlichen Messeinheiten, also das Heißwasser, was reingeht, das Heißwasser, was wieder rausgeht, auch die ein, zwei Dosen selber, die gezielt angestochen werden und dann natürlich ohne Druckverlust auch innerhalb dieses Kern, dieses Kältekerns in der Dose, der muss natürlich auch gemessen werden und vor allem, es muss homogen heiß geworden sein. Das ist natürlich auch diese Pasteureinheit im Kern natürlich erhalten hat. Ansonsten wären uns die Dosen sehr, sehr schnell um die Ohren geflogen.
Markus: Aber das ist ja wirklich Erfindergeist. Also das finde ich schon sehr cool. Toll, dass das geklappt hat. Ist das vielleicht eine Sache, die ihr für andere Biere dann in der Zukunft vielleicht noch mal wieder verwenden wird?
Willi: Auf jeden Fall. Dadurch, dass aber das Ganze sehr, sehr mühsam natürlich Erfolgt, jedes Mal 15 Stiegen Bier mit 24 Dosen den Whirlpool wieder beladen und dann natürlich wieder relativ zeitnah auch entladen. Du willst ja auch das Bier nicht die ganze Zeit unter dieser Wärme stehen lassen. Es soll natürlich auch relativ zügig dann auch wieder abkühlen. Das ist natürlich ein Riesenaufwand, dass das rein und raus. Es geht auch ein bisschen auf dem Rücken, muss ich sagen, halb knien. Der Whirlpool ist so hüfthoch der Eingang. Und natürlich muss man auch ein bisschen auf das Material innen drin schauen, dass man da noch eine Lage PVC auslegt oder irgendwas, was natürlich den Edelstahlboden nicht angreift. Und da muss man dann schon schauen, dass es wahrscheinlich dann alles im Gesamtsinne sehr, sehr schonend abläuft und nicht nur irgendwo dem Material geschulden oder dem Produktgeschulden einfach loslegt und dann sehr, sehr viel mehr Schaden anrichtet, als es am Ende dann natürlich auch Nutzen hat.
Markus: Ja, und wahrscheinlich darf man dem Sudhausbauer auf gar keinen Fall ein Foto davon schicken.
Willi: Nein, auf keinen Fall.
Markus: Okay, der hat es jetzt auch garantiert nicht gehört. Davon gehen wir jetzt mal aus.
Willi: Ich habe ihm selber schon ein Foto geschickt. Er fand das sehr lustig, dann ist er gut.
Markus: Dann kommen wir mal zum zweiten Star des Nachmittags sozusagen bzw. Bei dir ist ja der Morgen und zwar haben wir noch eine zweite Dose. Da klebt, wie du mir gerade schon gesagt hast, eigentlich ein falsches Etikett drauf. Da steht nämlich Bräuhans Bock, aber da ist euer klassischer Broyhan sozusagen drin. Da bin ich jetzt mal sehr gespannt Und oben ist auch noch so ein Aufsatz auf der Dose, den habe ich so auch noch nie gesehen. Genau, also zumindest gibt es das bei unseren Dosen nicht. Vielleicht kannst du das mal ganz kurz erklären, was das ist und was man damit tut.
