BierTalk 162 – Interview mit Wolfgang Marschall, 1. Vorsitzender von Lahma Bräu aus Langenzenn
In dieser Folge von Biertalk geht es nach Langenzenn in Mittelfranken, wo Markus ein ganz besonderes Kleinod der fränkischen Bierkultur entdeckt: das Lahma-Bräu. Hinter dem charmanten Namen steckt nicht nur ein schöner fränkischer Sprachwitz, sondern auch ein außergewöhnlicher Verein, der sich mit viel Herzblut der Pflege und Wiederbelebung der lokalen Hausbrauertradition verschrieben hat. Zu Gast ist Wolfgang Marschall, der erzählt, wie aus einem Volkshochschulkurs, ein paar Brauversuchen im Waschkessel und viel Begeisterung ein lebendiger Treffpunkt für Bierfreunde geworden ist. Im Gespräch geht es um die Geschichte des alten Milchhauses, das heute die Heimat des Vereins ist, um die Entwicklung von den ersten improvisierten Suden bis zur eigenen 5-Hektoliter-Anlage und um das besondere Gemeinschaftsgefühl, das hier rund ums Brauen entstanden ist. Wolfgang berichtet außerdem von der Auszeichnung mit der Goldenen BierIdee, vom traditionellen Brauen im historischen Brauhaus im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim und von der Freude, Bierkultur nicht nur zu bewahren, sondern ganz konkret zu leben. Eine wunderbar fränkische Folge über Ehrenamt, Leidenschaft, Brauereigeschichte und die große Kunst, aus einem kleinen Ort einen echten Mittelpunkt der Bierkultur zu machen.
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Das Gespräch — zum Nachlesen
Speaker 0: Bier Talk, Gespräche über und beim Speaker 1: Bier. Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Folge unseres Podcasts Bier Talk! Speaker 1: Heute bin ich mal ins wunderschön sonnige Mittelfranken gefahren und habe ein ganz wunderbares Kleinot der Bierkultur hier entdeckt und wiedergefunden und freue mich sehr dass ich hier sein darf. Speaker 1: so richtig getroffen haben wir uns vor ziemlich genau einem Jahr und zwar bei einer Veranstaltung. Speaker 1: da wurde die bayerische Bierkönigin gewählt Und es wurde die Goldene Bieridee verliehen. Speaker 1: Der Verein, der sich hier kümmert, hat sie bekommen und warum? Speaker 1: Wieso? Speaker 1: Da sprechen wir ein bisschen darüber. Speaker 1: Wolfgang ist es wunderbar, dass ich hier sein darf, dass ihr euch die Zeit genommen habt und dass ich mir das alles anschauen kann. Speaker 1: Vielleicht stellst du dich mal ganz kurz unseren Hörern selber vor und sagst ein paar Worte zum Verein. Speaker 0: Ich bin der Wolfgang Marschall, ich bin Vorstand, bin verheiratet drei Kinder, drei Enkelkinder Ja, dann natürlich unser Lama-Bräu. Speaker 0: Das ist mein Lebensmittelpunkt und um den dreht sich ganz fehl. Speaker 1: Wahnsinn! Speaker 1: Also LAMA wenn man das erstmal so hört also LAHMA da fragt man sich erst mal was ist es ein Rechtschreibfehler oder ein eigenes Bier? Speaker 1: Oder ein neuer Bierstil oder was auch immer. Speaker 1: Was steckt denn dahinter dem Namen dahinter? Speaker 0: Wenn jemand fragt ob es ein Rechtschreibfehle ist dann weiß ich dass er aus dem Norden kommt und denkt ja die Franken Aber Langenfsen ist eine Hochkultur der Tonproduktion gewesen. Speaker 0: Wir hatten in der Geschichte Vierziehgeleien und der Donen ist der Leben, der Lehm ist der Lama und dann schließt sich der Kreis. Speaker 0: also war einfach ein Schlüssigennamensgebung. Speaker 0: und die letzten dreißig Jahre meines Berufsleben Lebens habe ich das auch beruflich verdreht. Speaker 1: Aus der Lama-Master sozusagen. Speaker 0: So ähnlich, ja! Speaker 1: Ja und außerdem muss man sagen wo es Ziegelein gibt, gibts viel Hitze und da gibts auch viel Döscht. Speaker 1: Das heißt langen Zelln hat schon eine Biergeschichte oder? Speaker 0: Ja klar wir hatten noch einen. Speaker 0: Ziegelei hat man nicht. Speaker 0: Wir hatten neun Brauereien Dokumentieren die Geschichte hier im Lama Bräuer nach Schautafel und es war ganz schön, dass wir die Zehnte Brauerei sind in der Geschichte. Speaker 0: Und meine Bebilderung da mit aufgegangen ist. Speaker 1: Ja apropos also wie Wie kam das denn? Speaker 1: Dass ihr gesagt habt okay Ihr seid jetzt erstmal ein Verein, dass sich der Bierkultur mitmitt und jetzt machen wir selber Bier. Speaker 1: Also war das von Anfang eines Ziel oder hat sich das so ergeben? Speaker 0: Ne also die meiste Zeit meines Lebens habe ich das Bier getrunken, ohne an die Herstellung zu denken. Speaker 0: Dann kam Ende der neunziger Jahre Volkshochschuldkosten mit dem Walter Simon und da ist man halt dann hin hat zu dritt im Einwegtopf was gebraut und man hat Freude dran gefunden, eine Wertschätzung zum Bier. Speaker 0: und dann haben wir halt in Waschkessel da im Karpot, da im Garten bei Schnee, bei Eis, bei Sonnenschein, an unterschiedlichen Blätzen gebraut. Speaker 0: Meistens mehr getrunken wie gebraucht, aber es hat Spaß gemacht. Speaker 0: Und dann kam so eine Idee lang ins Kulturhof. Speaker 0: Könnte man sowas installieren? Speaker 0: Schaffen bei einem Sachsspielgruppe. Speaker 0: da war ich dabei. Speaker 0: und dann sagt der Vorstand, ihr braucht Nutzungskonzept! Speaker 0: Ihr braucht Bierwolltänzungskonzept! Speaker 0: Sofort ja gesagt... Das ist dann gescheitert, weil man kein Verein war. Speaker 0: Auch kein Problem! Speaker 0: Wir haben den Verein gegründet gleich. Speaker 0: Verein zur Pflegeunterhaltung der langen Zerner Hausbrauerkultur EV Lama Bräu. Speaker 0: und jetzt war mein Verein... Ja, dann kam der Bürgermeister sagte, das kann aber noch dauern? Speaker 0: Hat er nur zehn Jahre gedauert und hat uns das all die Milchhäusle angeboten. Speaker 0: Und da sind wir noch eingezogen. Speaker 0: Genau, Speaker 1: da sitzen wir jetzt Also mittlerweile in einem wunderbar renovierten Zustand muss man sagen, also traumhaft schön. Speaker 1: Erstrahlt hell, frisch renoviert, viele Bilder viel Holz auch eine schöne alte Holzvertäfelung aus dem Lokal, aus dem Restaurant oder aus der Nürnberger Ecke hier mit drin ein schöner Dresen. Speaker 1: Man ist im Bier nahe und das Gute ist auch es ist mal ein Beer Talk wo wir von Anfang an ein Bier im Glas haben nämlich dieses hier erst mal Prost! Speaker 1: Prost auch dafür By the way, das ist jetzt so eine Art helles Kellerbier. Speaker 1: Sehr schön trinkbar schöne Hopfennote finde ich. Speaker 1: Das trägt das Ganze ganz angenehm super trinkba erinnert mich auch an die Kellerbiere die ich aus meiner Jugend kenne einfach klassisch mit dem Ziel dass läuft es kann man gut trinken. Speaker 1: das ist ein tolles Bier. Speaker 1: was habt ihr so im Angebot? Speaker 1: und mal darüber sprechen? Speaker 1: Was gibt's von euch für Bier? Speaker 0: Ja unser Ziel ist es dass wir drei Sorten im Programm haben Ein relativ helles wie dieses hier. Speaker 0: Dann ein etwas malzigeres nochmal, malzbedrohender auch ein bisschen drüber von der Farbe und dann ein dunkles Bier. Speaker 0: die drei die Linie wollen wir behalten wenn man den Ausschank machen und darüber hinaus kann bei uns jeder braunen was er will auch einfach kreativ sein. Speaker 1: Das heißt also, es gibt die Biere, die ihr gemeinsam für eure Vereinsaktivitäten herstellt und die Mitglieder können die Brauanlage selber auch nutzen. Speaker 1: Und dann halt was auch über sie wollen machen? Speaker 0: Ja wir haben achtundvierzig Mitglieder, die helfgute Hälfte aktiv. Speaker 0: Dann bilden sich da draus Braugruppen und diese einzelnen Braugrubben sind halt Leute, die halt einfach gern etwas miteinander tun. Speaker 0: Die brauen dann einmal schön vorein und können auch für sich selber brauen. Speaker 0: Die Grundlage ist, wenn du unsere Anlage nützt, das sind vom Fektoranlage von Pulsinelle den Ertrag musst du die Hälfte dem Verein überlassen. Speaker 0: Für andere Hälften darfst du dir in der