Willi: Genau, also diese Dose, die du da hast, das ist glaube ich eine, was ist das, 750 Milliliter Twisty Dose. Also das ist ein Deckel, der da oben drauf ist, der natürlich schon vor verwalzt ist. Also dieser Deckel ist oben vor verwalzt mit einem Schraubverschluss und da kommt ein größerer Deckel dann dieser Twisty oben drauf, also quasi ein Schraubverschluss und das nimmt man hier sehr gern für Sampling, für Growler Geschichten, für also ja für außer Hausverkäufe, wenn man natürlich ein kleines Bier sich noch mal für zu Hause mitnehmen will, hat den Vorteil, da kann ich meinen meinen kleinen Füller mit einspannen und natürlich das Ganze auch mit Gegendruck und CO₂ gespült abfüllen und da ist man ja immer irgendwo auch gerade gezielt ja in dem Sinne, dass das immer sehr sehr gut abgefüllt ist mit wenig Sauerstoffwerten. Wenn man manchmal, und da komme ich jetzt ein anderes Thema rein, diese Abfüllung von Bieren hier sieht so prinzipiell, ich glaube wir hatten das Thema schon damals mit dem Natural Carb, also mit dem Spunden von Bier mit dem Restextrakt, der noch vorhanden ist und das war ein Unterschied. Jetzt gibt es zum Beispiel den Unterschied, dass man hier auch sehr sehr gern keine Gegendruckfüller verwendet, sondern Füller, die natürlich komplett offen sind. Das ist ein Zylinder, der in die Dose fährt und den von unten natürlich nach oben füllt, aber alles ohne Gegendruck. Die Dose wird natürlich vorher auch mit CO₂ gespült, aber auch nicht unter Druck. Und diese Evakuierung, die man natürlich in einer Flasche oder in einer Dose mit einer Gegendruckanlage oder Gegendruckfüller natürlich beherrschen kann, ist natürlich sehr sehr viel Also meines Erachtens sehr, sehr viel intensiver und sehr, sehr viel genauer als das ist, als wenn ich nur diese Dose mit mit CO begann lasse. Und dementsprechend kann ich da sehr, sehr viel bessere Haltbarkeiten und sehr, sehr viel mehr Qualität natürlich auch in der Abfüllung erreichen. Und das sollte eigentlich auch immer, also immer in meinem Sinne, so habe ich das gelernt, so habe ich das im Studium auch, so sind wir da immer herangegangen. Und hier herrscht natürlich immer ein bisschen andere, ja ganz anderes Grunddenken und dementsprechend vielleicht ist es etwas günstiger, das so herzustellen, vielleicht kann man damit auch schneller abfüllen. Ich habe keine Ahnung, was der Vorteil davon sein soll, aber man sieht es sehr, sehr häufig, dass das die Biere hier wirklich nicht mit Gegendruck abgefüllt werden, sondern mit einem sehr Gegendruck drucklosen Füller, der das Bier voll macht, ohne groß überzuschäumen. Das kriegen sie schon hin, muss ich schon sagen. Aber ja, wie gesagt, ist so ein bisschen eine ganz andere Herangehensweise, wie wir es wahrscheinlich aus Deutschland kennen.
Markus: Ja, also ich versuche es noch mal für alle Hörerinnen und Hörer da draußen, die jetzt noch nicht ganz genau wissen, was das bedeutet, das kurz zu erklären. Also im Grunde hat man eben bei uns normalerweise das so, dass man egal was man fast Flasche, Dose, wie auch immer, dass man vorher, bevor da was reinkommt, sozusagen die Umgebungsluft, die da drin ist, verdrängt durch CO in der Regel und damit herrscht in der Flasche, also wie gesagt zumindest keine Umgebungsluft mehr und dann kann ich das eben mit dem Bier befüllen, mit dem gleichen Druck und dann kann man es eben schön sauber füllen und hat eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass das in keinster Weise von Umgebungsluft irgendwie verunreinigt worden ist. Habe ich das so einigermaßen hinbekommen.
Willi: Das hast du vorzüglich erklärt.
Markus: Okay, gut. Vielen Dank und danke, dass du das auch gesagt hast mit diesem Deckel, weil ich hätte jetzt wahrscheinlich unvorsichtigerweise gedacht, dass sich unter diesem Deckel noch ein weiterer befindet und hätte wahrscheinlich eine Riesensauerei gemacht.
Willi: Genau, der Deckel könnte direkt hochgehen.
Markus: Also okay, ich drehe jetzt mal dran. Wir schauen, was passiert. Es hat gekloppt, aber es war okay. Also: hörbar.
Willi: Ich habe auch einen kleinen hier.
Markus: Na dann lass ihn mal in dein Gläschen fließen. Also das hat hier schon mal toll funktioniert und man kann tatsächlich den Deckel auch wieder drauf machen. Das ist schon auch ziemlich cool.
Willi: Genau, genau, wieder was gelernt.