Braugruppe aufteilen gegen einen gewissen Obolus. Speaker 0: Das ist sehr gering. Speaker 0: aber der Verein lebt halt von dem was im Verein gehört Auch schenken kann oder selber trinkt. Speaker 0: Logisch! Speaker 1: Was gibt es da Beispiele, was schon mal so an Bienen entstanden sind? Speaker 1: Die vielleicht jenseits eurer normalen Trilogie sind? Speaker 0: Ja, da gibt's IPEs. Speaker 0: Weizen ist für uns immer noch eine Exot. Speaker 0: Da haben wir mit der Lagerung dann Probleme. Speaker 0: Eine große Himbeer, also die Belgische Linie und Schlottfägerle oder einmal ein richtiges Rauchbier, auch mal abseits vom Reinheitsgebot. Speaker 0: Einfach zu experimentieren. Speaker 0: Reinheitsgebot heißt ja was danach gebraut ist das jetzt nicht rein ist und einfach man kann sie verwirklichen. Speaker 1: Aber anders nur ganz kurz in Klammern erklärt als Hobby-Brauer darf man auch nicht nach dem Reinhaltsgebot brauen. Speaker 1: Das ist alles völlig okay und macht auch den Menge Spaß. Speaker 1: Jetzt haben wir bei euch gesehen, da ist auch eine offene Gierung habt ihr ja und das ist gerade was ganz schönes im Gear-Wottig. Speaker 1: Und das habt ihr woanders gebraucht. Speaker 1: Magst du da ein bisschen was dazu erzählen? Speaker 1: Was ihr da so macht? Speaker 0: Ja man es ist so... Wir haben gute Verbindungen auch zu professionellen Brauereien. Speaker 0: Ein Beispiel Beim Geier in Oberreichenbach dürfen wir auf die Fassereinigungsanlage, jetzt selbstverständlich. Speaker 0: Dann haben wir einen befreundeten Brauerhaus-Döbler in Bad Winsheim der auch das Kommunenbrauhaus im Freilandmuseum betreibt da das Museumsbier braut. Speaker 0: und man kennt sich gut, man vertraut sich und dann hat er vor vier Jahren angerufen hey Wolfgang! Speaker 0: Wir brauchen einmal Auf der alten Anlage Kreisdorfer Hofbrauhaus, nicht Hofbräu, sondern ein Hofbrauaus. Speaker 0: Und wollt ihr das machen? Speaker 0: Das ist am Tag des Bieres, halt danach am nächsten Sonntag. Speaker 0: Wollt ihr da drauf braun trauen oder euch das zu? Speaker 0: Also bevor ich die Mitglieder befragt habe, hab' ich mich zugetraut und seit vier Jahren braun wir da. Speaker 0: Das war letzten Sonntags wieder der Fall! Speaker 0: ... ist ein Brauhaus aus... ...'sichzehntundneinundneunzig'... ...angeblich das älteste, funktionsdüchtige... ...Brauhaus der Welt. Speaker 0: Ist wie mit dem ältesten Gasthaus,... ...aber es ist eine Herausforderung da drauf zu brauen. Speaker 0: Macht wahnsinnig viel Spaß! Speaker 0: Ja und die Würze,... ...die dann ausgeschlagen wird,... ...transportieren wir sofort nach langen Zellen,... ...kühlen sie darunter. Speaker 0: setzten Hefe dazu, war gestern Abend und heutige Gerd ist schon wunderbar. Speaker 0: Und er weiß Speaker 1: es ist ein wunderbar perfekter Zustand. Speaker 1: großartig also um das nochmal zusammenzufassen da kann man also einmal im Jahr wird dort gebraut sozusagen und eben das gibt's dann hier. Speaker 1: und wie schaut braunen dort aus? Speaker 1: Also wenn du uns da mal ein bisschen mitnimmst so wie in einem Dokumentarfilm was wann fängt man an? Speaker 1: wie fängt wir da an? Speaker 1: wie wird alles zugemacht? Speaker 0: Der Brauforgang Ganz normalen Bauernlage heute. Speaker 0: Du erhitzt dein Wasser, du meistern ein, du hältst deine Leuderruhen ein... ...du schöpft hin und her und da ist der große Unterschied. Speaker 0: Das sind verdammt schwere Holzschöpfer! Speaker 0: Der alleinische Muskelkader verursacht und dann auch mit dem Beater oder mit dem Sud drin. Speaker 0: also es ist eine körperliche Arbeit die herausfordernd ist. Speaker 0: kommen natürlich in Bad Winsheim noch dazu, dass die Gäste da sind und Fragen stellen. Speaker 0: Wir bieten da seit zwei Jahren einen Infostand rund ums Bier, das die Leute auch wissen. Speaker 0: wie hängt es zusammen? Speaker 0: Wie läuft es richtig ab? Speaker 