Markus: Müsste man mal rausfinden, warum es sowas bei uns nicht gibt. Verschließbare Dose, auch schön.
Willi: Also das hat natürlich den schönen Vorteil, es nimmt die Dosenfalz raus und du brauchst keinen großen oder diese, ja, diesen Verschliesser. Das hat natürlich diesen Vorteil dabei.
Markus: Was außerdem noch passiert ist: Der ganze Raum ist tatsächlich voller Gewürzaromen. Das ist fast wie Lebkuchen – ganz spannend – dazu fruchtige Aromen, ein bisschen Zimt, etwas Banane, etwas Honig. Also sehr intensiv, ohne dass ich jetzt direkt ins Glas gehe. Im Glas wird es dann noch stärker. Es hat eine ganz intensive Aromatik. Der Schaum ist toll, ganz feinporig und steht sehr schön. Das Bier selbst ist goldfarben, leicht trüb und insgesamt auf jeden Fall sehr interessant im Geruch. Auch ein bisschen Apfel, Quitte – sehr, sehr vielschichtig. Und Broyhan ist ja ein Bier, das einerseits sehr alt ist, bei dem man andererseits aber gar nicht wirklich genau weiß, wie die Rezeptur war, weil sie sich wohl verändert hat und weil man je nachdem, wann man in die Quellen schaut, unterschiedliche Varianten findet. Wie bist du denn zu deinem Rezept gekommen? Und vielleicht verrätst du ein bisschen, ob ich da schon richtig gerochen habe – oder ob ich einfach halluziniere.
Willi: Nein, das ging schon sehr in die richtige Richtung. Aufgrund unserer Geschichte war das Thema jetzt natürlich wieder sehr präsent. Wir haben 500 Jahre Brautradition aus Hannover gefeiert. Cord Broyhan hat ja 1526, ganz speziell Ende Mai, sein Bier dort etabliert und auf den Markt gebracht. Und das verfolgt uns natürlich 500 Jahre später selbst hier in den USA noch. Wir haben extra ein großes Festival in der Brauerei veranstaltet, natürlich zu diesem Anlass, und versuchen jedes Jahr wieder, diesen Cord-Broyhan-Tag mit einem neuen Bier oder einer neuen Variante zu feiern. Wir haben das jetzt schon dreimal aufgelegt. Unsere Interpretation dieses Bieres, das vor 500 Jahren in Hannover eine tolle Erfolgsgeschichte geschrieben hat, haben wir dann versucht, hier in die USA zu bringen. Dieses Jahr, zum Broyhan-500-Jubiläum, haben wir wieder fast dieselbe Zusammensetzung aus Weizen- und Gerstenmalz verwendet. Dazu kam eine Mischgärung beziehungsweise eine Vorgärung: Ich habe den Sud geteilt und mit zwei unterschiedlichen Hefen vergoren – auf der einen Seite mit einer Weißbierhefe, auf der anderen Seite mit einer Schaumweinhefe. Diese Gärungen liefen relativ parallel. Als der Restextrakt dann zum Ende kam, haben wir das Ganze an einem Tag wieder „verheiratet“ und mit Cognac-Chips verfeinert beziehungsweise darauf ausgebaut. In dieser Restgärung, die dann noch in einem Tank mit beiden Hefen stattfindet, kommen außerdem Galgantwurzel, Veilchenwurzel, Koriander, Zimt und Nelke dazu, die vorher schon im Heißbereich, also im Whirlpool und beim Kochen, eingesetzt wurden. So habe ich versucht, das Bier am Ende genau auf diesen Geschmack einzustellen.
Markus: Das ist schon sehr cool. Wobei: Wenn du wirklich vorher genau gewusst hast, dass das dabei herauskommt, was ich jetzt hier im Glas habe, dann bist du ja quasi ein Braugott. Das stelle ich mir gar nicht so einfach vor. Im Nachhinein kann ich, wenn du das sagst, jedes einzelne Element nachvollziehen. Dieses nelkig-zimtige hatte ich ja vorhin schon in der Nase – das kommt dann eben von den Gewürzen. Diese fruchtigen Noten kommen von der Champagner- oder Schaumweinhefe, die da sicher viel mitspielt. Dann haben wir andere Früchte, wo die Weißbierhefe zum Tragen kommt. Und dann haben wir die Cognac-Chips, die einerseits diese leichte Weinigkeit haben, andererseits Karamell, ein bisschen Vanille mitbringen und das Ganze noch einmal abrunden. Das ist schon ziemlich cool. Ich finde, die Komposition ist euch – oder dir – absolut gelungen. Und ich finde auch, dass das Bier in sich sehr balanciert ist. Es hat eine kleine, leichte Säure, wahrscheinlich durch Kohlensäure und Vergärung, die aber sehr schön aufgefangen wird von der Süße aus den Chips und aus dem Bier selbst. Die Gewürze geben ihm noch einmal eine besondere Tiefe. Man hat also große Komplexität, ohne dass es kompliziert wirkt. Es ist kein kompliziertes Bier, aber ein komplexes – und das ist wirklich sehr schön. Es trinkt sich trotzdem gut und erfüllt viele Anforderungen auf einmal. Wirklich faszinierend. Wie viel Alkohol haben wir da?
Willi: Wir sollten so bei 5,5 liegen. Das ist natürlich vorher natürlich diese Überlegung. Vorher war, wir wollten kein aktives, was heißt kein aktives oder kein lebendes Bier mehr mit großartigen Mikro Mikroorganismen im fertigen Produkt haben. Das hat immer, finde ich natürlich auch eine einen gewissen Reiz, weil das Ganze natürlich auch nachreift und du weißt, okay, das wird intensiver, es wird auch intensiv saurer mit speziellen Mikroorganismen. Dennoch wollte ich das so ein bisschen vermeiden, weil diese diese diese Kontrolle manchmal auch dir vollkommen abhanden kommt und es wahrscheinlich eher dazu neigt, dann viel zu sauer zu werden. Und ich hatte mir im Vorfeld überlegt, okay, wie kann man das irgendwie einstellen oder wie kann man das so hinbekommen, dass am Ende dann doch und das jetzt komme ich wieder ein bisschen auf diese Beschreibung zurück, die natürlich aus vielen historischen Quellen natürlich auch stammt, weil da heißt es natürlich, das hat einen einen leichten Wein Charakter oder Bier hat einen Wein Charakter. So was heißt jetzt Wein-Charakter? Es kann natürlich heißen, das hat einen hohen Alkoholgehalt. Es kann aber auch heißen, dass natürlich ein hoher Säurewert dort herrscht Und dementsprechend habe ich diese diese Säure am Ende der Gärung eingestellt. Mit Sauermalz kann man da zum Beispiel ganz toll drauf reagieren und den pH-Wert der Maische senken und natürlich in Vorabstimmung oder in Vorüberlegung mit dem Fall des pH-Werts während der Gärung und der sollte der Gesamt pH-Wert sollte jetzt natürlich so ungefähr bei 3,7/3,8 liegen. Vielleicht liegt er auch ein bisschen drunter.
Markus: Ja, also ich würde zwar so, ich meine, ich kann ja immer nur vergleichen mit anderen Getränken, die ich dann in etwa so kenne, aber da wären wir jetzt bei einem bei einem eher lieblichen Frankenwein vom pH-Wert. Also das ist glaube ich so ungefähr bei 3,7 oder irgendwie so in dem Dreh. Also auf jeden Fall, es trinkt sich wirklich schön und es ist vor allem in sich stimmig. Also es schwankt auch nicht, sondern es trägt das Bier so durch und währenddessen kommen eben diese ganzen anderen Aromen und spielen so ein bisschen rum. Und was ich auch schön finde ist, also ich weiß nicht genau, inwieweit der Galgant da durchkommt, aber der hat ja so Ingwer Schärfe auch so ein bisschen und vielleicht täuscht mich jetzt der Eindruck, aber es könnte so sein, dass man das hinten raus so ein bisschen auch merkt, diese Wärme, die ich auch beschrieben habe, die auch da ein bisschen da ist, das kommt vielleicht auch ein bisschen daher. Also das ist schon toll gemacht. Und wie kam der auf die gerade auf Galgant und Veilchen einfach weil das damals Heilkräuter waren, die man im Bier verwendet hat oder war das eine bestimmte Idee?