0: also man kann sie doch ganz gut zeigen ja und dann aber nochmal an Schritt zurück. Speaker 0: wir sind dort zugekommen über Kontakte, über Döbler. Speaker 0: Das ist eine ganz tolle Brauerer-Familie. Speaker 0: Absolut! Speaker 0: Der Oberhast willi', der Vater hast willi'', der jetzige Hast Willi'. Speaker 1: Tochter heißt Katharina? Speaker 0: Ja und ja wie das. Speaker 0: vor zwei Jahren hat es Frankenfernsehen gedreht und da war doch Dr. Speaker 0: Epperts auch da. Speaker 0: Hat auch mitgerührt. Speaker 0: und dann wir outen uns ja eben Ganz gute, also über Logos auf uns ringt La Motten drauf. Speaker 0: Larmabreuer ein Bier wie wir und dann hat halt Dr. Speaker 0: Ebertz gesagt hey was macht ihr? Speaker 0: Was treibt ihr? Speaker 0: Bewerbt euch halt mal zur Goldenen Bier Idee! Speaker 0: Und dann haben wir uns sehr gesetzt, haben eine Abhandlung geschrieben. Speaker 0: Würde dann auch erst selber bewusst, was in dieser kurzen Zeit passiert ist. Speaker 0: Und dann war man am zwanzigsten Mai in München und haben die Goldene Bier Idee bekommen. Speaker 1: Perfekt! Speaker 1: Unabsolut verdient mit einer tollen Audazio. Speaker 1: Das werden wir auch verlinken natürlich in den Show Notes zum Podcast. Speaker 1: nochmal weil du gesagt hast da wird das Bier ganz normal gemacht erhitzt und so. Speaker 1: aber es ist ja trotzdem nicht normal weil das macht man ja dann noch mit Holzscheiten. Speaker 1: Da muss man ja überhaupt ein bisschen anders Denken, weil das Problem an so einem Holz ist ja. Speaker 1: Das fängt erst mal an zu brennen und dann brennt es irgendwie richtig. Speaker 1: D.h., Speaker 1: da gibt's eine Verzögerung dazwischen auch. Speaker 1: Und umschöpfen ist ja auch was, wo man halt heute professionell brummt. Speaker 1: Da ist es eben handarbeitbar. Speaker 1: Man hat riesengroße Holzschöpfungen. Speaker 1: Muss es von einem ins andere bringen? Speaker 1: Das schon richtig krasse Arbeit! Speaker 1: Auch etwas, was man lernen muss. Speaker 1: oder hatte denn das quasi im Blut, dass ihr gleich gewusst habt, was wir machen? Speaker 0: Das hat halt irgendwie funktioniert und der Willi Tebler hat uns natürlich auch angeleitet. Speaker 0: Du hast es richtig gesagt, die größte Herausforderung ist vielleicht das Befeuern der Ansage. Speaker 0: Das hat dieses Jahr unser Dommel gemacht. Speaker 0: Das heißt anfeuert, der Rücken hat angeschürt... Das ist alles ganz einfach! Speaker 0: Die Temperatur haben wir dann digital gemessen. Speaker 0: Früher haben wir's mit dem L-Bogen gemacht aber okay Den Luxus haben wir uns gegönnt, aber dann geht es halt so wie früher. Speaker 0: Wie wir begonnen haben im Waschbessel. Speaker 0: Du heizt an mit Holz, der Temperatur passt und du nimmst das Holzer raus. Speaker 0: Du ziehst die Glut aufeinander und schierst nach. Speaker 0: Also auch wenn man da vor dem Ofen noch Durst bekommt... Man kann nicht zu viel trinken! Speaker 1: Also tolle Sache und da kann man auch nur alle einladen, da eben mal vorbeizuschauen im Freilandmuseum in Bad Winsheim. Speaker 1: Das ist überhaupt toll! Speaker 1: Und natürlich zum Brautag erst recht toll. Speaker 1: Kommen wir nochmal zurück hier zu eurer Brauerei hier im Milchhaus. Speaker 1: Vielleicht ganz kurz Milch Haus? Speaker 1: Da können sich vielleicht auch nicht jeder was von davor stellen. Speaker 1: also stand dann hier einfach früher Kühe und man hat sich etwas abgezapft. Speaker 1: oder wie kann man sich das vorstellen? Speaker 0: Wir hatten ja in frühere Zeiten auch mal Landwirtschaft hinlang entdeckt. Speaker 0: im Moment gibt es noch einen Landwirt und ich weiß nicht einmal, was der für Viecher hat. Speaker 0: Aber zumindest keine Milchkühe! Speaker 0: Und ja die Bauern haben an diese Stelle ihre Milch hergebracht. Speaker 0: Die wurde dann in den Malgerei gefahren und rücklaufend auch hier an die Bevölkerung