Willi: Die Inspiration habe ich natürlich von Herrn Digwa. Der hat diese Komponenten dort auch schon mit einfließen lassen. Es ging eigentlich eher darum, so historisch genau wie möglich zu arbeiten – auch wenn man das im Nachgang natürlich nie vollständig nachvollziehen kann. Aber man sucht nach einem Element, das den Wiedererkennungswert dieses Bieres sehr stark prägen kann. Und ich denke, wenn man einmal an Galgantwurzel gerochen hat, also wenn man diese Verpackung öffnet und die Wurzel in der Hand hat, dann merkt man sofort, was da drinsteckt. Das hatte ich so vorher noch nie gerochen. Wie du schon sagtest: Da sind sehr gewürzartige, nelkige, zimtige, süßliche Komponenten drin. Auch Süßholz geht in diese Richtung. Das waren ganz tolle Aromen, die mich von Anfang an überzeugt haben, genau diese Wurzel mit einfließen zu lassen, um dem Bier seinen eigenen Stempel aufzudrücken.
Markus: Wie gesagt, das ist dir wunderbar gelungen. Toll und auch was, was echt Freude macht zu trinken. Und ich habe demnächst ein Tasting mit tatsächlich amerikanischen Freunden von mir, aber in Bamberg und die wollten unbedingt mal Broyhan probieren und ich habe dann vom Christoph (Digwa) mir tatsächlich zwei Flaschen schicken lassen können.
Willi: Sehr gut.
Markus: Aber denen werde ich jetzt die zweite Dose, die du mir geschickt hast, werde ich denen auch noch zeigen. Können wir die zusammen verkosten? Werde ich dir dann mal erzählen, was die gesagt haben. Also super spannend. Was mir jetzt gerade so als cool, als Bild im Kopf noch auftaucht, ist, du hast ja gesagt, ihr habt da ein ganzes fest draus gemacht, 500 Jahre Broyhan, was ja echt eine Nummer ist und was in Deutschland leider viel zu wenig gefeiert worden ist. Also ich glaube, es war sogar ich, die den ersten Facebook-Post dazu gemacht hat. Und die andere ein bisschen angestoßen hat, hey, den Tag müsst ihr doch eigentlich feiern. Und dann sind sie so alle ein bisschen drauf eingestiegen. Aber das heißt trotzdem, also wenn wir jetzt so ein Fest machen würden, würde man ja denken, man macht da ein Festbier und und Dann sitzen da 5000 Leute zusammen und trinken alle literweise dieses Bier. Jetzt weiß ich nicht, sind da tatsächlich Amerikaner in der Brauerei zusammengekommen und haben dann jeweils eine Maß von diesem Bier getrunken oder wie muss ich mir das vorstellen?