verkauft. Speaker 0: In den Milchhäusern war das so dass später dann mal noch eine Käse verkauft, Butter verkauft. Speaker 0: dazu gekommen ist. Speaker 0: Wir sehen es hinten noch. Speaker 0: Es ist eine Rampe hinterm Brauhaus, wo eben das Zeug die Milch hin und her transportiert wurde. Speaker 0: Es war ein Kühlhaus da und hier, wo wir sitzen in unserem... Wir sagen an sich nicht Schalander dazu, das ist halt unser Raum. Speaker 0: Hier war halt der Verkauf und er kam mit den Leuten rein. Speaker 0: Hier war quer eine Däge und hinten war halt ein Reimbereich. Speaker 1: Ja, und das hat ein großer Vorteil. Speaker 1: Wenn man es mit Milch zu tun hat gibt's eben schon das ganze Thema Hygiene. Speaker 1: Gibt die das Thema Kühlung? Speaker 1: Das heißt, dass ist dann irgendwie alles schon da. Speaker 1: Und da habt ihr dann eure Brauerei reingebaut. Speaker 1: War das dann am Anfang, sag ich mal so einen kleinen Kochtopf oder wie muss man sich das vorstellen, wie ihr angefangen habt? Speaker 0: Naja als uns für sie übergeben wurde vor uns war ein Weltladen drin Da davor ein Gemüse laden und dazwischen verläuft es ein bisschen. Speaker 0: Ne, das war halt ein Raum für uns eine Abstellraum. Speaker 0: erst mal aber nachdem der Hinterraum gefließt war haben wir da natürlich unseren Waschkessel gleich mal hintergestellt. Speaker 0: Mofenrohr dran durchs Fenster raus mit Mulmichen gefiel und haben angeschirrt. Speaker 0: Und wir haben halt so gebraut wie früher im Karibat. Speaker 0: Es war schon sehr abenteuerlich und dazwischen haben wir dann auch Umbaumaßnahmen durchgeführt. Speaker 0: Elektroinstallationen, Milchkühler, Kraftstrom ... Das war alles ungemütlich! Speaker 0: nach uns da wundig eingerichtet. Speaker 1: Wir haben dann die Leute hier so reagiert, also kann man vorstellen wenn wir jetzt irgendwo in einen anderen Ort mitten rein plötzlich anfängt ihr zu brauen? Speaker 1: Also da gibt es wahrscheinlich viele Fans aber vielleicht auch den einer oder anderen der erst mal ein bisschen zurückhaltend ist. Speaker 1: wie ging's euch da? Speaker 0: Ja diese Sorge hat man natürlich. Speaker 0: Es war bei uns friedlich. Speaker 0: Das Nachbarhaus hat ein Besitzer gewechselt das Fachwerk Haus neben uns den neuen Nachbarn, der aus Nürnberg kam. Speaker 0: Den haben wir gleich mal im Verein aufgenommen in Vorsichtsalve und ja... Wir haben eine Wertschätzung Wenn wir Ausschank machen dann ist bei uns was los. Speaker 0: Dann werden die Leute eine Woche vorher informiert mit einem Flugblatt Es gibt bei uns überhaupt nichts. Speaker 0: Ich habe Schankerlaubnis für alle Samstag, die wir bei Weiden nicht ausschöpfen. Speaker 0: Ich will keinen auf den Nerv gehen. Speaker 0: Es soll jeden Spaß machen, der bei uns ist und er ist auch gut miteinander. Speaker 1: Gibt es denn feste Termine im Jahr, wo Leute vorbeikommen können die mal das Leben hier in Brauchers erleben wollen oder das Bier trinken wollen? Speaker 0: Also an sich hat sich nur ein fester Termin die letzten zwei Jahre eingeschlichen. Speaker 0: Das ist unser Weihnachtsmarkt. Speaker 0: Da ist die Hölle los. Speaker 0: Denn nach drei Glühweinen schmeckt ja auch einmal ein schönes Bier und der Weihnachtsmarkt ist immer am dritten Advent. Speaker 0: also da haben wir immer offen. Speaker 0: Ist jetzt die bischen Bierzeit Dann öffnen wir an Samstag, wenn wir Bier haben. Speaker 0: Wenn man Leute haben die auch schenken in der Personalaufwand, wenn es wieder passt und deshalb über die klassischen Medien das ist Facebook Instagram auf einer Website und seit aller Allerneuestem auch über ein WhatsApp Kanal. Speaker 0: Und ich bediene das Konservativ-Republikum, das alles, die es nett hat. Speaker 0: Ich schreibe an eine Hundertfünfzig Personen in den Mail. Speaker 0: Ey wir haben offen! Speaker 0: Das ist Speaker 1: doch auch cool und gibt's im Sommer mal