Willi: Also wir eröffnen unsere Festivals oder wir haben uns natürlich überlegt für unsere Festivals oder Biereinführung, die wir natürlich neu bringen, wie kann man so ein Festival natürlich am besten starten? Und am tollsten ist es dann natürlich, wenn man authentisch Deutsches hat. Und manchmal greifen wir da sehr, sehr stark auch zu sehr in die Trickkiste und kleiden natürlich alle in Dirndl und vielleicht auch Lederhosen aus. Na klar, weil das typisch deutsch ist und nicht gerade typisch vielleicht niedersächsisch oder hannoveranisch, aber ich bin ja selber auch kein Niedersachse und dementsprechend kann der Amerikaner da schon sehr, sehr viel auch mit anfangen. Aber was wir dann auch gezielt machen, ist ein Fassanstie. Wir kündigen das Feuer an, wir starten dann unser Festival an diesem Tag und kommt bitte rein. Vorher, ich hatte diese Überlegung bis dann und wann gibt es eigentlich gar kein Bier oder genau nicht das Bier, weil es dann erst zum Fassanstich natürlich das Bier gibt. Und dann wurde ich immer groß angeguckt, warum Und wir können das vorher schon verkaufen und nicht. Und ich sag so, ja, wenn du zum ersten Tag zum Oktoberfest gehst, musst du auch bis Mittag warten, bis der Herr Reiter bisher oder davor, der ob natürlich das Fass angestochen hat und vorher gab es halt kein Bier. Das ist halt diese Tradition, die natürlich hier natürlich auch immer sehr, sehr schwer manchmal ist mitzuteilen. Aber wir haben dann ein schönes Fassbier, tragen das rein, sagen ein, zwei Worte dazu, unsere Absichten des Festivals oder des Bier Bieres, erklären es ein wenig und stechen das Bier an und geben dann jedem, der natürlich auch Lust hat, ein Glas oder ein halbes Glas voll von diesem, von diesem Bier natürlich als Sampling, als Verkostungsnote Und dementsprechend hat er schon mal den Anreiz davon wahrscheinlich das zu trinken. Und wenn es ihm gefällt, trinkt er auf jeden Fall noch ein zweites.
Markus: Also das heißt, die mögen dieses Bier, also haben es auch so angenommen und haben es auch gerne getrunken oder tun das noch.
Willi: Das ist natürlich immer eine Geschmackssache und da kommt natürlich auch Kritik und da kommt auch nur, ja, ich trinke ein Glas und dann ist gut. Es gibt aber auch andere, die sagen, boah, das ist mein neues Lieblingsbier, ich komme nur noch dafür. Und da gibt es wirklich geteilt oder wirklich auch ganz viele unterschiedliche Meinungen. Aber gerade wie auch das beste Beispiel ist natürlich auch unser Rauchbier, unser smoked und do it. Es gibt Leute, wenn es das nicht gibt, die kommen extra dann rein, ich bin extra gekommen für Rauchbier und dann sage ich ja schon mal ist aus, gibt es dann nächsten Monat wieder. Und da gibt es dann wirklich diese Liebhaber auch für und auch die, die natürlich auch nur verkosten, bis hin die, die das gar nicht mögen, weil es vielleicht so eine extreme Note an Gewürzen oder auch an Säure hat.
Markus: Das Gute ist ja: Ihr habt einfach eure ganze Palette an Bieren. Und je nachdem, welche Präferenzen jemand hat, wird ihm dieses Bier eben – bildlich gesprochen – wie die Faust aufs Auge passen oder eben nicht. Dann hat er aber eine andere Wahl. Wobei ich mir gut vorstellen kann: Das Bier holt auf jeden Fall Leute ab, die gerne mal einen Wein trinken. Es holt Leute ab, die geschmacklich interessiert sind, vielleicht auch Whisky-Trinker oder Cocktailtrinker. Es ist außerdem nicht sehr bitter. Das heißt: Auch für Leute, die nicht auf bittere Biere stehen, ist das etwas Spannendes. Und natürlich ist es für alle Nerds und Hobbybrauer großartig – denn wann bekommt man schon einmal einen auf diesem Niveau gebrauten Broyhan? In Charlotte ist das auf jeden Fall schwierig, würde ich mal sagen, und bei uns eigentlich auch. Außer Christoph fällt mir da gerade niemand ein, den ich fragen könnte, wenn ich so etwas brauche. Insofern ist das schon großes Kino. Und ich muss es ja nicht literweise trinken. Ich kann es einfach genießen und dazwischen eines eurer anderen Biere trinken – das ergänzt sich ja gut. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es zu vielen Speisen passt: klassisch bei uns etwa Bratwurst mit Kraut, aber vielleicht auch gegrillte Sachen. Habt ihr Food Pairings, die ihr dazu anbietet?