irgendwie so ne Art Sommerfest oder so? Speaker 1: Weil wir haben da ja um den Leuten das auch ein bisschen zu erklären vor dem Milchhaus auf der anderen Seite ist ja die größte Anlage. Speaker 1: Da haben wir eine Kirche mit allerlei Nebengebäuden aber auch einen schönen großen Platz wo auch Platz ist. Speaker 1: Das würde sich hier anbieten da auch mal ein Festchen zu veranstalten. Speaker 0: Also wir haben am Anfang jährlich ein Brauhausfest durchgeführt. Speaker 0: Dann sind wir in den fünfjährigen Rhythmus rein, weil der Aufwand kolosal ist. Speaker 0: Ich brauche etwa sechzig Helfer für so einen Tag und ja... Wir auf jeden Fall fest den Kalenderschreiben, achter Mai, zwei tausend siebenund zwanzig fünftzehn Jahre Lama-Boi. Speaker 1: Also das auf jeden fall! Speaker 1: Und Wir waren ja bei eurer Braurenlage so ein bisschen stehen geblieben, da hattet ihr jetzt praktisch noch den alten Waschkessel sozusagen. Speaker 1: Wie hat sich das dann weiterentwickelt? Speaker 1: So habt ihr dann Stück für Stück graded wie man es so schön Speaker 0: sagt? Speaker 0: Das erste war natürlich das Ofenrohr. Speaker 0: Wir wollten erst eine Einblichung rein setzen in den Fensteramen, dass uns die Hütete da brennt. Speaker 0: aber dann haben wir uns vier Baela-Brenner entschieden. Speaker 0: Die passen hier zu einem alten Waschspellkessel rein und Kommen halt was als Begehrlichkeiten, aber ein bisschen Kapazitätsausweitung. Speaker 0: Dann haben wir die alten Kästel, die die Bauern früher für Milch hatten, modifiziert mit Hähnen und so dann durch Edelstahlbehälter ein bisschen ergänzt von Polzinelli. Speaker 0: Und ja, da hat es ganz gut funktioniert. Speaker 0: Wir konnten hundertfünfzig Liter braunen in Sohnem Kessel und wir hatten dann zwei. Speaker 0: Das heißt, wir konnten am Tag ein helles, dunkles im Zeitversatz brauen. Speaker 0: War nicht unscharmant. Speaker 0: Ja und dann ist halt die Braumesse in der Berg. Speaker 0: Und nachdem wir halt an unsere Impulsinelle besucht haben soll jetzt keine Erwerbung sein aber der bietet halt was fürs Geld. Speaker 0: immer besucht haben und es sind solche, nette Leute und alles passt einfach. Speaker 0: Und dann fahren wir die fünf Fektor-Literanlage. Speaker 1: Habt euch verliebt? Speaker 0: Ja ja, also das kann man nicht machen. Speaker 0: Soll ich mir das Geld hernehmen? Speaker 0: Wenn halt mal der Virus im Kopf drin ist... ...und dann haben wir im Vorstand beschlossen, wir kaufen dieses Ding. Speaker 0: Das Geld haben wir nicht! Speaker 0: Also die Vorstände legen da was rein, das mal wieder entnehmen. Speaker 0: Wenn wir etwas einnehmen hat dann schon ein bisschen aufgeschlagen weil man keine Mitgliederbefragung gemacht haben. Speaker 0: aber dann war die Anlage schonmal da und wir sind happy damit. Speaker 1: Ja naja ist ja auch cool! Speaker 1: Und dann hat man auch eine gewisse Menge die einfach zur Verfügung steht. Speaker 1: Das ist natürlich schon auch cool. Speaker 1: Ja und wenn wir nochmal so Bieridee schauen also das ist ja Eine schöne Geschichte, wenn man den Abend zurückdenkt. Speaker 1: Es ist ja auch eine Ehre. Speaker 1: in gewisser Weise hat denn das auch euren Stand hier vor Ort noch mal ein bisschen verändert. Speaker 1: oder wie reagieren die Leute überhaupt auf euch? Speaker 0: Ja, das hat sicher positiv aufgenommen. Speaker 0: wir hatten eine gute Presse Wir haben unsere Fördernachrichten und wir haben einen Lokalanzeiger der häufig und gerne über uns berichtet wird was zur Berichtnis immer was bringen, wenn bei uns etwas los ist. Speaker 0: Ja die goldene Bieridee wird jetzt nach außen spiegelt auf keinen Fall negativ und es ist halt eine schöne Sache. Speaker 0: Es ist eine Anerkennung für die Arbeit die man leistet Für die Mitglieder, für die Stadt Und wir haben uns in langen zehn etabliert. Speaker 0: Wir sind ein fester Bestandteil geworden Speaker 1: Und man muss auch sagen, das ist hier ein total gemütlicher schöner Ort. Speaker 1: Also eigentlich einer wo man hinkommt um zu bleiben? Speaker 1: Wir haben uns ja schon bisschen im Vorgespräch. Speaker 1: Sieht dich deine Frau überhaupt noch? Speaker 0: Ja freilich! Speaker 0: Wir haben da unten kein Übernachtungsmöglichkeit. Speaker 1: Achso! Speaker 0: Nee, das passt schon. Speaker 0: aber wie gesagt es ist halt für so einen Rentner eine schöne Aufgabe wo man auch manchmal nicht so leuchtet, wie man es gerne hätte. Speaker 0: Aber das ist halt im Leben so. Speaker 1: Und habt ihr auch Frauen im Verein dabei? Speaker 1: Brauen die auch? Speaker 1: Waren die andere Biere als du jetzt zum Beispiel? Speaker 0: Ja wir haben selbstverständlich auch eine Frau im Verein. Speaker 0: Die ist auch im Vorstand. Speaker 0: Okay. Speaker 0: Ja, braut auch mal mit aber wir haben jetzt keine explizit Mädchenbrau oder Frauenbraugruppe, die für sich braut. Speaker 0: Ne, wir sind schon überwiegend noch ein Männerverein. Speaker 0: Aber ja, jedes bei uns willkommen! Speaker 1: Genau. Speaker 1: also man kann auf jeden Fall jederzeit Mitglied werden muss man einfach nur vorbeischauen was gibt es denn sonst für Aktivitäten? Speaker 0: Mitglied kannst nicht so einfach Speaker 1: werden. Speaker 1: Nein okay dann erzählst du. Speaker 0: Also da ist immer relativ rigoros streng weil es hat zwei Seiten. Speaker 0: So ein Verein ist ein Gefüge und mit jedem Wenn dazukommt, verändert sich auch im Gefühl etwas. Speaker 0: Und man will natürlich eine Harmonie haben. Speaker 0: und es ist bei uns so... Wir treffen uns hier Montags wenn da jemand vorbeischaut, der einen braunen Interesse hat ob Vorkenntnis ohne Vorkenntniss, er kann sich zu uns setzen, kann mitreden. Speaker 0: Wenn er warm wird, kann er mal schauen dass er einen Anschluss findet an die Braugruppe, kann immer mitbrauen Wenn das dann für beide Seiten passt, kann auch ein Mitgliedsantrag stellen. Speaker 0: Wobei wir uns dann vorenthalten darüber innerhalb eines Jahres zu entscheiden. Speaker 1: Das hat Speaker 0: es noch nicht gegeben. Speaker 0: Aber man will einfach verhindern dass Leute in so einen Verein kommen die zum Vereint hören und sich schon eine gewisse Wertschätzung beim Aufgenommen wird. Speaker 0: aber letztendlich braucht man natürlich auch neue Mitglieder, jüngere. Speaker 0: Bei uns ist die Alterspyramide nach oben natürlich ja was immer so geht und in den letzten Jahren ist es gelungen das halt immer wieder welche dazu gekommen sind mit ohne Brauerfahrung, die heute nicht mehr wegzudenken werden. Speaker 1: Und macht ihr auch andere Unternehmungen jetzt noch? Speaker 1: Jenseits Braun und dem Fest also dass ihr mal eine Exkursion macht oder andere besucht oder so? Speaker 0: Ja wie Meine Braugruppe hat schon Braugrubben Ausflüge gemacht oder wir machen auch mal den Vereinsausflug. Speaker 0: Leider die letzten Jahre nicht mehr, aber nächstes Jahr zum Jubiläumsjahr ganz bestimmt. Speaker 0: und ja wir haben gute Kontakte zur anderen Braugrauben. Speaker 0: Wir haben sehr gute Freunde in Norditalien, Bologna z.B. Speaker 0: Meyland, die uns besuchen, die einmal auf was mit runternehmen Und das war gestern in Bad Winsheim so schön. Speaker 0: Da kam der Gianni aus Bologna, war auf einmal da gestanden und du weißt es bestimmt auch jetzt gibt viele Italiener die Urlaub machen bei uns und selbst in Vorkheim eine Wohnung gemietet haben. Speaker 0: Man hat gute Verbindungen zu anderen und das macht natürlich auch Spaß! Speaker 1: Trädet ihr als Verein manchmal auch bei anderen Festen oder sowas auf, dass wir da ausschenken oder euch irgendwie präsentieren? Speaker 0: Ne, haben wir bisher nicht getan. Speaker 0: Wir hatten uns schon überlegt aber irgendwo sind die Ressourcen begrenzt. Speaker 0: Wo wir fest auftreten, dem wir unterstützen ist