Willi: Gut, dass du es erwähnst. Am Freitag vor meiner Reise nach Deutschland – das ist jetzt schon drei Wochen her – hatten wir ein Brewer Dinner, also ein Brauerdinner. Wir hatten vier Gänge beziehungsweise fünf, mit einem Amuse-Bouche noch dazu, und haben das in Zusammenhang mit Muscheln, Meeresfrüchten und einem Süppchen angeboten. Das hat natürlich ganz toll funktioniert. Da kam auch noch dieser salzige Bereich aus der Suppe beziehungsweise aus den Meeresfrüchten mit hinzu. Das hat sehr gut harmoniert. Neu war das nicht einmal; wir haben solche Sachen in der Vergangenheit schon öfter gemacht. Aber da konnten wir mit dem Bier einen sehr speziellen Gang abdecken, mit ganz vielen Eindrücken und Geschmäckern. Ich bin ja nicht der große Sommelier, der diese Zusammenhänge im Mund perfekt erklären kann – das muss man erst einmal so probieren. Ich versuche eher, den historischen Teil abzudecken und diese Erklärungen an den Mann zu bringen und die Leute dafür zu begeistern, was Bier einmal war beziehungsweise was man aus kleinen Dingen immer wieder neu kreieren kann – und dass man damit sehr viel Spaß haben kann, ohne sich abends nur vom Fernseher berieseln zu lassen. Das hat an diesem Tag sehr gut funktioniert. Wir hatten ungefähr 40 Leute bei diesem Brauerdinner, und die haben das alle sehr gut bewertet. Es hat ihnen sehr gefallen, und wahrscheinlich kommen sie auch zum nächsten Dinner wieder.
Markus: Perfekt. Und ich muss sagen, also mit Muscheln könnte ich mir das auch super gut vorstellen. Da bin ich voll bei dir, weil da viele Komponenten sind, die da schön zusammenpassen. Bei den Muscheln sind ja sicher Zwiebeln und sowas spielt da auch eine Rolle. Knoblauch vielleicht so ein bisschen. Das ist eine schöne Brücke. Also das kann ich mir super, super gut vorstellen. Spannend. Da schließt sich mir natürlich automatisch die Frage an, wenn ihr da so tolle Sachen macht, eigentlich wäre es doch perfekt für die Gilde Brauerei in Hannover sowas mal zu machen. Gibt es so Überlegungen?
Willi: Da gibt es definitiv Überlegungen. Es ist ja auch geplant, dort eine Gastronomie zu eröffnen. Wie da der Stand ist, das weiß ich jetzt wirklich aus der gleichen Erfahrung heraus auch gar nicht. Ich weiß, dass es da relativ Viele Probleme gab, weil das natürlich auch alles dieses alte historische Gebäude, natürlich auch denkmalgeschützt und dann dort etwas zu verändern bzw. So umzusetzen, dass es natürlich dem allen immer konform ist, natürlich sehr, sehr schwierig. Das hat ein bisschen viel Zeit gefressen gehabt, den Stand, wie gesagt, kenne ich nicht. Aber auch in der Gilde Brauerei Hannover sind Überlegungen bzw. Vorhaben geplant, auch gastronomisch dem Hannoveraner, dem Niedersachsen und auch Touristen dort wieder was anzubieten.
Markus: Na wer weiß, vielleicht hast du da ja demnächst wieder einen Gastauftritt dann hier.
Willi: Das wäre toll.
Markus: Ja, das wäre doch eine sehr coole Nummer, dass du dann hier das Broyhan wieder zurück nach Deutschland bringst. Das fände ich echt ziemlich, ziemlich cool. Gibt es noch irgendwelche anderen historischen Bierstile, wo du vielleicht gerade so ein bisschen drüber nachdenkst oder dran Bilder bastelst, die mal in Amerika umzusetzen?