der Heimatverein in Langentzent. Speaker 0: Der Heimaterein betreibt auch einen alten Bierkeller Den Kolbskeller in der Kolbsschlucht am Rande der außerhalb der Altstadt und diesen Keller dürfen wir auch nutzen, hatten da schon eingelagert. Speaker 0: Nur der Nachteil ist die Eingangsbereiche aus statischen Gründen verstärkt nach oben was die Durchgangshöhe einschränkt Und das ist anspruchsvoll, da die ersten Meter reinzugehen. Speaker 0: Dann ist er riesig. Speaker 0: und dann gibt es einmal im Jahr das Kolbskellerfest. Speaker 0: Ich war an der Jülei in den fünften Jahren. Speaker 0: Da wird in dieser, das ist eine Einkärbung, die Kolbsflucht. Speaker 0: Da spielt Musik. Speaker 0: Es wird Lama ausgeschenkt vielleicht auch als Museumspier. Speaker 0: Das ist an sich das Einzige, was wir außerhalb von uns am Brauhaus auch schenken. Speaker 1: Und da sind dann so Biergarnituren aufgestellt Speaker 0: und so? Speaker 0: Biergernituren gibt Bratwurst jetzt gibt Stegs es gibt Kellerführungen und ja dort haben wir eine gewisse Verpflichtung weil's ja sich rundschließt. Speaker 1: Wunderbar! Speaker 1: Also kann ich mir sehr gut vorstellen also seid ihr praktisch aus dem Arzt gestehen nicht mehr weg zu denken? Speaker 0: Nein und da fällt mir gerade ein Geschichte ein weil du vorhin unseren Schmiedeeis an den Ausleger ausgeschaut hat. Speaker 0: Ich sag das Leben, ich hab es vorhin gesagt, sind Zufälle, Fügungen... Wir hatten wieder so einen Ausschank, da gab's uns zu vier Jahre und damals war der Ausschrank anders wie heute. Speaker 0: man muss sich das so vorstellen. Speaker 0: jetzt war was in Holzfässern, Allofässer und sonstwas. Speaker 0: Das eine hatte nur Schaum produziert, das andere war Kaschaum drauf. Speaker 0: also wir waren halt in den Anfängen Und dann war es hier in dem Raum, begegnet mir ein Mensch. Speaker 0: Der Gerd uns sagt also ich mache Schnaps und Wein und ich will jetzt Bier brauen. Speaker 0: Ich sage ja lieber Gott was habe ich getan dass du mir den Gerd auch geschickt hast? Speaker 0: Und der Gerd war froh in der Außen gestanden, mal kurz. Speaker 0: Da war er auf einmal da und dann war er halt im Verein Und es war, da gab's uns zu viererhalb Jahre. Speaker 0: Die Planung war da für das fünfjährige und dann sagt er, wir brauchen einen Ausleger da draußen. Speaker 0: Dann hat der den Auslegger konstruiert und ist ja Hand und Fuß mit Hopfendolden Speaker 0: usw., Speaker 0: wir dürfen mir Stadtwappen führen zum Beispiel. Speaker 0: Und sein Sohn ist schmied an sich ein Ex ... Zylinderrüstungsschmied, der schmiedet bis zur Museumskwalität. Speaker 1: Also Ritterüstungen und so Zeug? Speaker 0: Alles ja! Speaker 0: Und ein richtig fundierter Handwerker und er hat uns dann auf die Schnelle den Ausleger schmieten müssen. Speaker 0: Mittag war das Festhang gesagt, der Öffnung zwölf Uhr. Speaker 0: um elf Uhr waren. Speaker 0: Ich glaube wir haben irgendwo ein Bild da drüben Um elf Uhr hat er montiert die Hände voller Farbe, weil halt ein bisschen kotztfristig angestrichen wurde. Speaker 1: Aber jetzt ist er da und es ist wunderschön! Speaker 1: Also das Haus ist ein Schmuckstück. Speaker 1: Das kann man vielleicht noch abschließen sagen. Speaker 1: Es ist ja auch von außen schon eigentlich für alle, die hier kommen ersichtlich dass das hier was Besonderes ist und was Schönes ist. Speaker 1: also da habt ihr euch echt etwas Tolles geschaffen eine schöne Heimstadt fürs Bier. Speaker 1: Vielen Dank auch an der Stelle schon mal. Speaker 1: Ich fühle mich auf jeden Fall gut wohl und kann es nur allen anderen empfehlen, hier auch mal vorbeizuschauen Und bedankt mich recht herzlich für alles was ihr fürs Bier tut und freue mich hoffe dass es noch lange lange gibt und da muss man nochmal drauf anstoßen Prost! Speaker 1: Vielen Speaker 0: Dank!
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