Willi: Sehr gute Frage. Wenn man natürlich auf die Bierkarte beziehungsweise auf die Bierlisten schaut, dann ist ja fast alles so ein bisschen historisch. Wenn man selbst ein Pils, ein Helles oder ein Weißbier nimmt, dann hat man natürlich ganz viele Ansätze, etwas in diese Richtung umzusetzen – beziehungsweise es ist ja schon umgesetzt. Dadurch, dass das alles so allgegenwärtig ist, hat es sich über die Jahre natürlich auch stark verändert. Aber im Kern sind das ja alles fast schon historische Biere. Etwas ganz Spezielles habe ich im Moment allerdings noch nicht geplant. Jetzt schauen wir erst einmal, wie diese WM weiter verläuft. Und dann geht es Ende Juli schon straff in Richtung Oktoberfestsaison. Klar, Ende Juli – warum denkt man da schon an Oktoberfest? Aber in Amerika ist es ganz groß, dass man nach dem 4. Juli alles aus den Regalen räumt, was den Sommer angeht, auch wenn es draußen noch extrem heiß ist. Dann denkt man schon an die neue Saison, an den Herbst, an Halloween und natürlich auch ans Oktoberfest. Oktoberfest ist hier eine riesige Geschichte. Und der Vorreiter, der immer als Erster mit seinem Bier auf den Markt kommt, ist Samuel Adams mit seinem Oktoberfest. Die markieren jedes Jahr so den Startschuss. Ende Juli füllen wir dann auch schon unser Oktoberfestbier ab, also unser Märzen. Ich glaube, man könnte allein über Oktoberfestbier, seine Geschichte und seine Entwicklung stundenlang sprechen – und auch darüber, wo diese Bierstile heute hingegangen sind und wie es aktuell auf dem richtigen Oktoberfest aussieht. Das hat in den USA einen ganz großen Stellenwert, und dieses Oktoberfestbier selbst hat eine enorme Strahlkraft. Das datiert sich hier ungefähr immer auf Ende Juli. Darauf freue ich mich jetzt schon. Das sind also die nächsten Planungen.
Markus: Spannend. Also da könnte man wahrscheinlich eine ganze Woche Podcast dazu machen zum Oktoberfest, zu seinen verschiedensten Facetten auf der ganzen Welt und eben dem Oktoberfest Bier. Und normalerweise müsste das ja fast bei euch schon in den Tank sein, oder?
Willi: Das ist schon in den Tanks, absolut. Ich habe jetzt schon bestimmt 50 Hektoliter im Tank. Davon geht ein Großteil in die Dose, und der Rest, der nicht in Dosen geht, kommt in die Fässer. Das wird dann Mitte August fast schon wieder vergriffen sein, bis wir Ende August erneut abfüllen.
Markus: Ja, weil das ist immer vielen Leuten gar nicht bewusst, dass ja, also zumindest früher war ja die klassische Regel für jedes Prozent Stammwürze eine Woche Lagerzeit, um das Bier dann eben maximal bekömmlich und richtig gut zu haben. Und dementsprechend waren Das Halt dann bei 13, 14 Prozent Stammwürze drei Monate, die so ein Bier im Keller verbracht hat, bis es dann eben mal rausgeguckt hat.
Willi: Spannend.
Markus: Also gut, das schreit ja fast danach, dass wir uns wahrscheinlich noch mindestens einmal wiederhören. Vielleicht schaffe ich es ja mal rüber. Also das wäre ja mal ganz spannend. Dieses Jahr habe ich es mir so ein bisschen verkniffen, aber vielleicht dann nächstes Jahr. Das wäre ja sehr cool. Und dann werde ich natürlich vorbeischauen. Also vielen Dank auf jeden Fall, sowohl für die Biere als auch für deinen Einblick und für alles, was du da rund um diese Biere machst und tust. Und ich drücke uns mal allen die Daumen, dass dann der WM-Sommer noch gut verläuft und ihr dann mit stolz geschwellter Brust zum Oktoberfest übergehen könnt.
Willi: Sehr schöne Schlussworte, Markus. Vielen Dank dir auch. Vielen Dank, dass ich wieder dabei sein durfte und dass wir unseren Broyhan präsentieren durften – gerade in diesen schwierigen Zeiten auch für Bier. Mir macht das nach wie vor immer wieder Spaß. Vielleicht hören wir uns ja bald wieder.
Markus: Machen wir. Bis dann. Dir noch eine schöne Zeit und jetzt dann viel Spaß beim Spiel.
Willi: Danke.
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